Goldsardine

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Goldsardine
Sardinella aurita.jpg

Goldsardine (Sardinella aurita)

Systematik
Ordnung: Heringsartige (Clupeiformes)
Unterordnung: Clupeoidei
Familie: Heringe (Clupeidae)
Unterfamilie: Dorosomatinae
Gattung: Sardinella
Art: Goldsardine
Wissenschaftlicher Name
Sardinella aurita
Valenciennes, 1847

Die Goldsardine (Sardinella aurita), auch Große Sardine oder Ohren-Sardine genannt, gehört zur Gattung Sardinella, die zur Familie der Clupeidae gehört. Sie ist schwarmbildend, kommt im Mittelmeer, Schwarzen Meer und Teilen des Atlantiks vor und ernährt sich hauptsächlich von Zooplankton.

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Größe beträgt 25 bis 30 cm, in seltenen Fällen bis zu 33 cm. Die Goldsardine ähnelt von der Körperform her der Sardine. Im Gegensatz dazu ist sie aber langgestreckter und dicker und die Kielschuppen entlang der Bauchseite bilden keinen ausgeprägten Kiel. Der Körper endet in einem großen, stark gegabelten Schwanz. Dabei sind die zwei letzten Flossenstrahlen der Afterflosse deutlich länger als die übrigen. Der Rücken ist blaugrün, die Seiten erscheinen silbrig. Der gelbe Streifen an der Seite des Tieres kann auch bräunlich erscheinen. Am Rande des Hauptkiemendeckels befindet sich des Weiteren ein undeutlicher, brauner Fleck. Die Bauchflosse besitzt acht getrennte Strahlen, was die Goldsardine von den anderen Arten in den Gattungen Sardinella, Harengula, Opisthonema, Herklotsichthys und Amblygaster unterscheidet.

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Goldsardine ist im gesamten Mittelmeerraum zu finden. Die Verbreitung erstreckt sich weiter über Teile des Schwarzen Meeres. Des Weiteren kann man sie an der Westafrikanischen Küste von Gibraltar bis nach Südafrika auffinden. Ein weiteres Verbreitungsgebiet befindet sich im westlichen Atlantik, in dem sie von der Küste der USA bis nach Südamerika ebenfalls zu finden ist. Aufgrund der Temperatursteigerung des Meerwassers erweitert sich das Verbreitungsgebiet momentan.

Lebensweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Goldsardinen leben in großen Schwärmen in Tiefen von 10 bis 80 m. In manchen Fällen befinden sie sich auch kurz unter der Wasseroberfläche oder bis in Tiefen von 350 m. In Küstennähe halten sie sich selten auf und kommen nachts oft an die Wasseroberfläche zur Nahrungsaufnahme und verbringen den Tag über in größeren Tiefen. Sie ernähren sich größtenteils von Zooplankton, aber auch von Phytoplankton, letzteres besonders die Jungtiere.

Das ganze Jahr über finden Paarung und Brut statt. Dabei kommt es zu Schwankungen, die vom Lebensort abhängig sind. So findet in der nördlichen Hemisphäre die Paarung besonders in den warmen Monaten von Juni bis September statt. In der südlichen Hemisphäre findet die Paarung dagegen in den warmen Monaten von September bis März statt. In manchen Gebieten kommt es auch zweimal im Jahr zur Fortpflanzung.

Die Jungtiere verbleiben oft in der Nähe ihres Geburtsortes und fangen erst im Adultstadium an auch in kaltes Tiefseegewässer zu schwimmen und große Wanderungen zu machen. Als Erwachsene bevorzugen sie Temperaturen über 24 °C.

Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Goldsardine ist ein Speisefisch und wird besonders in Westafrika, Venezuela und Brasilien gefischt. Dabei wird sie oft mit der Brasilianischen Sardelle in den Fanggebieten des Westpazifiks verwechselt. Im Mittelmeer wird sie fälschlicherweise manchmal auch für eine Europäische Sardine gehalten. Im Jahre 1983 wurden im Mittelmeer 15.209 Tonnen, 401.039 Tonnen in Westafrika und 286.527 Tonnen im Westatlantik erwirtschaftet, wobei in diese Zahlen auch die Maderische Sardine und die Brasilianische Sardine aufgenommen sind.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sardinella aurita – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien