Waghäusel

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Waghäusel
Waghäusel
Deutschlandkarte, Position der Stadt Waghäusel hervorgehoben
Koordinaten: 49° 15′ N, 8° 31′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Karlsruhe
Höhe: 104 m ü. NHN
Fläche: 42,84 km2
Einwohner: 21.525 (31. Dez. 2017)[1]Vorlage:Infobox Verwaltungseinheit in Deutschland/Wartung/Noch nicht auf Metavorlage umgestellt
Postleitzahl: 68753
Vorwahl: 07254
Kfz-Kennzeichen: KA
Gemeindeschlüssel: 08 2 15 106
Adresse der
Stadtverwaltung:
Gymnasiumstraße 1
68753 Waghäusel
Webpräsenz: www.waghaeusel.de
Oberbürgermeister: Walter Heiler (SPD)
Lage der Stadt Waghäusel im Landkreis Karlsruhe
Karlsdorf-NeuthardMalsch (Landkreis Karlsruhe)Malsch (Landkreis Karlsruhe)BrettenBruchsalBruchsalEttlingenForst (Baden)GondelsheimHambrückenKronauKürnbachMarxzellOberderdingenÖstringenPhilippsburgSulzfeld (Baden)Ubstadt-WeiherWalzbachtalWeingarten (Baden)ZaisenhausenKarlsbad (Baden)KraichtalGraben-NeudorfBad SchönbornPfinztalEggenstein-LeopoldshafenLinkenheim-HochstettenWaghäuselOberhausen-RheinhausenRheinstettenStutenseeWaldbronnDettenheimKarte
Über dieses Bild

Die Große Kreisstadt Waghäusel liegt am Nordrand des Landkreises Karlsruhe in Baden-Württemberg. Sie besteht aus drei Stadtteilen (Wiesental, Kirrlach, Waghäusel) und ist nach dem kleinsten und jüngsten dieser drei benannt.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kloster Waghäusel

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waghäusel liegt in der Oberrheinischen Tiefebene, etwa in der Mitte zwischen den Städten Karlsruhe und Mannheim.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Waghäusel besteht aus den drei Stadtteilen Waghäusel (1.174 Einwohner), Kirrlach (9.753 Einwohner) und Wiesental (10.598 Einwohner)[2]. Die räumlichen Grenzen der Stadtteile sind diejenigen der früheren Gemeinden gleichen Namens mit Ausnahme des Gebietes im Geltungsbereich des Bebauungsplanes „Gewerbegebiet Löcherjagen II“, das früher zum Gebiet der Gemeinde Waghäusel gehörte, heute jedoch zum Stadtteil Kirrlach. Die Stadtteile bilden zugleich Wohnbezirke im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung.[3]

Zu den Stadtteilen Kirrlach und Waghäusel gehören jeweils nur die gleichnamigen Dörfer. Zum Stadtteil Wiesental gehören das Dorf Wiesental und die Häuser bei der Schönborner (Neudorfer) Mühle, Bahnstation Waghäusel und Bahnstation Wiesental.[4]

Der flächenmäßig größte Stadtteil ist Wiesental mit 2.124 ha, gefolgt von Kirrlach mit 1.938 ha und Waghäusel mit 222 ha. Die Gesamtfläche der Gemarkung beträgt somit 4.284 ha. Hiervon sind 844 ha Siedlungs- und Verkehrsfläche, 1.268 ha landwirtschaftlich genutzt, sowie 2.172 ha mit Wald, Wasser und sonstige Fläche.[5]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum 19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebiet des heutigen Waghäusel kam durch Schenkungen der Salierkaiser Heinrich III. und Heinrich IV. zwischen 1056 und 1063 an das Hochstift Speyer, wo es bis zur Säkularisation der Fürstbistümer aufgrund des Reichsdeputationshauptschlusses 1806 blieb. Anschließend kam das Gebiet an das Großherzogtum Baden.

Gedenktafel für die gefallenen badischen Revolutionäre

Im Gefecht bei Waghäusel am 21. Juni 1849 standen sich badische Revolutionstruppen unter Franz Sigel und eine Invasionsarmee unter preußischer Führung gegenüber. Die badischen Truppen konnten die Invasoren an diesem Tag zwar schlagen, doch sie setzten nicht konsequent genug nach, so dass sich die Preußen reorganisieren konnten und die Revolutionäre schließlich aufrieben.

