Gymnasium Leonhard

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Gymnasium Leonhard
Schulform Gymnasium
Gründung 1813
Adresse

Kohlenberg 17
4051 Basel

Ort Basel
Kanton Basel-Stadt
Staat Schweiz
Koordinaten 611175 / 267033Koordinaten: 47° 33′ 14,1″ N, 7° 35′ 13,5″ O; CH1903: 611175 / 267033
Leitung Christian Döbeli
Website www.gymnasium-leonhard.ch
Gymnasium Leonhard; Gebäude des eh. Gymnasiums am Kohlenberg; das eh. Holbein-Gymnasium befindet sich links davon

Das Gymnasium Leonhard ist ein sprachlich und musisch geprägtes Gymnasium in der schweizerischen Stadt Basel, das sich am Kohlenberg befindet. Es entstand 1997 durch einen Zusammenschluss des Gymnasiums am Kohlenberg und des Holbein-Gymnasiums, die beide in bedeutendem Maße an die alte Tradition des Mädchengymnasiums anknüpften.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon im Gründungsjahr 1777 plante die Gesellschaft für das Gute und Gemeinnützige Basel (GGG) eine «Töchterschule», um die Bildungs- und Berufschancen von Mädchen zu verbessern. Die dann im März 1781 an der Freien Strasse eröffnete Schule wurde aber bereits nach einer zweijährigen Versuchsphase wieder geschlossen.

Erst im Januar 1813 gelang die Gründung einer «Töchterschule», die Bestand haben sollte. 1884 zog die Schule in ein neu erstelltes Gebäude am Kohlenberg. 1899 wurde die Gymnasialabteilung eröffnet, die es den Mädchen in Basel ermöglichte, eine Matura zu machen. 1906 wurde die Töchterschule, im Volksmund als Affenkasten bekannt, nach Plänen von Theodor Hünerwadel erweitert, und 1913 wurde sie als Maturitätsschule eidgenössisch anerkannt. Mit dem Schulgesetz von 1929 wurde die Schule in «Mädchengymnasium» umbenannt und in drei Abteilungen aufgeteilt:

1959 wurde die Schule in die Mädchengymnasien I und II getrennt. Das Mädchengymnasium II bezog ein neu erstelltes Gebäude, das die heutige Weiterbildungsschule Holbein beherbergt. 1968 wurde in den Basler Gymnasien die Koedukation eingeführt, womit auch Knaben die Schulen besuchen durften. Die ehemaligen Mädchengymnasien I und II hiessen nun Kohlenberg- und Holbein-Gymnasium. Im Zuge der durch die Basler Schulreform von acht Jahren auf fünf verkürzten Gymnasialdauer wurden diese zwei Schulen 1997 wieder zusammengeschlossen. Seither besitzt das Gymnasium den heutigen Namen: Gymnasium Leonhard.

2013 gab es das Jubiläum «200 Jahre Höhere Mädchenbildung Basel».

Partnerschulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Juglas-Gymnasium, Lettland (Kontakt seit 1993, seit 1995 jährliche Austausche)
  • Middle School No. 1, Yantai, VR China (Kontakt seit 1998, erster Austausch im Jahre 2000)
  • Wakefield Memorial High School, USA (seit 2003 jährliche Austausche)
  • Zernike College Groningen, Niederlande (seit 2005 jährliche Austausche)
  • Gloucester High School, USA (seit 2006 jährliche Austausche)
  • High School Affiliated to Fudan University, Shanghai, VR China (seit 2011, erster Austausch 2012)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Elfriede Belleville Wiss: Geschichte des Basler Mädchengymnasiums. In: Ursa Krattiger (Hrsg.): "Randalierende Lehrerinnen", Der Basler Lehrerinnenstreik vom 3. Februar 1959. 188. Neujahrsblatt der GGG, Basel 2009, S.35–S.40.
  • Luzius Gessler: Offensichtliche Sympathie für die streikenden Frauen, ebenda, S.137–144.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gymnasium Leonhard – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien