Gustav Herzog

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Gustav Herzog (2014)

Gustav Herzog (* 11. Oktober 1958 in Harxheim, jetzt Zellertal) ist ein deutscher Politiker (SPD). Seit 1998 ist er Mitglied des Deutschen Bundestages.

Leben und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Mittleren Reife 1974 absolvierte Herzog eine Ausbildung zum Chemielaboranten und war anschließend in diesem Beruf bis 1987 tätig. Er wechselte dann als Mitarbeiter in das Wahlkreisbüro des damaligen Bundestagsabgeordneten Horst Sielaff, wo er bis zu seiner eigenen Wahl in den Bundestag 1998 arbeitete.

Herzog ist evangelisch, verheiratet und Vater von zwei Kindern.[1]

Partei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1975 ist Herzog Mitglied der SPD und seit 1991 Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Donnersberg. Er war 1978 Gründungsmitglied des Ortsvereins Zellertal und von 1986 bis 1999 dessen Vorsitzender.[1]

Abgeordneter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1984 gehört Herzog dem Gemeinderat seines Heimatortes Zellertal an. Hier war er von 1989 bis 1999 auch Vorsitzender der SPD-Fraktion. Daneben war er von 1984 bis 1989 Mitglied des Rates der Verbandsgemeinde Göllheim sowie des Kreistages des Donnersbergkreises.[1]

Seit 1998 ist Herzog Mitglied des Deutschen Bundestages und fungiert seit 2005 als Sprecher der Landesgruppe Rheinland-Pfalz in der SPD-Bundestagsfraktion. Derzeit ist er als ordentliches Mitglied im Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur und als stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft[2] tätig. Zudem ist er Mitglied in der Kommission des Ältestenrats für Informations- und Kommunikationstechnik.[1]

1998 zog Herzog als direkt gewählter Abgeordneter des damaligen Wahlkreises Frankenthal in den Bundestag ein. Seit 2002 vertritt er, jeweils direkt gewählt, den Wahlkreis Kaiserslautern, der die Stadt Kaiserslautern, den Nordteil des Landkreises Kaiserslautern sowie den Donnersbergkreis und den Landkreis Kusel umfasst. Bei der Bundestagswahl 2005 erreichte er in seinem Wahlkreis 44,2 % der Erststimmen und 2009 34,6 %. Damit war er neben Klaus Hagemann der einzige direkt gewählte Vertreter der rheinland-pfälzischen SPD im Bundestag. Bei der Bundestagswahl 2013 gewann er mit 38,5 % im Wahlkreis Kaiserslautern als einziger SPD-Kandidat aus den südlichen Bundesländern Rheinland-Pfalz, Bayern, Baden-Württemberg und Saarland das Direktmandat.

Öffentliche Ämter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herzog war von 1999 bis 2004 ehrenamtlicher Bürgermeister seines Heimatortes Zellertal.[1]

Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1976 ist Herzog Mitglied der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie.[1] Im Deutschen Bundestag ist er Mitglied der Europa-Union und der Deutsch-Südamerikanischen und der Deutsch-Belarussischen Parlamentariergruppe.

Initiativen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herzogs Herkunftsregion, das Zellertal, gehört zum pfälzischen Weinbaugebiet. 2002 war er Mitinitiator des Parlamentarischen Weinforums, einer überparteilichen Initiative von Bundestagsabgeordneten, die empfiehlt, bei offiziellen Anlässen deutschen Wein anzubieten. Seit der Neugründung des Forums im Jahr 2014 obliegt Herzog die Funktion des Koordinators.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gustav Herzog – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f Über mich. Website von Gustav Herzog, abgerufen am 6. November 2018.
  2. Mitglieder des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft (Memento vom 27. April 2015 im Internet Archive) bundestag.de, online, abgerufen am 18. September 2014.
  3. Weinforum gründet sich neu. Markus Tressel MdB, abgerufen am 6. November 2018.