Grundsteuer

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Die Grundsteuer (teilweise auch Bodenzins genannt) ist eine Steuer auf das Eigentum, aber auch auf Erbbaurechte an Grundstücken (Substanzsteuer). Bemessungsgrundlage für die Grundsteuer ist meist der Wert des Grundstücks. In vielen Ländern wird der Steuersatz auf kommunaler Ebene festgelegt.

Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Situation in Deutschland ist unter Grundsteuer (Deutschland) detailliert beschrieben.

Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die österreichische Regelung ähnelt der deutschen, Näheres ist unter Grundsteuer (Österreich) beschrieben.

Kanada[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Viele Provinzen in Kanada erheben eine Grundsteuer, deren Höhe sich nach Wert und Nutzung des Grundstücks richtet. Dies ist die Haupteinkommensquelle für die meisten Kommunalverwaltungen in Kanada. Der Steuersatz variiert zwischen den Kommunen, aber meistens wird die Erhebungsgrundlage, Bewertungsverfahren usw. durch Provinzialgesetz festgelegt. Zunehmend wird ein Standardmarktwert verwendet, der in unterschiedlichen Zyklen angepasst wird. Einige Provinzen sehen eine jährliche Anpassung vor, für den Fall, dass der Grundstücksmarkt besonders volatil ist, während andere längere Zeiten zwischen den Neubewertungen verstreichen lassen.

Niederlande[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Grundsteuer (niederländisch: onroerendezaakbelasting, ozb) wird in zwei Teilen von den Kommunen erhoben: auf den Bewohner des Hauses und auf den Besitzer des Hauses. Mieter von Wohnraum zahlen nur den Teil, der auf den Bewohner anfällt. In den letzten Jahren waren Anstiege in dieser Besteuerung von über 10 % in einigen Kommunen Anlass für Besorgnis. 2005 gab es einen Gesetzentwurf im Parlament, dass nur der Anteil des Besitzers beibehalten werden sollte, und dass dieser nicht stärker ansteigen dürfe als die Inflation.

Tschechien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegenstand der Steuer (daň z nemovitých věcí) ist der Besitz von Grundstücken und Gebäuden durch natürliche oder juristische Personen auf dem Gebiet der Tschechischen Republik. Das Gesetz besteht aus zwei Teilen; der erste Teil behandelt die Grundsteuer, der zweite die Gebäudesteuer. Näheres ist unter Grundsteuer (Tschechien) beschrieben.

Als finanzpolitisches Instrument[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Studie des Internationalen Währungsfonds von 2015 verweist explizit auf die Grundsteuer als eine Maßnahme gegen Ungleichheit. So könne „die Umverteilungsrolle der Finanzpolitik durch ein stärkeres Vertrauen auf Vermögens- und Grundsteuern gestärkt werden“.[1]

Historische Formen der Grundsteuer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wiktionary: Grundsteuer – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Era Dabla-Norris, Kalpana Kochhar, Nujin Suphaphiphat, Frantisek Ricka, Evridiki Tsounta: Causes and Consequences of Income Inequality: A Global Perspective. Hrsg.: International Monetary Fund. Juni 2015 (imf.org [PDF]): “Fiscal policy already plays a significant role in addressing income inequality in many advanced economies, but the redistributive role of fiscal policy could be reinforced by greater reliance on wealth and property taxes..”