Grom-Klasse

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Grom-Klasse
Die Grom
Die Grom
Schiffsdaten
Land PolenPolen (Seekriegsflagge) Polen
Schiffsart Zerstörer
Bauwerft J. Samuel White & Co Ltd., Cowes
Bauzeitraum 1935 bis 1937
Stapellauf des Typschiffes 20. Juli 1936
Gebaute Einheiten 2
Dienstzeit 1937 bis 1976
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
114 m (Lüa)
Breite 11,3 m
Tiefgang max. 3,3 m
Verdrängung Standard: 1.975 ts
Normal: 2.183 ts
Maximum: 2.400 ts
 
Besatzung 192 Mann
Maschinenanlage
Maschine 2 × Parsons-Turbine
Maschinen-
leistung
54.000 PS (39.717 kW)
Höchst-
geschwindigkeit
39,5 kn (73 km/h)
Bewaffnung

Die Grom-Klasse war eine Zerstörer-Klasse der polnischen Marine im Zweiten Weltkrieg und danach.

Die beiden polnischen Kriegsschiffe wurde in Großbritannien zwischen 1935 und 1937 gebaut, im Rahmen der Operation Peking vor Kriegsbeginn nach Großbritannien evakuiert und nahmen an diversen alliierten Seeoperationen des Zweiten Weltkrieges teil.

Bau und konstruktive Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um die veralteten Zerstörer der Wicher-Klasse zu ergänzen, bestellte die polnische Marine bei der britischen Werft John Samuel White & Co Ltd. in Cowes auf der Isle of Wight zwei modernere schwere Zerstörer. Der Baubeginn beider Schiffe war 1935. Zum Einsatzkonzept der Schiffe zählte der Küsten- sowie der Geleitschutz.

Mit den drei Dampfkesseln, die über zwei Parsons-Turbinen auf zwei Wellen zusammen 54.000 PS Leistung abgaben, konnten die Zerstörer bis zu 39,5 Knoten fahren, womit sie die Geschwindigkeit der Zerstörer der Farragut-, Porter-, La Fantasque- oder Tribal-Klasse übertrafen.

Die Schiffe waren mit einer Maximalverdrängung von 2.400 ts für die seichten und engen Gewässer der Ostsee relativ groß.

Aufgrund der Schiffsmaße und der Reichweite von 3.500 Seemeilen waren die Zerstörer theoretisch in der Lage, Konvois verbündeter Kräfte von Großbritannien und Frankreich sowohl nach Gdingen als auch nach Constanța in Rumänien zu eskortieren.

Die Błyskawica war fast 40 Jahre im Einsatz und wurde mehrfach umgebaut und modernisiert. Die Umbauten erfolgten 1941, 1942 und 1951. Dabei wurde hauptsächlich die Bewaffnung an die neuen Einsatzaufgaben und die Standards der jeweiligen Verbündeten angepasst.

Schiffe der Klasse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Błyskawica (poln.: „Błyskawica“ - „Blitz“)
    • Kiellegung: September 1935
    • Stapellauf: 1. Oktober 1936
    • Indienststellung: 25. November 1937
    • Geschichte und Verbleib:
      • Ende August 1939 nach Großbritannien evakuiert (Operation Peking)
      • Mai 1940 Teilnahme an der Abwehr des deutschen Unternehmens Weserübung
      • Mai 1940 Teilnahme an der Operation Dynamo
      • Teilnahme an der Atlantikschlacht
      • 1941 Modernisierung und Umbau
      • 8. Juni 1944 Teilnahme am Seegefecht von Ouessant
      • seit 1. Mai 1976 Museumsschiff in Gdingen
  • Orkan wurde geplant, aber nicht gebaut.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • M.J. Whitley: Zerstörer im Zweiten Weltkrieg, Motorbuchverlag, Stuttgart, 2. Auflage 1997, ISBN 3-613-01426-2

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]