Greis (Musiker)

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Greis beim Konzert in Solothurn 2010

Greis (* 3. April 1978 in Lausanne, bürgerlicher Name Grégoire Vuilleumier) ist ein Schweizer Rapper.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Greis entstammt der Berner Chlyklass-Crew und ist Mitglied der Band PVP. Er arbeitet mit anderen Schweizer Musikern zusammen, wie Züri West, TAFS aus dem Baselbiet, mit E.K.R. oder Big Zis aus Zürich oder Sens Unik und Stress aus Lausanne.

Mit Eis hat Greis ein bekanntes Schweizer Hip-Hop-Album veröffentlicht. Er ist kein strikter Hip-Hopper, sondern arbeitet mit Musikern anderer Stile zusammen. Greis vertritt die Schweiz auf dem Futurama United Nations Remix von Kool Savas und auf dem Starting Block Remix von Soprano. Greis trägt seine Liedtexte auf Französisch, in Schweizer Mundart und gelegentlich auch in englischer Sprache vor.

Mit seinem Album 3 wurde er nominiert in der Kategorie Bester europäischer Act (MTV European Music Awards).

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name des Albums, Eis, ist das berndeutsche Wort für Eins und weist darauf hin, dass es Greis´ 1. Soloalbum ist. 2004 veröffentlichte Greis mit seiner Chlyklass-Crew (PVP) das Album Eifach Nüt. 2004 erarbeitete Greis mit dem deutschen Curse, dem Tafs-Mitglied Taz und dem Beatbastler Claud der Sektion Kuchikäschtli das Album Prestige. 2006 entstand der Schweiz-Afrika-Sampler Rogue State of Mind, auf welchem unter anderem Godessa, Rennie von der Sektion Kuchikäschtli, Dimtri von den Hobbitz, Pan, Baze oder Whodis und der Sänger Seven mitmischen. Der Erlös des Rogue State of Mind kam dem Projekt «Party with a Purpose» in den Cape Flats von Kapstadt zugute.[1] Im Februar 2013 wurde das erste komplett französischsprachige Album Greis Anatomy anlässlich des zehnjährigen Jubiläums seines Debüt-Albums Eis als kostenloser Download veröffentlicht.[2] Im Frühling 2015 landet er mit dem Chlyklass Album wieso immer mir? zum ersten mal auf Platz 1 der Schweizerischen Hitparade. Im November folgt die Veröffentlichung seines 6. Soloalbums Hünd i parkierte Outos.

Musikinhalte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Greis thematisiert ernsthafte Themen wie soziale Missstände, persönliche Probleme oder die aktuelle Welt- und Lokalpolitik und lässt sich scherzend über sich, sein Umfeld die Hip-Hop-Szene aus. Er spricht politisch brisante Themen wie die Schattenseiten der Globalisierung oder den Spanischen Bürgerkrieg oder die rechtspopulistische Schweizerische Volkspartei an: Greis ruft zu Solidarität mit sozial benachteiligten Menschen und zu Antirassismus auf. Ausserdem kommen gescheiterte Beziehungen, herrschende soziale Kälte und Depressionen zur Sprache. Mit der Gruppe Noti Wümié spielte Greis zusammen mit dem Gitarristen Benjamin Noti eine neue Form von Rap, gemischt mit Stand-Up comedy und Improvisationsmusik. [3]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[4]
Eis
  CH 70 16.02.2003 (3 Wo.)
Prestige (mit Taz, Claud und Curse)
  CH 20 13.02.2005 (5 Wo.)
2
  CH 18 02.12.2007 (11 Wo.)
3
  CH 11 08.11.2009 (5 Wo.)
Me Love
  CH 6 29.04.2012 (8 Wo.)
Hünd i parkierte Outos
  CH 4 29.11.2015 (… Wo.)
Singles[4]
Dounia (ft. Samir Essahbi & Baze)
  CH 89 01.06.2003 (2 Wo.)
Si tu aimes (mit Sens Unik & Stress)
  CH 89 01.06.2003 (2 Wo.)
Jede Rappe zellt (mit Adrian, Muriel und SAD)
  CH 46 03.01.2010 (1 Wo.)

Alben

  • 2003: Eis
  • 2004: Eifach nüt (PVP); Prestige (Taz.Greis.Claud.Curse)
  • 2005: Ke Summer (Chlyklass)
  • 2005: daladal.art.05 (swiss rap meets tanzanian bongo flava)
  • 2006: Rogue State of Mind (Sampler mit Godessa aus Südafrika und weiteren Schweizer und afrikanischen Rappern)
  • 2007: "2"
  • 2008: Rollin'500 (PVP/Chlyklass); Rogue State of Mind II (Rogue State Alliance); Winnetou Bühler (Krneta, Greis & Apfelböck)
  • 2009: "3"
  • 2011: Es geit (PVP)
  • 2012: Me Love
  • 2013: Greis Anatomy
  • 2015: Wieso immer mir? (Chlyklass);
  • 2015: Hünd i parkierte Outos

EPs

  • 1999: Äsche zu Stoub (PVP)
  • 2001: From Hell to Heaven and Back (PVP)
  • 2002: Hersh n’Bersh (Chlyklass)
  • 2005: Aus Abfackle (PVP)
  • 2013: Madeleine (Noti Wümié)

Singles

  • 2003: Dounia; Global
  • 2008: Teil vo dr Lösig / La Methode
  • 2008: Nur 1 Tropfe / Une seule goutte
  • 2009: Teil vom Problem; Myekeleni
  • 2010: Bien Avant; So Leid (Maxi); Temps Passe
  • 2012: Enfant des Étoiles
  • 2015: Santa Maria
  • 2015: Toujours Ensemble
  • 2016: Weni Denn feat. Lo & Leduc
  • 2016: Die Strass, won i drann wohne (Noti Wümié)

Sonstige Veröffentlichungen

  • 2013: Double deuil feat. Bertrand Bitz (Kompilationsbeitrag Bock uf Rock Vol. 6)[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Beschreibung zur CD, abgerufen am 11. Juli 2010
  2. Artikel der Berner Zeitung, abgerufen am 27. Februar 2013
  3. Info auf aightgenossen.ch (Memento vom 26. November 2007 im Internet Archive)
  4. a b Chartdiskografie Schweiz
  5. BOCK UF ROCK Eine sechste Bock uf Rock zum runden Geburtstag. In: trespass.ch. 28. August 2013. Abgerufen am 19. Oktober 2013.