Hammerhead (deutsche Band)

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Hammerhead
Hammerhead bei der Rheinkultur 2010
Hammerhead bei der Rheinkultur 2010
Allgemeine Informationen
Genre(s) Hardcore Punk, Hatecore[1]
Gründung 1989, 2008
Auflösung 2004
Website www.hammerhead.de
Aktuelle Besetzung
Tobias Scheiße
Headbert N.
E-Gitarre
Danilatore Minuti
Ranen
Osche Engelhardt

Hammerhead ist eine deutsche Hardcore-Punk-Band, die im Zeitraum 1989/90 in Bad Honnef bei Bonn gegründet wurde.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hammerhead war neben den 7Inch Boots (später in Bohren & Der Club of Gore umbenannt) und Charley’s War eine der ersten deutschen Bands, die Hardcore spielten, der von New Yorker Bands wie Agnostic Front oder Cro-Mags beeinflusst worden war. Sie bewegten sich zu der Zeit innerhalb der im Entstehen begriffenen Straight-Edge-Szene. Von diesem Image löste sich die Band allerdings kurz darauf und vollzog einen Wandel hin zu aggressivem Hardcore mit deutschen vom Nihilismus beeinflussten Texten. Zudem setzte die Band stärker auf Provokation. Sie verwendeten beispielsweise ein Foto des Geiselnehmers von Gladbeck als Foto für ihr erstes LP-Cover.

Darauf folgten Konzerte mit Bands wie GO!, Gorilla Biscuits, Quicksand, Extreme Noise Terror, SFA, Yuppicide, Hot Water Music oder Lemonheads, sowie eine Europatournee mit der Band Bad Trip. Kontrovers dabei waren Auftrittsverbote in einem Teil der deutschen Konzertschauplätze, die auf der angeblichen politischen Unkorrektheit der Band, sowie der Angst der Veranstalter vor Randale fußten. Auftritte im Fernsehen fanden Mitte der 1990er unter anderem bei MTV oder der Talkshow Arabella statt. Hammerhead prägte Mitte der 90er Jahre entscheidend den Wandel innerhalb der Szene vom Hardcore hin zu einer Rückbesinnung zu den Wurzeln des Punk-Rocks.

Im Jahre 2004 gab Hammerhead ihre Abschiedstournee. 2006 produzierte Headbert eine autobiografische Filmdokumentation mit dem Titel Sterbt alle!. Mit diesem Film bereisten die Bandmitglieder bundesweit Kinos. 2007 wurde das Debütalbum auf dem bandeigenen Label auf CD und LP wiederveröffentlicht. Dabei musste das Cover wegen Einwänden des Vertriebs Broken Silence mit einem Deckblatt zensiert werden. Ende des Jahres 2008 vereinigte die Band sich für ein Konzert in Hamburg und veröffentlichte zu diesem Anlass Cut the Melon, eine Zusammenstellung rarer bzw. vergriffener Stücke, auf Per Koro Records/Headbert. Seitdem ist die Band in Originalbesetzung wieder aktiv.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Split-EP mit Not the Same (Eigenproduktion, 1991)
  • EP Resist (Bodonski Records, 1991)
  • EP Apocalypse Is Near (Amok Records, 1992)
  • LP/CD Stay Where the Pepper Grows (X-Mist Records, 1994), Wiederveröffentlichung 2007
  • LP/CD Weisses Album (LP: Hucks Plattenkiste/Faulstufe, CD: Teenage Rebel Records 1998), Wiederveröffentlichung 2008
  • 10 inch Vinyl/Mini-CD Farbe Color (Hucks Plattenkiste/Faulstufe, 2000)
  • Single Zum Glück SPD (Hucks Plattenkiste/Faulstufe, 2000)
  • LP/CD Cut the Melon Nachpressung der Singles und Samplerbeiträge (Per-Koro-Records/Headbert) 29. Nov. 2008
  • 7 inch Vinyl Opa war in Ordnung (Heartfirst-Records, 2016)

Beiträge auf Samplern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Free auf Laugh & Hate – ZAP Hardcore Fanzine on Vinyl – Vol. 1 CD/ Vinyl 1991 ZAP/Rough Trade Records
  • Step Aside auf You Make Me Wanna Puke Vinyl 1991 Equality Records
  • Ich sauf allein auf Wear Your Smell Vinyl 1996 Potsdam
  • Dead Serious (Attitude-Adjustment-Cover) auf Squeal of Blurr – 5 Years Blurr Fanzine Compilation Vinyl 1996 Blurr Records
  • Prejudice auf Protest Means Action: The Need of a New World Disorder (Crucifix-Tribut) CD/Vinyl 1997 Plastic Bomb Records
  • auf True Love (Neuwied-Sampler) Vinyl 1998 True Love Records
  • Ich schlag zu auf Aggropop Now – the TERRORGRUPPE 10 Year Anniversary Compilation 2003 Destiny/Aggropop

DVDs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sterbt alle! Doppel-DVD, Headbertfilme, 2006 (Dokumentarfilm über die Band)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Verschiedene Künstler: Punk Rock BRD. Weird System, 2003, CD 3, S. 4.