Gregor Schnitzler

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Gregor Schnitzler (* 1964 in Berlin) ist ein deutscher Regisseur.

Bekannt wurde er vor allem durch sein Kinodebüt mit dem Spielfilm Was tun, wenn’s brennt? (2002) sowie der Verfilmung des Dramas Die Wolke (2006) von Gudrun Pausewang.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kindheit und Jugend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als zweites Kind von Christa Schnitzler-Runge und Conrad Schnitzler wuchs Schnitzler in Berlin auf. Er studierte Gesellschafts- und Kommunikationswissenschaften an der Hochschule der Künste in Berlin.

Berufliche Tätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er arbeitete einige Jahre als Standfotograf und begann dann 1990 seine Karriere als Regisseur von Musikvideos und Werbespots, von denen er bis 1997 insgesamt 65 Stück realisierte. 1994 drehte Gregor Schnitzler mit einer Folge der RTL-Serie Im Namen des Gesetzes erstmals ein längeres dramatisches Format. In den folgenden vier Jahren folgten sieben weitere Episoden. Hinzu kamen 1998 und 1999 zwei Fernsehfilme der ZDF-Samstag-Abend-Krimireihe T.E.A.M. Berlin und 1999 die Folge Gefährliche Vaterschaft aus der RTL-Serie Balko.

Mit Eleni Ampelakiotou hatte er bereits 1991 und 1992 die Kurzfilme Das Fenster und Sonntage inszeniert. Gemeinsam mit der Regisseurin drehte er auch den Kinofilm Finnlandia (2001), der weltweit auf Festivals Beachtung fand. Genau wie Was tun, wenn’s brennt?, der im Jahr 2002 den Publikumspreis auf dem Kinofest Lünen gewann. Mit Soloalbum, der Verfilmung von Benjamin von Stuckrad-Barres Kultroman, konnte Gregor Schnitzler 2003 Publikum und Kritik gleichermaßen begeistern. 2005 adaptierte er den Roman Die Wolke von Gudrun Pausewang für die Kinoleinwand, der 2007 den Bayerischen Filmpreis für den besten Jugendfilm erhielt.

Filmtechnik und Symbolismen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter Filmkritikern erregte Schnitzler Aufmerksamkeit durch die symbolische Destruktion von Alltagsgegenständen im szenischen Mittelgrund in einigen seiner Werke. So stellt die Verwendung einer umfallenden Vase in Schlüsselszenen bestimmter Spielfilme eine symbolische Klimax dar. Diese Askosentechnik (vgl. Askos) lässt eine Mehrzahl an Interpretationsansätzen zu.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]