HGich.T

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
HGich.T
HGich.T im LKA Longhorn, Stuttgart (März 2020), v. l. n. r. Anna-Maria Kaiser, Dr. Diamond, Nora Tulsi, Malabee, DJ Hundefriedhof
HGich.T im LKA Longhorn, Stuttgart (März 2020),
v. l. n. r. Anna-Maria Kaiser, Dr. Diamond, Nora Tulsi, Malabee, DJ Hundefriedhof
Allgemeine Informationen
Herkunft Hamburg, Deutschland
Gründung 1996
Website www.hgicht.de
Gründungsmitglieder
Kacko, Anna-Maria Kaiser, Dj Hundefriedhof
Aktuelle Besetzung
Vhagvan Svami / Anna-Maria Kaiser[1][2] (Björn Schirmacher)
DJ Hundefriedhof (Sascha Schreibvogel)
Superminzi (Mena Minz)
Tutenchamun (Arne Behrens)
Jacky Herzblut
Die Schöne Maike (Maike Schönfeld)
Balmi
Dr. Diamond / Dr. Geilser (Paul Geisler)
Felix (12Fingermann)
Karla Knyh (Katarina Fischer)
opa16 (Dietrich Kuhlbrodt)
Diddel (Lea Langenfelder[3])
Marc Alexander
Julian Stephan
Kacko
Malabee (Maladjusted Babe)

HGich.T (gesprochen: Ha–Ge–Ich–Te) ist ein Performance-Kollektiv aus Hamburg. Gegründet wurde die Gruppe 1996 an der Hochschule für bildende Künste Hamburg.[4]

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausgeschrieben stehen die Buchstaben des Bandnamens HGich.T für „Heute geh ich tot“.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

HGich.T wurde mit Videos auf der Videoplattform YouTube bekannt, so wurde das Stück Tutenchamun mittlerweile über 7,1 Millionen[5] Mal aufgerufen. Gunther Buskies, Chef von Tapete Records, auf dem HGich.T veröffentlichen, im Freitag über die Gruppe:

„Die nehmen das, was sie machen, total ernst.“

Gunther Buskies[6]

Ein Angebot einer großen Plattenfirma, aus dem Stück Hauptschuhle einen Klingelton zu produzieren, lehnte HGich.T ab. Die Gruppe begrüßt es, wenn Klingeltöne privat erstellt werden.[7]

Daniel Køtz von cdstarts.de sieht in Mein Hobby: Arschloch eine der letzten echten Grenzüberschreitungen.

„Das Chaos, die absolute Unberechenbarkeit sowie die Tatsache, dass man sich an den wahnwitzigen, unorthodoxen Texten amüsieren und erfreuen kann, machen den Reiz und den Charme aus. Es reicht allein das Bewusstsein aus, dass Gegner von HGich.T sich über deren „Kunst“ so sehr vor den Kopf gestoßen fühlen, dass man sich selbst als eine Art „Eingeweihter“ in einem Kosmos aus Klängen, Farben und völligem Nonsens sehen kann.“

Daniel Køtz[8]

Linus Volkmann von Intro schrieb in einer Plattenkritik zu Hallo Mama:

„Das hier stellt mit Abstand eines der beschissensten Alben des Jahrzehnts dar.“

Linus Volkmann[9]