20. und 21. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die heutige Gemeinde wurde am 1. Januar 1975 durch Vereinigung der Gemeinden Kirrlach, Waghäusel und Wiesental gebildet. Ursprünglich sollte die neue Gemeinde den Namen Lusshardt erhalten.[6] Die Erhebung zur Stadt erfolgte zum 1. Mai 1984. Seit 2003 ist Waghäusel ein Unterzentrum. Die Marke von 20.000 Einwohnern wurde 2005 überschritten.[7]

Auf Antrag der Stadt hat das Landeskabinett Baden-Württembergs in seiner Sitzung am 30. April 2013 beschlossen, die Stadt Waghäusel zum 1. September 2013 zur Großen Kreisstadt zu ernennen. Damit ist sie die 93. Große Kreisstadt in Baden-Württemberg.

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waghäusel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen Waghäusel – 1974

Die Ortschaft Waghäusel selbst hat ihren Ursprung in einem 1616 von Kapuzinern auf Einladung von Fürstbischof Philipp Christoph von Sötern gegründeten Kloster neben der Marienwallfahrtskirchel. Erst mit dem Bau eines Jagdschlosses, der Eremitage, 1724 bis 1729 durch Fürstbischof Hugo Damian von Schönborn siedelte sich jedoch eine größere Anzahl von Menschen an. Trotzdem blieb die Siedlung lange unselbständig, seit 1847 gehörte sie zu Oberhausen. Erst 1930 wurde Waghäusel selbständig. 1945 zählte Waghäusel 298 und 1950 bereits 329 Einwohner; davon waren 63 Heimatvertriebene. Bis 1973 gehörte die Gemeinde zum Landkreis Bruchsal, der dann im Landkreis Karlsruhe aufging.

Kirrlach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen Kirrlach

Kirrlach wurde erstmals 1234 in einer Urkunde des Stiftes St. German bei Speyer erwähnt. Die Urkunde vom 4. Mai 1234 nennt den ursprünglichen Namen von Kirrlach: Kirloch („Kirche im Wald“). Diese Urkunde ist unbeschädigt erhalten und wird im Generallandesarchiv in Karlsruhe sicher aufbewahrt. Kirrlach gehörte damals (und bis 1806) zum Hochstift Speyer.

Während des Zweiten Weltkrieges befand sind im Gewann Löcherjagen ein Militärflughafen. Dennoch wurde der Ort nur am 27. März 1945 bei einem Artilleriebeschuss kaum beschädigt, bei dem drei Menschen ums Leben gekommen sind. Am 1. April 1945 starben zwei Kirrlacher bei der Reparatur eines Geschützes. 1945 zählte Kirrlach 4.649 und 1950 bereits 6.134 Einwohner; davon waren 750 Heimatvertriebene.

Wiesental[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen Wiesental

Bereits in römischer Zeit war das Gebiet besiedelt. In der Gemarkung von Wiesental liegt das Kastell Wagbach aus dem späten 1. Jahrhundert und ein dazugehöriger Vicus. Die Gründung des neuzeitlichen Ortes Wiesental erfolgte 1297 auf Anweisung von Fürstbischof Friedrich von Bolanden.[8] Die planmäßige Anlage als Straßendorf längs des Wagbachs ist noch in der Parzellierung der Grundstücke längs der Kirchstraße bzw. Wagbachstraße zu erkennen, die bis auf wenige Bauten in den Querstraßen bei der Kirche noch im 18. Jahrhundert die gesamte Bebauung des Ortes ausmachten. Aufgrund der Säkularisation fiel Wiesental ebenfalls 1806 an Baden. Bis ins frühe 20. Jahrhundert entstand mit der Schanzen- bzw. Lußhardtstraße eine westliche Siedlungserweiterung parallel zur älteren Siedlungsstruktur, seine heutige Ausdehnung hat der Ort im Wesentlichen erst im späten 20. Jahrhundert erreicht.

