Stress (Musiker)

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Stress (2012)

Stress (* 25. Juli 1977 in Tallinn[1]; auch Billy Bear, bürgerlich Andres Andrekson) ist ein Schweizer Rapper aus Lausanne.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Alter von zwölf Jahren zog Andrekson mit seiner Familie aus der Sowjetunion in die Schweiz und wurde später Schweizer Bürger. Er studierte Wirtschaft an der Universität Lausanne und arbeitete danach in der Abteilung Marketing der Firma Procter & Gamble in Genf. Von 2008 bis 2012 war er mit der Schauspielerin und Ex-Miss Schweiz Melanie Winiger verheiratet.[2][3] Ab 2012 war er für fast zehn Jahre mit Model Ronja Furrer liiert.[4]

Im November 2010 gründete er sein Modelabel Bear Inc. bei Metro Boutique. Er war zwischen Januar 2013 und April 2014 Jurymitglied und Coach in der Gesangs-Castingshow The Voice of Switzerland.

Momentan lebt Stress in Zollikerberg.[5]

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stress war schon in Frankreich und Deutschland bekannt, bevor er in der Schweiz den Durchbruch schaffte. Er war elf Jahre lang Mitglied der erfolgreichen Hip-Hop-Gruppe Double Pact und arbeitete während dieser Zeit mit Szenegrössen wie Freundeskreis und Massive Töne zusammen. Die Band löste sich 2006 auf, die Mitglieder treten aber weiterhin gemeinsam auf.

2003 erschien Stress' erstes Soloalbum Billy Bear. Mit der zusammen mit Xavier Naidoo aufgenommenen Singleauskopplung Tu me manques gelang dem Rapper dabei der landesweite Durchbruch. Zwei Jahre später kam mit 25.07.03 die Fortsetzung zu Billy Bear in die Geschäftsläden. Es folgte das Album Renaissance, welches sofort Platin-Status erreichte.

Im Oktober 2007 veröffentlichte Stress eine neue Single mit dem Namen On n'a qu'une terre („Wir haben nur eine Erde“), in der er sich mit den Themen Globale Erwärmung und Ressourcenknappheit beschäftigt. Das Lied und den Clip produzierte er im Rahmen einer Werbekampagne des Detailhandelkonzerns Coop.

Stress erhielt bei den ersten Swiss Music Awards 2008 in der Kategorie „Best Song National“ mit On n’a qu’une terre, in der Sparte „Best Album Urban National“ mit Renaissance und in der Sparte „Best Video National“ mit Mais où eine Auszeichnung.

2009 wurde Stress mit dem Fischhof-Preis der Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus (GRA) ausgezeichnet. Die Jury begründete ihre Wahl damit, dass Stress „mit seinem Engagement die Jugend dazu animiert, sich aktiv an der politischen und gesellschaftlichen Gestaltung unseres Landes zu beteiligen.“[6][7] Die Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus veranstaltete 2009/2010 in Zusammenarbeit mit der Eidgenössischen Fachstelle für Rassismusbekämpfung den Video-Contest Lève-toi! Steh auf gegen Rassismus, aus dessen Beiträge ein Musikvideo mit Stress geschnitten und mit dem Song La peur de l’autre untermalt wurde.[8]

Textinhalte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für Stress repräsentiert die Musik seine Gefühle und seine persönliche Balance. In Musikstücken stellt er auch sein eigenes Leben dar. Seine Lieder enthalten häufig klare Botschaften gegen jegliche Form von Rassismus und politischen Extremismus. Stress behandelt Themen wie Drogen, Gefühle, Sehnsüchte, Alkohol, Gefängnis, Politik und Liebe.

In dem Lied F*ck Blocher[9][10] macht er sich zusammen mit Greis und Bligg[9] über Alt-Bundesrat Christoph Blocher und seine Partei, die SVP, lustig. Seiner Meinung nach finanziert die SVP ihre Werbekampagnen mit Millionen von renommierten Schweizer Grossfirmen und manipuliert mit den provokanten Werbungen die Wähler.

25.07.03[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An seinem Album 25.07.03 arbeitete Stress eineinhalb Jahre. Zunächst stellte er seine Arbeit in einer Firma in den Vordergrund, danach widmete er sich vollständig dem Erstellen der Texte und der Aufnahmen im Studio. Das Album 25.07.03 benannte Stress nach dem Datum der Trennung von seiner Ehefrau. Sie waren nur vier Monate lang verheiratet. Titel und Cover des Albums nehmen Bezug auf Stress' Absicht, sein Werk als persönliches Tagebuch zu gestalten. Er greift darin Themen auf, wie die Beziehung zu seinem Vater oder die Trennung von seiner Frau.

Nachdem die erste Auflage Goldstatus erreichte, entschied man sich, das Album in einer neuen Edition zu veröffentlichen, welche 25.07.03 Gold Edition genannt wurde.

Nach seiner Trennung von Melanie Winiger entstand im Sommer 2012 das Projekt Noël's Room, in welchem Stress zusammen mit Karolyn, M.A.M., Bastian Baker und Noah Veraguth die Trennung verarbeitete.

Schauspiel und Filmmusik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stress war Teilnehmer der Doku-Soap Der Match des Schweizer Fernsehens. Ausserdem spielte er verschiedene Schurkenrollen in den Filmen Redemption, Verso und Breakout und steuerte zu mehreren Filmen die Titelmusik bei.

