Olsztyn

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Allenstein ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Weitere Bedeutungen sind unter Allenstein (Begriffsklärung) aufgeführt.
Für Dorf und Landgemeinde in Kleinpolen siehe Olsztyn (Woiwodschaft Schlesien).
Olsztyn
Wappen von Olsztyn
Olsztyn (Polen)
Olsztyn
Olsztyn
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Ermland-Masuren
Powiat: Kreisfreie Stadt
Fläche: 87,90 km²
Geographische Lage: 53° 47′ N, 20° 29′ OKoordinaten: 53° 47′ 0″ N, 20° 29′ 0″ O
Höhe: 90 m n.p.m.
Einwohner: 172.993
(31. Dez. 2016)[1]
Postleitzahl: 10-001 bis 11-041
Telefonvorwahl: (+48) 89
Kfz-Kennzeichen: NO
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DK 16: Dolna Grupa–GrudziądzEłk–Ogrodniki/Litauen
DK 51: OlsztynekBezledy/Russland
DK 53: Olsztyn–Szczytno–Ostrołęka
Schienenweg: Olsztyn–Ełk
Toruń–Korsze
Działdowo–Olsztyn
Olsztyn–Bogaczewo
Nächster int. Flughafen: Danzig
Gmina
Gminatyp: Stadtgemeinde
Fläche: 87,90 km²
Einwohner: 172.993
(31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 1968 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 2862011
Verwaltung (Stand: 2015)
Stadtpräsident: Piotr Grzymowicz
Adresse: ul. Jana Pawła II 1
10-101 Olsztyn
Webpräsenz: www.olsztyn.eu



Olsztyn ([ˈɔlʃtɨn] Audio-Datei / Hörbeispiel anhören?/i), deutsch Allenstein, ist eine Stadt in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Olsztyn liegt am Fluss Alle (polnisch Łyna nach prußisch "linis": zool. Schlei) im historischen Ostpreußen, 125 Meter über dem Meeresspiegel am Übergang vom Ermland zum Oberland. Die Stadt liegt etwa 80 Kilometer südöstlich von Elbing (Elbląg), 100 Kilometer südlich von Königsberg (Kaliningrad) und 140 Kilometer südöstlich von Danzig.

Die umgebende hügelige Landschaft ist von der Allensteiner Seenplatte und ausgedehnten Wäldern geprägt.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Olsztyn gliedert sich in 23 Stadtteile (osiedle):

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allenstein südlich von Königsberg und südöstlich der Stadt Elbing auf einer Landkarte von 1908.

Vom 14. Jahrhundert bis 1945[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Burg und St. Jacobi-Kirche
Gewölbesaal im Schloss

Die Stadt wurde am 31. Oktober 1353 unter dem Namen Allensteyn am Fluss Alne/Alle (prussisch alna: fließen) im preußischen Ermland vom ermländischen Domkapitel auf dessen Gebiet gegründet. Zum ersten Schultheißen der Stadt wurde Johannes von Leysen bestellt. Die Stadtgründung erfolgte im Schutz einer bereits im Aufbau (erste Bauetappe 1346 bis 1353) befindlichen Burg des Domkapitels.[2][3]

Die Allensteiner Burg war Sitz eines Verwalters des ermländischen Domkapitels und Hauptort eines der drei Kammerämter, die dem Kapitel unterstanden und zusammen mit den bischöflichen Kammerämtern das Hochstift Ermland bildeten, das als weltliches Herrschaftsgebiet dem Bischof und dem Kapitel bei der Gründung der vier preußischen Bistümer 1245 zugestanden wurde.

Im Jahr 1455 wurde Schloss Allenstein von dem Söldnerhauptmann Ritter Georg von Schlieben eingenommen.[4]

