György Pauk

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György Pauk (* 26. Oktober 1936 in Budapest) ist ein ungarischer Violinist.

Pauk studierte an der Musikakademie Budapest. Nachdem er mehrere internationale Violinwettbewerbe gewonnen hatte, darunter den Paganini-Wettbewerb für Violine in Genua, den Jacques-Thibaud-Wettbewerb in Paris und den Sonatenwettbewerb der ARD in München, ging er 1961 nach London. Dort debütierte er 1962 mit dem London Symphony Orchestra unter Lorin Maazel. Dies war der Beginn der internationalen Karriere des Musikers, der in der Tradition der ungarischen Violinschule von József Szigeti, Zoltán Székely und Ede Zathureczky steht. Er trat unter Dirigenten wie Pierre Boulez, Sir Simon Rattle, Bernard Haitink, Christoph von Dohnanyi, Gennadi Roschdestwenski, Klaus Tennstedt, Leonard Slatkin und Charles Dutoit auf. 1971 debütierte er auf Einladung von Sir Georg Solti mit dem Chicago Symphony Orchestra in den USA.

Neben dem Violinwerk von Wolfgang Amadeus Mozart und Franz Schubert sowie Béla Bartók umfasst Pauks Repertoire auch zeitgenössische Komponisten wie Witold Lutosławski, Krzysztof Penderecki, Alfred Schnittke, Maxwell Davies, Michael Tippett und William Mathias. Er wirkt als Professor am Royal Academy of Music und am Konservatorium Winterthur. Als Kammermusiker arbeitet er mit Peter Frankl und Ralph Kirshbaum.