Hamid Baroudi

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Hamid Baroudi (1985)

Hamid Baroudi (* 21. Februar 1963 in Tiaret) ist ein algerisch-deutscher Sänger, Gitarrist, Texter und Weltmusiker. Der politisch engagierte Musiker ist in Algerien ein Pop- und Rockstar und ist einer der bedeutendsten Weltmusiker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hamid Baroudi wuchs in seiner Heimat Algerien auf. Schon 1976 gab er sein Bühnendebüt. Er siedelte 1981 nach Frankreich über. Von 1984 bis 1988 studierte er in Kassel Visuelle Kommunikation an der Kunsthochschule Kassel. Danach war er zunächst Straßenmusiker und spielte Songs von Bob Dylan und war schließlich sechs Jahre Frontsänger der Band Dissidenten. Er tourte mit Peter Gabriels WOMAD-Festivalorganisation durch England, Spanien und Japan. Sein Song Caravan to Bagdad stand 1991 auf der Indexliste. Trotzdem schaffte der Song es in 17 Ländern direkt auf Platz 1 aufzusteigen. Der Song ist bis heute einer der erfolgreichsten Musikstücke in der arabischen Musikwelt. 1994 erhielt er den Kulturförderpreis der Stadt Kassel. Der politisch engagierte Musiker trat in Bonn mit Herbert Grönemeyer und Wolf Maahn vor 200.000 Zuschauern beim Festival gegen den Golfkrieg 1994 auf. Baroudi arbeitete mit dem Jazz Musiker Edgar Knecht[1] und DJ Krush[2] zusammen. Beim Forest Jump Festival in Aichwald bei Esslingen spielte er ebenso wie auch auf dem Burg-Herzberg-Festival 1997[3]. 2010 spielte er auf der Expo 2010 in Shanghai[4]. Während Frank-Walter Steinmeiers Maghreb-Reise 2015 spielte er in der Deutschen Botschaft in Tunis[5]

Hamid Baroudi lebt abwechselnd in Kassel und Algerien.

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine Musik ist gekennzeichnet durch die Rhythmen des Maghreb und einen Sprachenmix. Baroudi schreibt Protestsongs gegen Unterdrückung und Terrorismus, mit den Mitteln eines weltoffenen Pop. Er verbindet Flamenco-Gitarren mit Keyboard und indischer Percussion. Der Sänger singt Songs auf englisch, französisch, spanisch und der westafrikanischen Sprache Wolof. Bisher hat er sechs Alben veröffentlicht.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1994 City No Mad
  • 1995 Salama
  • 1996 Mad C. T. Mix
  • 1997 Five
  • 2001 Sidi
  • 2008 TamTam a Tam

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kulturförderpreis der Stadt Kassel

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Quicklebendige Musik; JAZZ Edgar Knecht-Trio konzertiert mit seinem preisgekrönten Programm "Dance on deep waters" in Bad Salzhausen aus den Stuttgarter Nachrichten vom 23. Juni 2016
  2. Beats vom Balkan bis Bagdad Der Standard vom 18. Mai 2015
  3. Frank Schäfer: Burg Herzberg Festival - since 1968. Verlag Andreas Reiffer, Meine bei Braunschweig 2018 S. 86
  4. Expo 2010 : le pavillon de l'Algérie fête sa journée nationale Xinhua News Agency - French vom 31. Juli 2010
  5. Ukraine-Krise überfordert Diplomatie Rheinische Post Düsseldorf vom 26. Januar 2015