Hörste (Lippstadt)

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Hörste
Stadt Lippstadt
Wappen von Hörste
Koordinaten: 51° 41′ 22″ N, 8° 26′ 15″ O
Höhe: 79 m ü. NN
Fläche: 6,97 km²
Einwohner: 1611 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 231 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 59558
Vorwahl: 02948

Hörste ist ein Dorf, das zur Stadt Lippstadt im Kreis Soest in Nordrhein-Westfalen gehört. Der Ort war Teil des Entenschnabels des Altkreises Büren[2].

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauernhaus in Hörste
Kriegerdenkmal

Urkundlich erwähnt wurde der Ort erstmals 881, als König Ludwig III. die Bewohner der freien Mark Hörste der Gerichtsbarkeit des Bischofs zu Paderborn unterstellte. Die Kirche St. Martinus wird 1216 in einer Urkunde erstmals erwähnt. Um die Kirche zu unterhalten, wurden Ländereien innerhalb der Pfarrgemeinde der Kirche vermacht. Auf diesen Ländereien sollte hauptsächlich für das Beleuchtungsgut der Kirchen gesorgt werden. Dazu wurde ein sogenannter „Wachszins“ erhoben. Mehrmals kam es darüber zu Streitereien, die den Dompropst Gottschalk von Paderborn veranlassten, eine Urkunde zu erstellen, die dafür sorgen sollte, dass die Ländereien dauerhaft der Kirche überschrieben werden. Bereits einige Jahre später gab es erneut Probleme, so dass Dompropst Lambert jedem mit dem Kirchenbann drohte, der es weiter wagen würde, gegen die kirchliche Gesetzgebung zu verstoßen.

Im Zuge der kommunalen Neuordnung wurde der Ort am 1. Januar 1975 der Stadt Lippstadt zugeschlagen[3] und verlor so nach mehr als tausend Jahren seine Eigenständigkeit.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung im 19. Jahrhundert[4]
Jahr 1818 1831 1837 1843 1849 1852 1858 1867 1871 1885 1895
Einwohner 323 392 457 529 501 578 531 566 547 552 609
Einwohnerentwicklung im 20. Jahrhundert[5]
Jahr 1905 1925 1933 1939 1946 1950 1957 1961 1965 1972 2000
Einwohner 588 600 718 769 1044 1060 1004 1039 1139 1215 k. A.
Einwohnerentwicklung im 21. Jahrhundert[6]
Jahr 2005 2010 2013 2015
Einwohner k. A. k. A. 1611 k. A.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörstes Pfarrkirche St. Martinus existiert bereits seit der Mitte des 12. Jahrhunderts. Bis 1974 gehörte die Kirche als Grenzvikariat zum Bistum Paderborn. Die kommunale Neuordnung verlagerte auch die kirchlichen Dekanatsgrenzen. Jetzt gehört sie zum Dekanat Lippstadt-Rüthen.

Am 25. Mai 1975 wurde die Lukas-Kirche in Hörste als evangelische Kirche für die umliegenden Ortschaften der evangelischen Kirchengemeinde Geseke eingeweiht.[7]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter von Hörste:

  • Martin Nacke (geboren 1773 in Hörste, gestorben 1853 in Paderborn), Theologe, Dompropst in Paderborn[8]
  • Franz Nacke (geboren 1828 in Hörste, gestorben 1916 in Paderborn), Präses des Theologenkonviktes Paderborn, Professor und Lehrstuhlinhaber für Naturwissenschaften an der Philosophisch theologischen Lehranstalt in Paderborn, Subregens des Paderborner Priesterseminars, langjähriger Vizepräsident des Bonifatiusvereins, Dompropst und Propst der Paderborner Gaukirche, Ehrenbürger von Paderborn[9]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

VfL Hörste Garfeln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der VfL Hörste Garfeln 1922 e. V., der 1922 von Hermann Fecke gegründet worden war, hat sich seit Anfang der 1990er Jahre von einem reinen Fußballverein zu einem Mehrspartenverein entwickelt. Der VfL führt in seinen Abteilungen Breitensport, Fußball, Tennis und Volleyball über 700 Mitglieder und ist somit der größte Verein im Ort (Stand 2008). 2008 gelang den Fußballern der Aufstieg in die Kreisliga A-Lippstadt.

Sportstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sportstätten am Sportheim

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Hörste – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wohnbevölkerung am 31. Dezember 2013, abgerufen am 19. Januar 2014 (Memento des Originals vom 15. Januar 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.stadt-lippstadt.de
  2. Gerhard Henkel: Geschichte und Geographie des Kreises Büren. Paderborn 1974, S. 99 f.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 334 f.
  4. Gerhard Henkel: Geschichte und Geographie des Kreises Büren. Paderborn 1974, S. 28 f.
  5. Gerhard Henkel: Geschichte und Geographie des Kreises Büren. Paderborn 1974, S. 28 f.
  6. Wohnbevölkerung am 31. Dezember 2013, abgerufen am 19. Januar 2014 (Memento des Originals vom 15. Januar 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.stadt-lippstadt.de.
  7. http://www.evangelisch-in-lippstadt.de/index.php/home/kirchen/7-lukas-kirche-hoerste
  8. Schematismus der Geistlichkeit des Bisthums Paderborn, Verlag Schöningh, Paderborn 1849 .
  9. Archivlink (Memento des Originals vom 18. Juni 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/paderborn.de