In den Jahren 1516 bis 1519 bekleidete das Amt des Administrators der Neffe und Pflegesohn des ermländischen Bischofs Lucas Watzenrode, der als Astronom bekanntgewordene ermländische Domherr Nikolaus Kopernikus. Kopernikus wohnte während dieser Zeit auf der Burg Allenstein. Als Zeugnis erhielt sich dort bis heute eine auf dem Putz des Kreuzgangs der Burg gemalte astronomische Tafel zur Berechnung des Aequinoctiums. Zur Zeit des Krieges zwischen Polen und dem letzten Deutschordenshochmeister in Preußen Albrecht von Hohenzollern ging er nach Frauenburg zurück, wurde aber im Herbst des Jahres 1520 wieder nach Allenstein berufen. Der Archdiakon Bernhard Sculteti unterstützte Kopernikus mit Geschützen und Proviant, damit Schloss Allenstein in voller Unabhängigkeit von Polen selbständig behauptet werden konnte.[5] Es wurde auch nicht angegriffen und ein Waffenstillstand wurde am 7. April 1521 geschlossen. Aufgrund seiner erfolgreichen Verteidigung wurde Kopernikus zum Kommissar des Ermlands ernannt und mit dem Wiederaufbau beauftragt. Tiedemann Giese, der spätere Bischof von Ermland, war sein Assistent.

Im Rahmen der Wiedervereinigung Ost- und Westpreußen 1772 kam die Stadt als Teil des Ermlandes zum Königreich Preußen. Neben Königsberg und Gumbinnen wurde Allenstein 1905 Sitz des dritten ostpreußischen Regierungsbezirks. Von 1818 bis 1910 gehörte sie dem Landkreis Allenstein an und wurde dann kreisfreie Stadt im Regierungsbezirk Allenstein.

Am Anfang des 20. Jahrhunderts hatte Allenstein eine evangelische Kirche, zwei katholische Kirchen, eine Synagoge, ein altes Schloss, ein Gymnasium, eine Realschule und verschiedene Produktions- und Fabrikationsbetriebe.[6]

Der Friedensvertrag von Versailles bestimmte nach dem Ersten Weltkrieg die Durchführung einer Volksabstimmung im Abstimmungsgebiet Allenstein über den Verbleib bei Deutschland oder einen Anschluss an Polen. In der Stadt Allenstein entfielen 16.740 Stimmen auf Ostpreussen und damit Deutschland, 340 auf Polen.[7]

Die jüdische Gemeinde Allensteins wurde in der Zeit des Nationalsozialismus aufgrund von Emigration und Deportationen in die Vernichtungslager ab 1942 ausgelöscht, die Synagoge bereits 1938 niedergebrannt. Das letzte nicht zerstörte architektonische Zeugnis jüdischen Lebens in Allenstein ist das Taharahaus Bet Tahara.

1945 und danach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Volksfest auf dem Marktplatz (2011)
Rathaus

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Stadt Anfang 1945 Kriegsschauplatz. Die Zivilbevölkerung wurde bis kurz vor Einmarsch der Roten Armee zum Durchhalten aufgefordert.[8] Durch eigenverantwortliches Handeln hatte der Landrat Horst-Günter Benkmann aber rechtzeitig zur Flucht aufgerufen und so tausenden Ostpreußen das Leben gerettet.[9] Am 22. Januar 1945 wurde die Stadt von sowjetischen Truppen eingenommen. Dabei kam es zu Ausschreitungen sowjetischer Soldaten gegenüber der Zivilbevölkerung. Gewaltexzesse ereigneten sich nach Augenzeugenberichten in der zum Feldlazarett umfunktionierten Provinzial-Heil- und Pflegeanstalt Kortau, wo alle Lazarett-Patienten und das Personal ermordet wurden. Dort wurden bei Bauarbeiten in den 1950er Jahren mehrere kleinere und größere Massengräber entdeckt; das größte von ihnen barg 227 Leichen.[10] Bis März 1945 wurden in Allenstein durch Brandstiftung 1040 Häuser zerstört.[11]

Bald nach der Besetzung durch die Sowjetarmee wurde Allenstein zusammen mit der südlichen Hälfte Ostpreußens unter polnische Verwaltung gestellt. Es begann anschließend die Zuwanderung polnischer und ukrainischer Zivilisten. Die Polen und Ukrainer kamen anfangs vorwiegend aus Gebieten östlich der Curzon-Linie, wo sie völkischen Minderheiten angehört hatten. Die betreffenden Gebiete waren im Polnisch-Sowjetischen Krieg (1919–1921) erobert worden und mussten nach Ende des Zweiten Weltkriegs an die Sowjetunion abgetreten werden. Angehörige solcher Minderheiten waren an ihren Heimatorten von der zuständigen Sowjetkommandantur vor die Wahl gestellt worden waren, entweder eine andere Staatsangehörigkeit anzunehmen oder auswandern zu müssen. Die deutsche Stadt Allenstein wurde in Olsztyn umbenannt. Soweit die deutschen Einwohner nicht geflohen waren, wurden sie in der darauf folgenden Zeit größtenteils vertrieben.