Während des Zweiten Weltkrieges wurde Wiesental in der Nacht vom 6. auf den 7. Mai 1942 durch eine Luftmine an der unteren Ende der Lußhardtstraße und am 21. Januar 1945 weitere Gebiete bombardiert, wodurch insgesamt 41 Menschen ums Leben gekommen sind und über 100 Gebäude, wie etwa die Kirche, zum Teil stark beschädigt wurden. 1945 zählte Wiesental 4.809 und 1950 bereits 5.977 Einwohner; davon waren 615 Heimatvertriebene.[9]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wiesental Erlöserkirche 20110228.jpg
Evangelische Erlöserkirche in Wiesental
Waghäusel Rathaus 20110228.jpg
Rathaus

Der überwiegende Teil der Bevölkerung gehört der römisch-katholischen Kirche an. Auch heute gibt es in allen drei Teilorten eine römisch-katholische Kirche. Durch die Bevölkerungsentwicklung gibt es eine evangelische Gemeinde, sowie eine Moschee in der Stadt. Auch gibt es zwei Gemeinden der Zeugen Jehovas, Waghäusel-Ost und Waghäusel-West, wobei letztere auch ein Programm in Deutscher Gebärdensprache anbietet. Die evangelische Kirchengemeinde besteht seit 1860 und hatte über 100 Jahre ihr Zentrum in einem großen Betsaal in der Eremitage direkt neben dem Kloster und der Wallfahrtskirche.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ergebnisse Oberbürgermeisterwahlen 2015[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Walter Heiler: 4941 Stimmen 61,94 %
  • Jimmy Jüttner: 2908 Stimmen 36,45 %

gesamte gültige Stimmen: 7977 Stimmen Wahlbeteiligung: 48,01 %

Gemeinderatswahl 2014[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • CDU 35,2 % (+/- 0) – 10 Sitze (-)
  • SPD 27,0 % (−7) – 8 Sitze (−2)
  • FW 17,4 % (−2,6) – 5 Sitze (+/-0)
  • JL 10,7 % (+/- 0) – 3 Sitze (+/-0)
  • NEW - Neues Engagement für Waghäusel 9,2 % (+9,2) - 3 Sitze (+3)

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: In gespaltenem Schild vorn in Gold eine rote Kapelle, hinten in Blau ein durchgehendes geschliffenes silbernes Kreuz.

Die Kapelle stellt die namensgebende Wallfahrtskirche Waghäusel dar. Das Speyrer Kreuz weist auf die jahrhundertelange Zugehörigkeit zum Hochstift Speyer hin.

Das Wappen der ehemaligen Gemeinde Waghäusel vor der Gemeindereform zeigt in Silber drei blaue Zuckerhüte. Die Zuckerhüte nehmen Bezug auf die 1837 gegründete Zuckerraffinerie, das Wappen wurde anlässlich der Erhebung zur selbstständigen Gemeinde 1930 verliehen. Das Wappen der ehemaligen Gemeinde Kirrlach zeigt in Grün ein aufrecht stehendes, nach rechts gewendetes silbernes Beil mit schwarzem Stiel. Bei dem Beil handelt es sich auf alten Siegeln aus dem 18. Jahrhundert noch um eine Fleischhacke, deren Form sich später zum Beil gewandelt hat. Die Beschreibung als Beil wurde auf Wunsch der Gemeinde bei der Wappenverleihung 1959 beibehalten. Das Wappen der ehemaligen Gemeinde Wiesental zeigt in Blau ein silbernes Herz. Das Herz geht auf ein Wiesentaler Gerichtssiegel von 1767 zurück, das ein Herz über einem sechsstrahligen Stern gezeigt hat. Seit dem frühen 19. Jahrhundert kam nur noch das Herz in Siegeln zur Abbildung. Das Wappen mit Herz in den speyerischen Farben wurde 1907 festgelegt.[10]

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waghäusel hat Städtepartnerschaften mit folgenden Städten im Ausland:

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fernmeldeturm Waghäusel-Wiesental

Die Schließung der Produktionsstätte der Südzucker AG 1995 war ein schwerer Schlag für die Stadt Waghäusel. Jedoch hat sich in den insgesamt acht Gewerbegebieten der Stadt, einschließlich des ehemaligen Südzucker-Geländes, welches die Stadt zu dem symbolischen Preis von 1 DM erwerben konnte, eine breite Mischung von Unternehmen angesiedelt.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waghäusel liegt verkehrsgünstig. Die fünf Kilometer entfernte Anschlussstelle Kronau/Waghäusel der A 5 bindet die Stadt an das Fernstraßennetz an. Die Bundesstraße 36 (Mannheim – Lahr/Schwarzwald) führt direkt an der Stadt vorbei.

