Gnadenschuss

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Der Begriff Gnadenschuss oder Gnadenstoß (frz.: Audio-Datei / Hörbeispiel Coup de grâce?/i) bezeichnet die Tötung eines Lebewesens, um sein Leid zu verkürzen.

Beim Menschen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Altertum wurde der Gnadenstoß einem tödlich verwundeten Kämpfer von seinem Gegner mit einem Dolch (Gnadenbringer) versetzt, um ihm unnötiges Leiden zu ersparen. Auch beim Rädern wurde manchem Verurteilten schon kurz nach Beginn der Prozedur ein Gnadenstoß gewährt, indem der Henker mit dem Richtrad auf Hals oder Herz zielte.

Bei der Hinrichtung eines Menschen bezeichnet der Gnadenschuss einen tödlichen Schuss (z. B. Kopfschuss), der aus sehr kurzer Entfernung abgegeben wird, um Personen zu töten, die bei einer Erschießung nicht durch die erste Salve getötet wurden. Der Begriff wird auch verwendet, wenn Soldaten im Kriegsfall schwerverletzte Kameraden oder feindliche Soldaten mit oder ohne Zustimmung töten, um ihnen weiteres Leid zu ersparen.

In einem abwertenden Sinne spricht man bei Exekutionen von Menschen auch vom Fangschuss, der jedoch ursprünglich nur den Schuss bezeichnet, mit dem ein Jäger bereits verletztes Wild endgültig tötet.

Streng abzugrenzen ist der finale Rettungsschuss.

Beim Tier[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ausdruck Gnadenschuss ist im Zusammenhang mit dem Töten eines schwer verletzten, kranken Tieres (meist eines Pferdes) mit einer Schusswaffe bekannt. Häufig werden Tiere auch vom Tierarzt eingeschläfert.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]