Godkowo

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Godkowo
Wappen von Godkowo
Godkowo (Polen)
Godkowo
Godkowo
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Ermland-Masuren
Powiat: Elbląg
Geographische Lage: 54° 4′ N, 19° 54′ OKoordinaten: 54° 4′ 0″ N, 19° 54′ 0″ O
Einwohner: 260 (2006)
Postleitzahl: 14-407
Telefonvorwahl: (+48) 55
Kfz-Kennzeichen: NEB
Gmina
Gminatyp: Landgemeinde
Gminagliederung: 22 Schulzenämter
Fläche: 166,74 km²
Einwohner: 3156
(31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 19 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 2804022
Verwaltung (Stand: 2006)
Bürgermeister: Janusz Grzywalski



Godkowo (deutsch: Göttchendorf) ist eine Gemeinde im Powiat Elbląski (Kreis Elbing) der polnischen Wojewodschaft Ermland-Masuren.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Göttchendorf östlich von Preußisch Holland, südöstlich der Stadt Elbing und südwestlich von Wormditt auf einer Landkarte von 1910

Das Dorf liegt in der historischen Region Ostpreußen, etwa 34 Kilometer östlich von Elbing und 51 Kilometer nordwestlich von Allenstein.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Orthodoxe Dorfkapelle

Ältere Formen des Ortsnamens sind Gotkendorf, Gotkendorff, Gottkendorf, Gotickendorf und Göttchendorff. Bis zum Jahr 1804 waren die Bauern des Dorfs Göttchendorf verpflichtet, auf dem Gut Behlenhof Hand- und Spanndienste zu leisten.[2] Am 3. Februar 1807 hielt sich Napoleon in Gotkendorf auf.[3]

Die Gemarkung des Dorfs umfasste um 1858 eine Fläche von 1.986 Morgen, und es standen darauf 36 Wohnhäuser.[4]

Bis 1945 gehörte Göttchendorf zum Kreis Preußisch Holland im Regierungsbezirk Königsberg der Provinz Ostpreußen des Deutschen Reichs.

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Region im Januar 1945 von der Roten Armee besetzt. Im Sommer 1945 wurde das Kreisgebiet von der sowjetischen Besatzungsmacht zusammen mit der südlichen Hälfte Ostpreußens und ganz Westpreußen unter polnische Verwaltung gestellt. Die Polen führten für Göttchendorf die Ortsbezeichnung Godkowo ein. Soweit die deutschen Dorfbewohner nicht geflohen waren, wurden sie in der Folgezeit von der örtlichen polnischen Verwaltungsbehörde aus Göttchendorf vertrieben.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner Anmerkungen
1816 122 in 27 Wohnhäusern[5][6]
1852 213 [7]
1858 229 davon 223 Evangelische und 6 Katholiken[4]
1885 277 [8]
1910 249 [9]
1933 232 [10]
1939 210 [10]

Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Landgemeinde Godkowo gehören 22 Ortsteile (deutsche Namen bis 1945)[11] mit einem Schulzenamt:

  • Bielica (Behlendorf)
  • Burdajny (Bordehnen)
  • Dąbkowo (Schönaich)
  • Dobry (Döbern)
  • Godkowo (Göttchendorf)
  • Grądki (Groß Thierbach)
  • Kępno
  • Krykajny (Krickehnen)
  • Kwitajny Wielkie (Groß Quittainen)
  • Lesiska (Reichwalde)
  • Miłosna (Liebenau)
  • Olkowo (Alken)
  • Osiek (Hermsdorf)
  • Piskajny (Peiskam)
  • Plajny (Plehnen)
  • Podągi (Podangen)
  • Skowrony (Schmauch)
  • Stary Cieszyn (Alt Teschen)
  • Stojpy (Stöpen)
  • Swędkowo (Schwöllmen)
  • Szymbory (Schönborn)
  • Ząbrowiec (Sommerfeld)

Weitere Ortschaften der Gemeinde sind Cieszyniec, Grużajny, Gwiździny, Klekotki, Łępno, Nawty, Nowe Wikrowo, Siedlisko und Zimnochy.

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2016. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF-Dateien; 5,19 MiB), abgerufen am 29. September 2017.
  2. Leopold Krug: Geschichte der staatswirthschaftlichen Gesetzgebung im preußischen Staate, von den ältesten Zeiten bis zu dem Ausbruch des Krieges im Jahre 1806. Band 1, Berlin 1808, S. 465.
  3. Ämilian Janitsch: Merkwürdige Geschichte der Kriegsvorfälle zwischen Frankreich, Großbritannien, Rußland, Preußen und Schweden zu Wasser und zu Land. Vom Jahre 1807. Band 3, Wien 1812, S. 141.
  4. a b Adolf Schlott: Topographisch-statistische Uebersicht des Regierungs-Bezirks Königsberg, nach amtlichen Quellen. Hartung, Königsberg 1861, S 117, Ziffer 61.
  5. J. D. F. Rumpf, H. F. Rumpf: Vollständiges Wörterbuch des preußischen Staats. Band 1: A–H. Berlin 1820, S. 293–294.
  6. Alexander August Mützell, Leopold Krug: Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preussischen Staats. Band 2, Halle 1821, Band 2: G–Ko. Halle 1822, S. 50, Ziffer 1797.
  7. Kraatz: Topographisch-statistisches Handbuch des Preußischen Staats. Berlin 1856, S. 189.
  8. http://wiki-de.genealogy.net/G%C3%B6ttchendorf
  9. http://gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?ostpreussen/holland.htm
  10. a b Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. prholland.html#ew33prhlgoett. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  11. Das Genealogische Orts-Verzeichnis
  12. Friedrich Ratzel: Schultz, Ernst Gustav. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 32, Duncker & Humblot, Leipzig 1891, S. 704 f.