In der großen Kreisstadt gibt es zwei Bahnhöfe, die beide an der Rheinbahn (MannheimKarlsruhe) liegen und von der Deutschen Bahn in der Regel im Halbstundentakt bedient werden. Der Bahnhof Waghäusel grenzt an den Südwesten des Stadtteils Waghäusel. Hier halten Regionalbahn- und Regionalexpress-Züge. Der Bahnhof Wiesental (offiziell: Haltepunkt Wiesental) liegt im Südwesten des Stadtteils Wiesental und wird nur von Regionalbahn-Zügen bedient. Im Zuge der 2. Ausbaustufe der S-Bahn RheinNeckar werden beide Stationen seit Mitte 2017 S-Bahn gerecht umgebaut und sollen ab Dezember 2020 durch die neue S-Bahn-Linie S 8 bedient werden.

Zuglinien in Waghäusel
Linie Fahrtverlauf
RB 2 Karlsruhe HbfGraben-NeudorfWiesentalWaghäuselHockenheimSchwetzingenMannheim Hbf (– Biblis)
RE 2 Karlsruhe HbfGraben-NeudorfWaghäuselHockenheimSchwetzingenMannheim Hbf

Die Stadtteile der Stadt werden ebenso durch die Buslinien 125, 126, 127, 128 und 193 des KVV mit dem Umland verbunden.

Buslinien in Waghäusel
Linie Fahrtverlauf
125 Kirrlach – Waghäusel – Wiesental – Hambrücken – Forst – Bruchsal – Karlsdorf – Spöck – Karlsruhe
126 Waghäusel – Wiesental – Graben-Neudorf
127 Wiesental – Philippsburg
128 Altlußheim – Rheinhausen – Oberhausen – Waghäusel
193 Bad Schönborn – Kronau – Kirrlach – Waghäusel – Wiesental – Philippsburg – Rheinsheim

In Waghäusel treffen zwei Verkehrsverbünde aufeinander; die Stadt (mit allen drei Stadtteilen) gehört sowohl zum Tarifgebiet des Karlsruher Verkehrsverbundes (KVV) als auch zum Tarifgebiet des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar (VRN). Fahrkarten beider Verkehrsverbünde werden im Stadtgebiet anerkannt. Für Fahrten zwischen den Stadtteilen werden jedoch ausschließlich Tickets des KVV ausgestellt. Auf der Bahnstrecke Karlsruhe – Mannheim gilt: Waghäusel ist die letzte Station, an der KVV-Fahrten gelten, Wiesental die letzte, an der die Tickets des VRN gelten.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Großen Kreisstadt Waghäusel gibt es neben vier Grundschulen an fünf Standorten und eine Realschule. Seit dem Schuljahr 2014/2015 gibt es auch eine Gemeinschaftsschule, an welcher die zwei bisherigen Werkrealschulen auslaufen.

  • Bolandenschule I (Grundschule), Wiesental
  • Bolandenschule II (Grundschule, Gemeinschaftsschule), Wiesental
  • Goetheschule (Grundschule), Kirrlach
  • Johann-Peter-Hebel-Realschule, Waghäusel
  • Schillerschule (Grundschule, Gemeinschaftsschule), Kirrlach
  • Wilhelm-Busch-Grundschule, Waghäusel

Daneben war in letzter Zeit diskutiert worden, auch eine gymnasiale Oberstufe in Waghäusel einzuführen.

Neben den Allgemeinbildenden Schulen gibt es noch die Musikschule Waghäusel-Hambrücken sowie die Volkshochschule mit Außenstellen in Kirrlach und Wiesental.

Telekommunikation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ortsteil Wiesental befindet sich seit 1969 der Fernmeldeturm Waghäusel, ein 131 Meter hoher Fernmeldeturm (Typenturm vom Typ FMT 6) der Deutschen Telekom in Stahlbetonbauweise.

