Hagen Hilderhof

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Hagen Hilderhof (* 23. Juli 1937 in Heidelberg) ist ein freischaffender Bildhauer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hagen Hilderhof 4 mal 3, 2012, Standort: Lernzentrum Physik TU Darmstadt

Hilderhof wurde 1937 als ältester Sohn eines Mathematiklehrers in Heidelberg geboren. Es folgten noch die Brüder Harald und Kurt. Hagen Hilderhof ging in Wertheim zur Schule. Nach dem Schulabschluss machte er von 1955 bis 1958 ein Volontariat bei zwei Architekten in Würzburg und Düsseldorf.

Seit 1959 ist er als freischaffender Künstler tätig. Bereits im Alter von 16 Jahren hatte er erste Skulpturen aus Ton vermischt mit Zement geschaffen. Hagen Hilderhof sieht seine Arbeit als Teil der konkreten Kunst. Begonnen hat er damit, Winkelstreifen zu vertauschen, indem er ihre Zuordnung im Raum berücksichtigt. Dabei stützt er sich auf die Ästhetik mathematisch berechenbarer Formen als objektivierte Ausdrucksform. Er beschreibt seine Arbeit folgendermaßen: „Ich stütze mich bei meinen Arbeiten auf die Ästhetik mathematisch berechenbarer Formen als einer objektivierten Ausdrucksform. Mein Bestreben ist eine sich selbst organisierende Struktur zu finden, die ich durch Hinzufügen und Beschneiden mitbestimme.“ (Hagen Hilderhof, Skulpturen 2007, S. 8).

Hilderhof ist langjähriges Mitglied der Düsseldorfer Sezession und der Darmstädter Sezession. In beiden Sezessionen hatte er zeitweise Funktionen im Vorstand inne. Auch ist er Mitglied im Verein der Düsseldorfer Künstler. Seine Plastik „Zwei mal vier“ steht vor dem Künstler Atelier-Haus in der Sittarder Straße Nr. 5.[1]

Von 1981 bis 1992 hatte er für das Fach Gestaltungslehre einen Lehrauftrag an Gesamthochschule/Universität Wuppertal inne. Auf Initiative seines Künstlerfreundes Hans Sieverding (* 1937) nahm er 1993 seinen Hauptwohnsitz im Schloss Fürstenau (Michelstadt) im Odenwald. Dort ist es im gelungen, Leben und künstlerisches Schaffen unter einem Dach zu vereinen.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Schwerpunkt der Arbeiten liegt auf großformatigen Metallplastiken. Hierbei werden sehr häufig verschiedene Rhomboeder eingesetzt. Als Materialien verwendet er Holz, Aluminium und in den letzten Jahrzehnten vor allem Corten-Stahl. Seit 2017 steht auf dem Campus Lichtwiese der Technischen Universität in Darmstadt die aus Rhomboedern zusammengesetzte Cortenstahl-Figur Hammerrad.[2]

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit seiner ersten Ausstellung im Jahre 1969 in Sydney in Australien folgten zahlreiche weitere Ausstellungen in Deutschland, Europa und der früheren Sowjetunion. Arbeiten im öffentlichen Raum sind in u. a. in Darmstadt, Düsseldorf, Essen, Heilbronn, Marl, Michelstadt, Mülheim an der Ruhr und Neckarsulm zu sehen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Vier Düsseldorfer Bildhauer. William Brauhauser – Hagen Hilderhof – Peter Schwickerath – Jun Suzuki. Ausstellung vom 22. März bis zum 31. Mai 1982 im Skulpturenmuseum Glaskasten Marl. Skulpturenmuseum Glaskasten, Marl 1982
  • Hagen Hilderhof: Skulpturen. Darmstadt 2007
  • Lepsien Art Foundation (Hrsg.): Hagen Hilderhof Skulpturen - Sculptures, Berlin 2016, ISBN 978-3-945724-02-6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Hagen Hilderhof – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Plastik „Zwei mal vier“ (2009) aus Corten-Stahl. Standort: Sittarder Straße 5, vor dem Atelierhaus.
  2. Anschauungsobjekt für Physiker in FAZ vom 12. September 2017, Seite 39