Die letzten Einheiten der Sowjetarmee verließen die Stadt im Jahre 1956.

Mit der Regionalisierung Polens entstand 1999 die Woiwodschaft Ermland-Masuren mit Regierungssitz in Olsztyn. Im gleichen Jahr wurde hier die Universität Ermland-Masuren gegründet. Die Stadt wurde Sitz des Erzbistums Ermland der polnischen Katholischen Kirche sowie der Diözese Masuren der polnischen Evangelisch-Augsburgischen Kirche. Mit rund 175.000 Einwohnern und ca. 270.000 in der Agglomeration ist die Stadt auch die größte der Woiwodschaft.

Im Zuge der Demokratisierung wurde die Allensteiner Gesellschaft der deutschen Minderheit als Vertretung der in der Stadt ansässigen Deutschen gegründet. Dieser gehörten im Juni 2007 3.280 Personen an, jedoch bezeichneten sich in der polnischen Volkszählung 2002 in der Stadt Olsztyn nur 431 Personen als Deutsche.[12]

Demographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung bis 1945
Jahr Einwohner Anmerkungen
1782 über 2.000 in 283 Haushaltungen einschließlich der Vorstädte, ohne die Garnison (drei Kompanien Infanterie)[13]
1802 2.014 [14]
1810 1.601 [14]
1816 2.078 davon 250 Evangelische, 1.783 Katholiken und 45 Juden[14]
1821 2.427 [14]
1828 2.787 [15]
1831 2.808 teils Polen, teils Deutsche[16]
1840 ca. 2.900 [17]
1871 5.514 davon 500 Evangelische und 140 Juden (2.180 Polen[18])
1875 6.054 [19]
1880 7.610 [19]
1890 19.375 davon 11.852 Katholiken, 7.103 Evangelische und 420 Juden[19]
1900 24.295 mit der Garnison (zwei Infanterieregimenter Nr. 150 und 151, ein Dragonerregiment Nr. 10 und ein Feldartillerieregiment Nr. 73), überwiegend Katholiken[6]
1910 33.077 davon 19.960 Katholiken und 12.551 Evangelische[19]
1925 38.105 davon 23.497 Katholiken, 13.858 Evangelische, 62 sonstige Christen und 612 Juden[19]
1933 43.043 davon 27.048 Katholiken, 15.393 Evangelische, fünf sonstige Christen und 448 Juden[19]
1939 45.513 davon 29.455 Katholiken, 15.811 Evangelische, 132 sonstige Christen und 138 Juden[19]
Einwohnerzahlen seit Ende des Zweiten Weltkriegs
Jahr Einwohner Anmerkungen
1964 ca. 72.500 [20]
2012 175.482

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Andreas Petrus Grunenberg (1809–1818)
  • Karl Anton Ehlert (1818–1835)
  • Jakob Rarkowski (1836–1865)
  • Sakrzewski (1866–1875)
  • von Roebel (1875–1877)
  • Oskar Belian (1877–1908)
  • Georg Zülch (1908–1932)
  • Dr. Otto Gilka (1932–1933)
  • Friedrich Schiedat (1933–1945)
  • Bronisław Latosiński (1945), kommissarisch[21]
  • Tadeusz Pałucki (1945–1948)[21]
  • Stefan Nafalski (1948–1949)[21]
  • Czesław Browiński (1949–1950)[21]
  • Franciszek Kurzynoga (1950–1953)[21]
  • Romuald Nowak (1953–1958)[21]
  • Julian Molenda (1958–1969)[21]
  • Karol Iwański (1969–1971)[21]
  • Jerzy Grelewski (1971–1977)[21]
  • Marek Różycki (1977–1990)[21]
  • Jerzy Bukowski (1990–1992)[22]
  • Józef Grzegorczyk (1992–1994)
  • Andrzej Ryński (1994–1998)[23]
  • Janusz Cichoń (1998–2001)[24]
  • Czesław Jerzy Małkowski (2001–2008)
  • Tomasz Głażewski (2008–2009), kommissarisch
  • Piotr Grzymowicz (seit 2009)