Hilfsorganisation THW[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW), Ortsverband Waghäusel, ist zum Schutz der Bevölkerung schon seit fast 50 Jahren im Waghäuseler Ortsteil Wiesental ansässig. Tätigkeitsschwerpunkte sind Hilfs- und Schutzmaßnahmen nach Unwetter- und Unglücksfällen (z. B. Elbhochwasser 2002) sowie Unterstützung der Polizei und Staatsanwaltschaft nach schweren Verkehrsunfällen, überwiegend auf den Autobahnen A5 und A8. Hierzu zählen vor allem auch Einsätze nach starken Schnee- und Regenfällen sowie nach Stürmen. Außerdem unterstützt die Waghäuseler Spezialeinheit die Polizei bei Verkehrskontrollen mit umfangreicher Beleuchtungsausrüstung. Zahlreiche humanitäre Hilfstransporte sowie Einsätze nach Katastrophen im Ausland (z. B. nach dem Tsunami in Sri Lanka) haben zur mittlerweile bundesweiten Bekanntheit des Waghäuseler Ortsverbandes beigetragen.

Sehenswürdigkeiten und Kulturelles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waghäusel Marienwallfahrtskirche 20110228.jpg
Wallfahrtskirche mit Kloster
Waghäusel Eremitage Haupteingang 20110228.jpg
Hauptgebäude der Eremitage

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Waghäusel gibt es mehrere interessante und sehenswerte Bauwerke, an denen die Geschichte der Stadt betrachtet werden kann.

  • Marienwallfahrtskirche im Stadtteil Waghäusel
  • Eremitage – ein achteckiger Schlossbau mit vier Flügeln für Fürstbischof Damian Hugo von Schönborn (Bistum Speyer) auf dem ehemaligen Gelände der Zuckerfabrik, neben der Wallfahrtskirche. Erbaut ab 1724 von Johann Michael Ludwig Rohrer und ab (etwa) 1737 von Johann Balthasar Neumann (1687–1753) erweitert.
  • Freiheitsdenkmal bei der Eremitage
  • Taglöhnerhaus im Stadtteil Kirrlach
  • Gotischer Holzschnitzaltar in der katholischen Kirche St. Kornelius und Cyprian in Kirrlach
  • Altdeutsche Weinstube mit Schanklizenz seit dem 15. Juli 1700 im Stadtteil Kirrlach
  • Die Hagkapelle in Wiesental am oberen Hagweg
  • Katholische Pfarrkirche St. Jodokus, erbaut 1846 im Stadtteil Wiesental, mit Größtem Weihrauchfass der Welt[11]
  • Heimatmuseum des Alten Rathauses im Stadtteil Wiesental
  • Heimatstube im Stadtteil Wiesental
  • Husarendenkmal im Stadtteil Wiesental
  • Marienbrunnen des Bildhauers Klaus Ringwald vor dem Rathaus zur Erinnerung an die Erhebung Waghäusels zur Stadt im Jahre 1984

Ferienstraßen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wiesental und Kirrlach liegen an zwei bedeutenden touristischen Straßen:

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Stadt gibt es neben den Vereinsfesten und Konzerten der Musik- und Gesangsvereine unter dem Jahr mehrere kulturelle Veranstaltungen, zu denen zahlreiche Besucher auch aus anderen Gemeinden kommen:

  • Stadtfest auf dem Gelände der Eremitage, erstmals 2002 (weitere Stadtfeste 2005, 2008 und 2013). Nächstes Stadtfest: August/September 2018
  • Klingende Eremitage, wechselndes kulturelles Programm
  • Faschingsumzug in Wiesental, seit 1984
  • Straßenfest in Kirrlach und Wiesental
  • Frühlingsfest und Kerwe in Kirrlach und Wiesental
  • Stallweihnacht, auf dem Forlenhof
  • Weihnachtsmarkt in Kirrlach und Wiesental

Daneben gibt es mehrere Theatergruppen, die mehrfach im Jahr ihre Stücke vor der Bevölkerung spielen:

  • Amateurtheater "Parole e.V. Wiesental", Pfarrsaal Wiesental
  • Mundart-Theater "Wissädalä Duddärä", Turnhalle Bolandenschule II
  • "Die kleine Bühne", Sängerheim GV Sängerbund 1862 e.V. Wiesental sowie Pfarrsaal Kirrlach
  • "Klimpermimen", Pfarrsaal Wiesental

