Hallenser Madrigalisten

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Hallenser Madrigalisten
Sitz: Halle / Deutschland
Gründung: 1963
Gattung: Kammerchor
Gründer: Siegfried Bimberg
Leitung: Tobias Löbner
Stimmen: (SATB)
Website: http://www.madrigalisten.de/

Die Hallenser Madrigalisten sind ein semiprofessionelles Ensemble, dessen Mittelpunkt die Pflege des A-cappella-Gesangs aus mehreren Jahrhunderten bildet. Seit seiner Gründung widmet sich das Ensemble in besonderer Weise zeitgenössischer Chormusik.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Gründung des Kammerchores 1963 durch Siegfried Bimberg († 2008) treffen sich die Sängerinnen und Sänger der Hallenser Madrigalisten zur Probe in der Saalestadt. Ihre Mitglieder, die überwiegend musikbezogene Berufe wie Musiklehrer, Musikwissenschaftler oder Chorleiter ausüben, kommen aus Sachsen-Anhalt oder dem nahegelegenen Sachsen und Thüringen. Die unterschiedliche Gesangsausbildung der Ensemblemitglieder vereinigt sie zu einem semiprofessionellen Ensemble.

Unter der Leitung von Andreas Göpfert (Leiter 1980–1999) gewannen die Hallenser Madrigalisten 1995 unter anderem den Grand Prix des internationalen Chorwettbewerbs in Tolosa. Dies wurde der Höhepunkt einer Reihe von Auszeichnungen, Fernseh- und Rundfunkproduktionen sowie CD-Einspielungen im In- und Ausland.

Von 1999 bis 2003 wurde der Chor von Helko Siede (1969–2008) geleitet. In seine Schaffensphase fällt unter anderem die Erstaufführung des Werkes “Der gelbe Klang” von Alfred Schnittke (Leitung: Eberhard Kloke) im Rahmen der EXPO 2000.

Unter Sebastian Reim konzertierte der Chor im Rahmen zahlreicher Musikfestivals, u. a. die Galeriekonzerte in der Dresdner Semperoper, des MDR Musiksommers, des Festivals Sandstein und Musik, des Rheingau Musik Festivals, Leipziger Bachfestes oder der Hildebrandt-Tage Naumburg.

Zusammenarbeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erfolgreiche Zusammenarbeit u. a. mit dem Händel-Festspielorchester Halle, den Virtuosi Saxoniae Dresden oder dem Bläser-Collegium Leipzig führt den Chor aber auch regelmäßig in die Welt instrumentalbegleiteter Musik. Unter Dirigenten wie Ludwig Güttler und Howard Arman gibt der Chor auch regelmäßig Konzerte in der Dresdner Frauenkirche und der Berliner Philharmonie.

Leiter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reim ist als Chordirigent, Tenorsolist, Cembalist und Organist tätig. Frühe musikalische Bildung erhielt er Mitglied des Dresdner Kreuzchores. Vor einem Studium in Leipzig legte er dort die Diplome Kirchenmusik (A) und Gesang ab. Er begann mit seiner Konzerttätigkeit noch während seines Studiums in Leipzig. Zusammenarbeiten folgten mit dem MDR Sinfonieorchester, dem Philharmonischen Staatsorchester Halle, dem Bach Collegium München oder mit dem Salzburger Bachchor. Sebastian Reim sang als Oratorientenor mit dem Dresdner Kreuzchor, dem Thomanerchor Leipzig, den Universitäts- und Hochschulchören Leipzig, Dresden, Weimar und Görlitz, dem Bach-Verein Düsseldorf, dem Bachchor Kassel oder den Posener Nachtigallen (Polen). Mit dem MDR Rundfunkchor Leipzig übernahm Sebastian Reim auch Choreinstudierungen. Für den Kompositionswettbewerb 2006/2007 wurde er dort in die Jury berufen.
  • seit 2010: Tobias Löbner
Löbner studierte Chor- und Orchesterleitung an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar.[1]

CD-Einspielungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1993 Ostro Picta / Gloria / Magnificat von Hallenser Madrigalisten u. a. Künstlern, Leitung Ludwig Güttler
  • 1995 "Herr, dein Ohren zu mir neige" Geistliche Chormusik aus Frühbarock und Romantik, Leitung Andreas Göpfert
  • 1998 "Mendelssohn in England" Englische Chor- und Orgelmusik von Mendelssohn & Freunden, Leitung Andreas Göpfert
  • 1998 La bella Ninfa Europäische Madrigale um 1600, Leitung Andreas Göpfert
  • 1999 Johannes-Passion von Johann Sebastian Bach, Leitung Ludwig Güttler
  • 2004 Bernd Franke Gewandhausorchester Leipzig, Kurt Masur Hallenser Madrigalisten Leipziger Streichquartett
  • 2005 Die liebe Maienzeit Volkslieder und gesellige Chorlieder des 16. Jahrhunderts

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dirigentenforum.