Gynter Mödder

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Gynter Mödder

Gynter Mödder (* 15. September 1942 in Köln) ist Arzt, Wissenschaftler und Schriftsteller.

Medizin und Wissenschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach seiner Approbation im Jahre 1969 promovierte Gynter Mödder 1970 in Köln. Er absolvierte eine Ausbildung in Pharmakologie, Neurochirurgie, Nuklearmedizin und Radiologie. Nach seiner Habilitation in Nuklearmedizin wurde er 1987 Professor. Neben der medizinischen Tätigkeit verfasste er unter anderem Lehrbücher, die in mehrere Sprachen übersetzt wurden, über 150 wissenschaftliche Arbeiten und belletristische Werke. Außerdem hielt er viele hundert Vorträge in zahlreichen Ländern. Im Jahre 2002 wurde ihm in Kalkutta der Vickram Sarabhai Memorial Award verliehen.

Seit 1991 hat Gynter Mödder in Köln eine Spezialpraxis für Nuklearmedizin: Schilddrüsenambulanz und Zentrum für Radiosynoviorthese (Nuklearmedizinische Therapie schmerzhafter Gelenkerkrankungen, zum Beispiel bei Arthrose und Rheuma). Gemeinsam mit seiner Frau, der Internistin, Malerin und Lyrikerin Renate Mödder-Reese, gründete er in ihrem Wohnhaus in Bergheim-Glessen (Rhein-Erft-Kreis) als Persiflage auf „normale“ Museen das „MAUSEUM, erstes und bedeutendstes Mäusemuseum nördlich des Südpols“, in dem auch Lesungen des von ihm geleiteten Autorenkreises Rhein-Erft stattfinden.

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit seinen wissenschaftlichen Publikationen hat Gynter Mödder sich in Fachkreisen auch international einen Namen gemacht. Einem breiteren Publikum in Deutschland wurde er mit populärwissenschaftlichen Büchern wie Leben mit Strahlen – Risiken und Chancen der Radioaktivität (Bund-Verlag, Köln 1988), Erkrankungen der Schilddrüse (Springer, Berlin 1998) sowie den Romanen Tiefgang, der Mäusephilosoph (mit Illustrationen von Carl Lambertz, Maria Reese und Renate Mödder-Reese – Bund-Verlag, Köln 1990), Laßt mich leben! (Rake-Verlag, Rendsburg 1996) und Gullivers fünfte Reise (Verlag Landpresse, Weilerswist 2005) bekannt. Über diese pralle Satire auf Gesellschaft und Wissenschaft schrieb die Kölnische Rundschau: „Mödder brennt ein gigantisches Feuerwerk von Ideen ab … Gullivers fünfte Reise ist paradox und sprachwitzig, eine vergnügliche literarische Tour nach Absurdistan.“ Die zahlreichen Abbildungen in dieser Fortschreibung des Hauptwerks von Jonathan Swift stammen von Carl Lambertz (1910–1996). Das Vorwort verfasste der Münsteraner Swift-Experte Prof. Dr. Hermann Josef Real.

Zu den weiteren belletristischen Werken Mödders, der auch Anthologien und mehrere medizinische Buchreihen herausgegeben hat, gehört der Text-/Bildband Engel und Geister (mit Illustrationen von Carl Lambertz, Wachholtz-Verlag, Neumünster 1991). Außerdem veröffentlichte er Texte für Comics und Gedichte („Gedychte“) in Anthologien (unter anderem beim Verlag Landpresse). Gynter Mödder ist Mitglied im VS, im Verband deutscher Schriftstellerärzte und im PEN-Zentrum Deutschland.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rezensionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bücher von Gynter Mödder wurden unter anderem in der FAZ, Kölnischen Rundschau, im Kölner Stadt-Anzeiger und Deutschen Ärzteblatt vorgestellt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]