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Valentin Brenzinger (1910–1986), Geistlicher Rat, Pfarrer in Wiesental von 1947 bis 1980
  • Friedrich Müller (1922–2014), deutscher Politiker (SPD), MdL (Baden-Württemberg), Landrat des ehemaligen Landkreises Bruchsal von 1961 bis 1973
  • Emil Groß (1923–2006), Bürgermeister der Gemeinde Wiesental von 1962 bis 1974
  • Ernst Oechsler (1912–1997), Bürgermeister der Gemeinde Kirrlach von 1948 bis 1974
  • Robert Straub (* 1935 in Kirrlach), Bürgermeister der Stadt Waghäusel von 1975 bis 1999
  • Friedrich Osswald (1914–2008 in Wiesental), Arzt in Wiesental; Ehrenringträger der Stadt Waghäusel

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten, die in Waghäusel gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Artur J. Hofmann / Peter Disson / Klaus Schwabenland: Waghäusel. Kirrlach – Waghäusel – Wiesental. Hrsg. von der Stadt Waghäusel. Ubstadt-Weiher, Verlag Regionalkultur 2005. ISBN 978-3-89735-250-6. 96 S. mit über 330, meist farbigen Abb., Texte deutsch/englisch, Großformat, fester Einband.
  • Heimatvereinen Kirrlach und Wiesental (Hrsg.): Stadtführer Waghäusel. Ubstadt-Weiher, Verlag Regionalkultur 1997. ISBN 978-3-929366-29-7. 80 S. mit 35, meist farbigen Abb., fester Einband.
  • Heimatverein Kirrlach / Heimatverein Wiesental / Stadt Waghäusel (Hrsg.): Waghäuseler Fotoalbum. Alte Bilder aus Kirrlach, Waghäusel und Wiesental bis zur Gemeindefusion 1975. Ubstadt-Weiher, Verlag Regionalkultur 2006. ISBN 978-3-89735-468-5. 168 S. mit ca. 300 Abb., fester Einband.
  • Stadt Waghäusel, Landkreis Karlsruhe, Herausgeber: Dokumentation des städtebaulichen Ideenwettbewerbs zur Neugestaltung des Areals ehem. Zuckerfabrik / Eremitage in Waghäusel. 2002. ISBN 3-934775-09-8
  • Heimatverein Kirrlach: Rolf Schneider, Ortsfamilienbuch Kirrlach 1669–1900, Ubstadt-Weiher, Verlag Regionalkultur 2011. ISBN 3-89735-676-7. 768 Seiten, fester Einband (= Badische Ortssippenbücher 147)
  • Artur J. Hofmann / Katja Hoffmann: Zeittafel zur Geschichte der Großen Kreisstadt Waghäusel mit den Stadtteilen Kirrlach, Wiesental und Waghäusel (2016). Verfügbar unter http://www.waghaeusel.de/site/Waghaeusel+ROOT/get/documents_E-100628609/waghaeusel/Objekte/Hauptamt/Zeittafel.pdf

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Waghäusel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Waghäusel – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Bevölkerungsstand
  2. Stadt Waghäusel: Große Kreisstadt Waghäusel - Einwohnerzahlen. Abgerufen am 20. Februar 2018.
  3. Hauptsatzung der Stadt Waghäusel vom 17. April 2000, zuletzt geändert am 17. September 2001 (PDF; 23 kB)
  4. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band V: Regierungsbezirk Karlsruhe Kohlhammer, Stuttgart 1976, ISBN 3-17-002542-2. S. 127–128
  5. Stadt Waghäusel: Große Kreisstadt Waghäusel - Gemarkung. In: www.waghaeusel.de. Abgerufen am 14. November 2016.
  6. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 482.
  7. http://www.waghaeusel.de/,Lde/startseite/unsere+stadt/chronik.html Geschichte Waghäusels
  8. Historische Webseite zur Gründung von Wiesental
  9. http://www.waghaeusel.de/,Lde/startseite/unsere+stadt/chronik.html Geschichte Waghäusels
  10. Wappenbuch des Landkreises Bruchsal, Bruchsal 1971
  11. Ministranten St. Jodokus Wiesental / VdeM e.V.: Größtes Weihrauchfass der Welt / St. Jodokus Wiesental. Abgerufen am 20. Februar 2018.