2022 nahm er an der dritten Staffel Sing meinen Song – Das Schweizer Tauschkonzert teil.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartsChartplatzierungen[11]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 CH
2003 Billy Bear
Universal Music Group
CH20
Gold
Gold

(22 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 10. Februar 2003
2005 25.07.03
Universal Music Group
CH3
Gold
Gold

(55 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 12. Februar 2005
2007 Renaissance
Universal Music Group
CH1
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(89 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 16. Februar 2007
2009 Des rois, des pions et des fous
Universal Music Group
CH1
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(72 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 3. April 2009
2011 Renaissance II
Universal Music Group
CH1
Gold
Gold

(25 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 7. Oktober 2011
2012 Noël’s Room
Universal Music Group
CH1
(20 Wo.)CH
mit Noah Veraguth & Bastian Baker
Erstveröffentlichung: 23. November 2012
2013 Golden Greats
Universal Music Group
CH12
(8 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 8. März 2013
2014 Stress
Universal Music Group
CH3
Gold
Gold

(21 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 28. November 2014
2019 Sincèrement
Universal Music Group
CH9
(3 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 4. Oktober 2019
2022 Libertad
Universal Music Group
CH5
(5 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 25. Februar 2022

EPs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartsChartplatzierungen[11]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 CH
2021 FEAT. Hits CHCH
Compilation EP
ISSA VIBE CHCH
Compilation EP

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartsChartplatzierungen[11]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 CH
2003 Tu me manques
Billy Bear
CH20
(11 Wo.)CH
2004 Tout l’amour
CH42
(7 Wo.)CH
Si tu aimes
CH63
(3 Wo.)CH
mit Sens Unik und Greis
2005 Libéré
25.07.03
CH6
(16 Wo.)CH
2007 Avenues
Renaissance
CH4
(19 Wo.)CH
Rester soi-même
Renaissance
CH16
(26 Wo.)CH
On n’a q’une terre
Renaissance
CH5
Gold
Gold

(72 Wo.)CH
2009 V
Des rois, des pions et des fous
CH30
(8 Wo.)CH
Tous les mêmes
Des rois, des pions et des fous
CH16
(26 Wo.)CH
feat. Karolyn
Stahn uf
CH1
(26 Wo.)CH
Saint Profit
Des rois, des pions et des fous
CH41
(9 Wo.)CH
feat. Karolyn
Si loin
Des rois, des pions et des fous
CH16
(14 Wo.)CH
2010 C’est réel
CH9
(7 Wo.)CH
2011 Au poste
Renaissance II
CH43
(8 Wo.)CH
Fuck Stress
Renaissance II
CH70
(1 Wo.)CH
Elle
Renaissance II
CH7
Platin
Platin

(26 Wo.)CH
feat. Noah Veraguth
2012 Starship
Noël’s Room
CH32
(6 Wo.)CH
mit Noah Veraguth
All My Life
Noël’s Room
CH35
(1 Wo.)CH
mit Noah Veraguth & Bastian Baker
Back in My Life
Noël’s Room
CH34
(12 Wo.)CH
mit Bastian Baker
2014 Love You When I’m High
CH37
(6 Wo.)CH
feat. Sway Clarke II
2015 Horizon
Stress
CH15
(11 Wo.)CH
’95
Stress
CH62
(1 Wo.)CH
feat. M.A.M & Nassi
2022 Just Like I Love You
Libertad
CH58
(2 Wo.)CH

Weitere Singles

  • 2003: Billy Bear/Ma musique meurt
  • 2005: Des fois
  • 2005: Ténèbres (feat. Mark Angelil)
  • 2005: Game
  • 2006: Time Club (feat. Griot & Karolyn)
  • 2007: Mais où?
  • 2021: Bye (feat. Nacim, CH: GoldGold)

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erhaltene Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Schweizer Illustrierte online, VIP-Lexikon (Memento vom 17. April 2013 im Internet Archive)
  2. Melanie Winiger und Stress haben sich getrennt in: Basler Zeitung vom 13. September 2011.
  3. Winiger und Stress: Jetzt sind sie offiziell geschiedene Leute. In: glanz & gloria. 9. August 2012.
  4. Für Ronja und den Rapper gab es neben Liebe auch Stress, SI, 13. Januar 2022
  5. So wohnt, chillt und singt Stress am Zollikerberg. Abgerufen am 18. Februar 2019 (Schweizer Hochdeutsch).
  6. Fischhof-Preis. Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus (GRA), abgerufen am 13. August 2010.
  7. sda: Auszeichnung für Rapper Stress. Neue Zürcher Zeitung, 25. August 2009, abgerufen am 13. August 2010.
  8. Lève-toi! Der Videoclip gegen Rassismus mit Stress. GRA, 29. Oktober 2009, abgerufen am 13. August 2010.
  9. a b hitparade.ch: Stress Feat. Greis et Bligg – F*ck Blocher
  10. Discography. stressmusic, 25. Juli 2003, abgerufen am 30. April 2008.
  11. a b c Chartquellen: CH
  12. a b c Swiss Music Awards: Rapper Stress sahnt ab. Abgerufen am 27. Dezember 2020.
  13. MTV EMA (Best Swiss Act) Winners. Abgerufen am 27. Dezember 2020.
  14. a b Swiss Music Awards 2010: Die Gewinner, die Show. Abgerufen am 27. Dezember 2020.
  15. Swiss Music Awards 2012: Das sind die Nominierten(77 Bombay Street). Abgerufen am 27. Dezember 2020.
  16. a b Swiss Music Award 2013: Alle Gewinner (Stress & Co.) und Ticker. Abgerufen am 27. Dezember 2020.
  17. Swiss Music Awards 2015: Alle Gewinner. Abgerufen am 27. Dezember 2020.