Gustav Fuchs (Verleger)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Gustav Adolf Fuchs (* 27. Juni 1857 in Heilbronn; † 9. März 1929 in Danzig) war ein deutscher Zeitungsverleger und Mitglied im Danziger Magistrat und später parlamentarischer Senator im Senat der Freien Stadt Danzig.

Leben[Bearbeiten]

Gustav Fuchs machte eine Banklehre und studierte dann Nationalökonomie in Straßburg bei Gustav von Schmoller. Nach dem Studium nahm er verschiedene Tätigkeiten im Bereich des Zeitungswesens auf. Im Jahre 1894 gründete er in Danzig die Firma Fuchs & Cie, an der er Teilhaber war, und den Verlag, der die Zeitung Danziger Neueste Nachrichten herausgab.

Bis zu seinem Tode im Jahre 1929 führte er den Zeitungsverlag. Den Verlag und die Zeitung übernahm daraufhin sein Sohn Hans Fuchs. In Danzig gehörte er als Senator dem Magistrat an und führte dort das Dezernat für die Sparkasse. Für seine Verdienste um die drucktechnische Entwicklung des Zeitungswesens wurde ihm der Ehrentitel Dr.-Ing. ehrenhalber verliehen.

In Danzig wohnte er in der Breitgasse, wo sich auch der Verlag befand.

Gustav Fuchs war früh politisch engagiert und vertrat liberale Positionen. Bei den Reichstagswahl 1887 kandidierter er in Württemberg erfolglos für die Nationalliberale Partei. 1899 wurde er Stadtverordneter, später Mitglied des Magistrats. Nach der Abtrennung Danzigs vom Reich wurde er Staatsrat und war nach der Bildung der Freien Stadt Danzig 1920 bis 1924 parlamentarischer Senator. Er erwarb sich besondere Verdienste um das Theaterwesen, insbesondere um die Waldspiele im Gutenberghain bei Danzig.

Ämter[Bearbeiten]

  • Vorsitzender des Vereins Westpreußischer Zeitungsverleger (bis zur Abtrennung Danzigs vom Deutschen Reich)
  • Vorsitzender des Vereins der Zeitungsverleger im Gebiet der Freien Stadt Danzig

Mitgliedschaften[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mitglied der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft 1927–1929