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Historisches Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Silber Sankt Jakobus in blauer Pilgertracht mit Stab und Muschelhut, stehend zwischen einem halben, schwarzen Ordenskreuz und einem roten Zinnenturm.“[25]

Das älteste, wohl gleich nach Erteilung des Kulmer Rechtes, 1353, gefertigte SIGILLVM CIVITATIS ALLENSTEIN zeigt im gegitterten Felde allein den stehenden heiligen Jakob mit dem Pilgerstabe in der Rechten und einer Pilgermuschel in der linken Hand. Ähnlich das wenig spätere SECRETVM CIVITATIS ALLINSTEIN, dessen Bronzestempel noch erhalten ist. Ähnlich auch die Siegel des 16. Jahrhunderts, während erst im 18. Jahrhundert der Turm und das halbe Ordenskreuz dazu in den Schild genommen worden sind.[26]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaftlich bedeutend ist vor allem die zu Michelin gehörende Reifenfabrik (früher „Stomil“), die größte ihrer Art in Polen, sowie die holzverarbeitende Industrie. Zunehmend profitiert die Stadt aber auch vom Fremdenverkehr, der sich zu einem neuen Wirtschaftszweig entwickelte. Eine gute Anbindung z.B. nach Berlin und Krakau besteht über den Mitte Januar 2016 eröffneten Flughafen Allenstein-Masuren (Olsztyn-Mazury) – zwischen Olsztyn und Airport besteht S-Bahn-Anschluss in etwa 40 Minuten, aber auch durch die Express-Busverbindungen zwischen vielen großen Städten wie Warschau, Danzig, Berlin oder Kaliningrad. Olsztyn ist Sitz verschiedener kultureller und wissenschaftlicher Einrichtungen, wie des deutsch-polnischen Verbandes Borussia. In Olsztyn gibt es auch eine Lebensmittelproduktion wie von Honig oder gefrorenen Produkten von Chłodnia Olsztyńska. Die Stadt ist Sitz des Geflügelwarenherstellers Indykpol.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Stadt kreuzen sich die Fernstraßen DK16, DK51 und DK53.

Mit der 1873 erfolgten Anbindung an die Preußische Ostbahn wurde für Allenstein in der Folgezeit ein Anschluss an eine wichtige Fernverkehrszuglinie ermöglicht, welche von Berlin über Küstrin, Schneidemühl, Bromberg, Thorn, Allenstein, Korschen, Insterburg, Tilsit nach Memel führte.

Von der bis Korsze elektrifizierten, zweigleisigen Hauptstrecke Toruń–Tschernjachowsk (Thorn–Insterburg), einer 1873 errichteten Zweigstrecke der ehemaligen Preußischen Ostbahn zweigen hier nach Südosten die Bahnstrecke Olsztyn–Ełk sowie nach Nordwesten die Bahnstrecke Bogaczewo–Olsztyn ab, die Teile der Querverbindung Danzig–Marienburg–Allenstein–Lyck bilden. Nach Süden verläuft die Bahnstrecke Działdowo–Olsztyn. Die Stadt hat einen Hauptbahnhof (Olsztyn Główny) und einen weiteren Bahnhof Olsztyn Zachodni am Altstadtzentrum.

In der Stadt verkehrte von 1907 bis 1965 eine elektrische Straßenbahn, die von 1939 bis 1971 durch einen Obusbetrieb ergänzt wurde. 2011 wurde ein Bauvertrag für die Wiedereinführung der Straßenbahn unterschrieben. Es sollten drei Streckenäste mit einer Gesamtlänge von 11,5 km und 19 Haltestellen erstellt werden. Die Strecken verbinden den Bahnhof, die Altstadt und die Universität.[27] 15 Tramino-Niederflurstraßenbahnen wurden bestellt, 2014 sollten die Strecken eröffnet werden. Die Eröffnung erfolgte am 19. Dezember 2015.

