Gustav Trunk

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Gustav Trunk

Gustav Josef Ludwig Trunk (* 24. Juli 1871 in Waldprechtsweier; † 23. April 1936 in Karlsruhe) war ein deutscher Jurist und Politiker der Zentrumspartei.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Trunk wurde als Sohn des Lehrers Valentin Magnus Trunk geboren. Nach dem Abschluss der 6. Volksschulklasse trat er im Alter von 12 Jahren in die Lendersche Lehranstalt ein. Da diese damals nur bis zur Untersekunda zu besuchen war, verließ er Sasbach im Jahre 1888 und beendete seine Gymnasialzeit in Rastatt. Nach dem Abitur studierte er Rechtswissenschaften in Berlin und Heidelberg. Dort wurde er Mitglied der K.D.St.V. Arminia Heidelberg. Nach seiner Promotion ließ er sich 1900 als Rechtsanwalt in Karlsruhe nieder.

Seine erste Stelle trat Trunk als Rechtspraktikant in Plankstadtan. Er heiratete 1897 Emma Eppel aus Baden-Baden und bezog gemeinsam mit ihr im selben Jahr seine erste Wohnung im Rathaus in Wolfach. Während seiner Stelle als Amtsdiener wurde er Vater eines Sohnes und einer Tochter.

Trunk schloss sich der Zentrumspartei an, wohl aufgrund des starken Einflusses seines Vorbildes Franz Xaver Lenders. Später wurde er Vorsitzender in Karlsruhe. Von 1911 bis 1919 war er Ratsmitglied der Stadt Karlsruhe. Von 1919 bis 1930 war er Mitglied des badischen Landtags.

Trunk war 1918/19 Minister für Ernährungswesen und von 1919 bis 1929 Minister der Justiz in Baden. Vom 14. August 1920 bis zum 23. November 1921, vom 23. November 1925 bis zum 23. November 1926 sowie vom 3. Februar bis 23. November 1927 amtierte er als badischer Staatspräsident und Chef der Kabinette Trunk I und Trunk II.

Wohl wegen des Todes seiner Frau und einer gewissen Politikmüdigkeit zog er sich bis 1930 aus allen öffentlichen Ämtern und Mandaten zurück. Am 23. April 1936 starb Gustav Trunk an Urämie. Er liegt auf dem Friedhof in Baden-Baden begraben.

Er war neben seiner politischen Arbeit weiterhin als Anwalt tätig. Er vertrat häufig badische Bauernvereine.