Kontroversen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 27. Dezember 2019 kam es auf der After-Show-Party nach einem Auftritt des Kollektivs im Kulturzentrum Conne Island in Leipzig zur Vergewaltigung einer 18-jährigen Besucherin durch ein Bandmitglied.[10][11] Die Gruppe betonte jedoch, dieser sei als Lichttechniker bzw. Dekorateur engagiert worden und es handle sich bei ihm um kein festes Mitglied der Band; sie äußerte in mehreren Stellungnahmen auf Facebook Bedauern über den Vorfall.[10][12][13] Das Conne Island widersprach dieser Darstellung und gab an, der Täter sei dem Kulturzentrum als Mitglied des Kollektivs vorgestellt worden und während des kompletten Auftritts auf der Bühne präsent gewesen; auf den Social-Media-Kanälen von HGich.T seien Bilder von ihm gelöscht worden.[14] Das Gericht stellte fest, dass der Täter den alkoholisierten Zustand des Opfers ausnutzte und verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und neun Monaten auf Bewährung sowie 100 Sozialstunden.[15]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2009: Hallo Mama (Single, Tapete Records)
  • 2010: Mein Hobby: Arschloch (Album, Tapete Records)
  • 2012: Lecko Grande (Album, Tapete Records)
  • 2014: Megabobo (Album, Tapete Records)
  • 2017: Therapie wirkt (Album, Tapete Records)
  • 2019: Jeder ist eine Schmetterlingin (Album, Tapete Records)
  • 2020: Los Angeles (Album, Tapete Records)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • "Nachts steh’ ich heimlich auf dem Klodeckel und zieh die Klamotten von meinem Vater an." – Beschreibender Video-Essay über die Gruppe HGich.T im Bezug der Bedeutung Neuer Medien auf Zeitgenössische Kunst, Kunstwissenschaftliche Seminararbeit, erstellt an der Universität der Künste Berlin, 2013, 18:03 min[16]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: HGich.T – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. In anderen Quellen lautet der Name Anna-Laura Lindhorst HGich.T. laut.de, abgerufen am 7. Januar 2012.
  2. HGich.T. Tapete Records, abgerufen am 29. Oktober 2014.
  3. Lea Langenfelder – HGich.T. Lea Langenfelder, abgerufen am 8. Oktober 2019.
  4. Oskar Piegsa: Spektakel aus Geschrei. (Nicht mehr online verfügbar.) spex, archiviert vom Original am 15. Dezember 2011; abgerufen am 17. November 2011.
  5. Tripmeister Eder - Tutenchamun - Goa Goa MPU, ja!? - Trash in High Quality =P auf YouTube, hochgeladen am 1. Juni 2008. & HGich.T - tutenchamun auf YouTube
  6. Stephanie Drees: Nass, glücklich und geflasht. der Freitag, abgerufen am 17. November 2011.
  7. Christoph Twickel: Pop-Kollektiv HGich.T. Lady Dada trifft auf Sir Gaga. Spiegel Online, abgerufen am 17. November 2011.
  8. Daniel Køtz: HGich.T - Mein Hobby: Arschloch. cdstarts.de, abgerufen am 16. August 2017.
  9. Linus Volkmann: HGich.T - Hallo Mama. (Nicht mehr online verfügbar.) Intro, archiviert vom Original am 16. Januar 2011; abgerufen am 17. November 2011.
  10. a b Musiker nach Show in Leipzig in Untersuchungshaft. Sueddeutsche Zeitung, 30. Dezember 2019, abgerufen am 11. Januar 2020.
  11. 18-Jährige im Conne Island vergewaltigt: Bandmitglied schweigt. Leipziger Volkszeitung, abgerufen am 2. Oktober 2020.
  12. Stellungnahme von HGich.T zu den Vorfällen im Rahmen der Aftershowparty am 27.12. im Conne Island in Leipzig. Abgerufen am 10. Januar 2020.
  13. Mutmaßliche Vergewaltigung im Conne Island Leipzig: Haftbefehl erlassen. Mitteldeutscher Rundfunk, 31. Dezember 2019, abgerufen am 11. Januar 2020.
  14. Stellungnahme des Conne Islands zum Übergriff beim HGich.T-Konzert am 27.12.2019. Abgerufen am 10. Januar 2020.
  15. Vergewaltigung im Conne Island: Bewährungsstrafe für Bandmitglied. Leipziger Volkszeitung, abgerufen am 1. Oktober 2020.
  16. Theoretische Hausarbeit über HGich.T, in: Youtube-Kanal von bestfriendbed, Upload am 4. Dezember 2013