Im Ortsteil Dajtki (deutsch Deuthen) besteht der Landeplatz Olsztyn-Dajtki. Der ehemalige Flughafen Allenstein/Deuthen wurde zwischen 1. Juni 1926 und Oktober 1927 im Liniendienst von der Lufthansafluglinie Marienburg–Elbing–Allenstein bedient. Der Linienflug endete mit der Einstellung der Subventionen durch den Staat. Mit dem Flughafen war Alleinstein an das deutsche Flugpostnetz angeschlossen. Im Zweiten Weltkrieg diente der Flugplatz als Etappenflugplatz und zur Pilotenausbildung.[28]

Es bestehen Überlegungen, diesen Landeplatz als Flughafen für Olsztyn auszubauen.[29] Der 1913 errichtete Landeplatz hat eine Landebahn mit 805 Metern Länge und wird für Sportflugzeuge benutzt. Daneben gibt es noch den ehemaligen Militärflugplatz Grieslienen, der 1945 zwei befestigte Start- und Landebahnen mit 1100 und 900 Metern besaß und ebenfalls für eine Reaktivierung im Gespräch ist.[30]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Olsztyn
St.-Jakobus-Kirche
Evangelische Erlöserkirche
Herz-Jesu Kirche

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Roensch (1858–1921), Fabrikbesitzer, Stadtverordnetenvorsteher und Handelskammerpräsident in Allenstein
  • Erwin Kruk (1941–2017), Stimme und literarisches Gedächtnis Masurens

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstige mit der Stadt in Verbindung stehende Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Olsztyn sind mehrere Sportvereine ansässig, einer der bekanntesten Vereine ist OKS Stomil Olsztyn. Der Klub spielte insgesamt acht Saisons in der Ekstraklasa, der höchsten polnischen Fußballliga, und sieben Saisons in der zweiten Liga. Momentan spielt der Klub in der zweiten Liga. Daneben spielt in Olsztyn der fünffache polnische Volleyball-Meister und siebenfache Pokalsieger Indykpol AZS Olsztyn, der auch acht Vize-Meisterschaften und acht dritte Plätze vorweisen kann. Der Klub spielt regelmäßig um die polnische Volleyball-Meisterschaft mit und nimmt an internationalen Wettbewerben teil. Der Klub stellt mehrere polnische und internationale Volleyball-Nationalspieler und spielt wie der Handball-Erstligist Warmia Anders Group Społem Olsztyn in der Hala Urania. Dies ist eine Mehrzweckhalle, die ca. 2.500 Zuschauern Platz bietet. In Olsztyn findet jährlich das Hubert Wagner Memorial statt, ein internationales Volleyball-Turnier. Außerdem ist Olsztyn öfters Etappenort der Tour de Pologne (zuletzt 2008).

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Teil I: Topographie von Ost-Preussen. Königsberg/Leipzig 1785, S. 23, Nr. 7).
  • August Eduard Preuß: Preußische Landes- und Volkskunde oder Beschreibung von Preußen. Ein Handbuch für die Volksschullehrer der Provinz Preußen, so wie für alle Freunde des Vaterlandes. Gebrüder Bornträger, Königsberg 1835, S. 507, Nr. 98.
  • Heinrich Gottfried Philipp Gengler: Regesten und Urkunden zur Verfassungs- und Rechtsgeschichte der deutschen Städte im Mittelalter. Erster Band, Enke, Erlangen 1863, S. 20 (Volltext, Google).
  • Anton Funk: Geschichte der Stadt Allenstein 1348–1943. Scientia-Verlag, 1979, ISBN 3-511-09071-7
  • Stanisław Piechocki: Czyściec zwany Kortau [Eine Hölle, genannt Kortau]. Olsztyn: Książnica Polska 1993, ISBN 83-85702-02-4, 154 Seiten. (Das Buch – nur in polnischer Sprache erhältlich – wird durch 59 Abbildungen und eine Zusammenfassung in deutscher Sprache ergänzt.)
  • Stanisław Piechocki: Magisches Allenstein. Olsztyn 2008, ISBN 83-87031-18-6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Olsztyn – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2016. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF-Dateien; 5,19 MiB), abgerufen am 29. September 2017.
  2. Heinrich Gottfried Philipp Gengler: Regesten und Urkunden zur Verwaltungs- und Rechtsgeschichte der deutschen Städte im Mittelalter, Erlangen 1863, S. 20.
  3. Johannes Voigt: Geschichte Preußens von ältesten Zeiten bis zum Untergange der Herrschaft des Deutschen Ordens. Band 5, Königsberg 1832, S. 106.
  4. Scriptores rerum Warmienensisium (Peter Wolky und Johann Martin Saage, Hrsg.). Band 1, Braunsberg 1866, S. 138–207.
  5. Stimmen aus Maria Laach, Verteidigung Schloß Allenstein unabhängig von Polen
  6. a b Meyers Großes Konversations-Lexikon. 6. Auflage, Band 1. Leipzig und Wien 1906, S. 345.
  7. Herbert Marzian, Csaba Kenez: Selbstbestimmung für Ostdeutschland - Eine Dokumentation zum 50 Jahrestag der ost- und westpreussischen Volksabstimmung am 11. Juli 1920. Göttinger Arbeitskreis, 1970, S. 67.
  8. http://images.zeit.de/text/2005/03/A-Flucht_45 "Schickt Schiffe" ZEIT-Online 3/2005
  9. R. Albinus: Königsberg Lexikon. Würzburg 2002
  10. (Quelle: S. Piechocki, s. Literaturangaben)
  11. Das Vorgehen der sowjetischen Armee in Ostpreußen am Ende des Krieges und die dabei geduldeten Ausschreitungen werden u. a. auch in Werken der russischen Schriftsteller Alexander Solschenizyn (Nobelpreisträger für Literatur) (vgl. sein Buch Ostpreußische Nächte) und Lew Kopelew (vgl. sein Buch „Aufbewahren für alle Zeit“) thematisiert, die damals selbst Soldaten und Zeitzeugen waren.
  12. Vgl. Polnisches Hauptstatistikamt (GUS) (Memento vom 17. Dezember 2012 im Internet Archive)
  13. Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preußen. Teil I: Topographie von Ost-Preußen. Marienwerder 1785, S. 23.
  14. a b c d Alexander August Mützell und Leopold Krug: Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preussischen Staats. Band 5: T–Z, Halle 1823, S. 250–351, Ziffer 9.
  15. Geographisches Institut: Neue Allgemeine Geographische und Statistische Ephemeriden. Band 30, Weimar 1830, S. 24.
  16. August Eduard Preuß: Preußische Landes- und Volkskunde oder Beschreibung von Preußen. Ein Handbuch für die Volksschullehrer der Provinz Preußen, so wie für alle Freunde des Vaterlandes. Gebrüder Bornträger, Königsberg 1835, S. 507, Nr. 98.
  17. Supplemente zum Universal-Lexikon oder Enzyklopädischen Wörterbuch der Wissenschaften, Künste und Gewerbe. Herausgegeben von H. A. Pierer, bearbeitet von Franz Dornberger. Altenburg 1841, 1. Band, S. 180.
  18. Gustav Neumann: Geographie des Preußischen Staats. 2. Auflage, Band 2, Berlin 1874, S. 18–19, Ziffer 13.
  19. a b c d e f g Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte Ostpreußem: Landkreis Ortelsburg (2006).
  20. Der Große Knauer. Droemer, München 1966, Band 1, S. 68.
  21. a b c d e f g h i j mojemazury.pl, Olsztyn: oni rządzili miastem za PRL, 14. Januar 2011
  22. olsztyn24.com, Wiązanki pamięci o tych, którzy odeszli, 30. Oktober 2010
  23. TVP, Andrzej Ryński odznaczony, 8. November 2012
  24. Platforma Obywatelska, Janusz Cichoń, abgerufen am 15. August 2013
  25. Prof. Dr. Erich Keyser: Deutsches Städtebuch - Handbuch städtischer Geschichte Band I Nordostdeutschland Seite 22/23. W. Kohlhammer Verlag Stuttgart 1939.
  26. Prof. Otto Hupp: Deutsche Ortswappen. Kaffee-Handels-Aktiengesellschaft, Bremen 1925.
  27. NaNa Nahverkehrsnachrichten, Ausgabe 17/2011 vom 22. Juni 2011, Seite 10.
  28. Kulturzentrum Ostpreußen (Hrsg.): Allenstein - Stadt unserer Jugend. Ellingen 2013, S. 45, 46.
  29. Fliegen soll einfacher werden, Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 02-12 vom 14. Januar 2012
  30. Flugplätze der Sowjetarmee in Deutschland (PDF; 157 kB)
  31. Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 35-11 vom 3. September 2011