Hannelore Ratzeburg

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Ratzeburg beim Algarve-Cup 2015.

Hannelore Ratzeburg (* 18. Juni 1951 in Hamburg) ist seit 2007 Vizepräsidentin für Frauen- und Mädchenfußball im Deutschen Fußball-Bund (DFB). Sie war von 1977 bis 2001 Referentin für Frauenfußball im Spielausschuss und seit 1989 Vorsitzende des neu eingerichteten Ausschusses für Frauenfußball. 1995 wurde sie als erste Frau in den DFB-Vorstand gewählt. Sie ist außerdem seit 1974 Vorsitzende des Ausschusses Frauen- und Mädchen-Fußball im Hamburger Fußball-Verband, seit 1980 Mitglied in der UEFA-Kommission für Frauenfußball sowie seit 1990 in der Kommission für Frauenfußball und die Frauen-Fußballwettbewerbe der FIFA. Von Beruf ist sie Diplom-Sozialpädagogin. Seit 2014 ist sie im Landessportamt Hamburg für die Pflege der "Netzwerke im Sport" zuständig.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits in ihrer Studienzeit spielte Hannelore Ratzeburg bei dem Hamburger Stadtteilverein West-Eimsbüttel und dann bei Grün-Weiss Eimsbüttel Fußball. Beim Hamburger Fußball-Verband erkannte man ihr Potential frühzeitig, sie wurde bereits 1974 zur Vorsitzenden des Ausschusses „Frauen- und Mädchenfußball“ und wurde 1980 mit Sitz und Stimme in das Präsidium des Hamburger Fußball-Verbands (HFV) gewählt.

Bis 1970 war es den Vereinen im DFB nicht gestattet, Frauenfußballmannschaften spielen zu lassen. Die UEFA forderte ihre Nationalverbände auf, Frauenfußball zuzulassen und in die Verbände aufzunehmen, denn sie wollte keine eigenen Frauenfußball-Verbände zulassen. Der DFB beschloss auf dem Bundestag 1970, Frauenfußball zu genehmigen und richtete 1977 eine zusätzliche Position im Spielausschuss ein; Hannelore Ratzeburg wurde zur Referentin für Frauenfußball gewählt. Seitdem vertritt sie den deutschen Frauenfußball. Auf ihre Initiative hin werden seit 1980 der DFB-Pokal der Frauen und seit 1981 der Länderpokal der Frauen ausgerichtet. Sie hatte außerdem Anteil an der Einrichtung der Frauenfußball-Nationalmannschaft und der Frauenfußball-Bundesligen. Auf dem DFB-Bundestag am 26. Oktober 2007 wurde sie als erste Frau ins DFB-Präsidium gewählt.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Co-Autorin: Frauen Fußball Meisterschaften. 25 Jahre Frauenfußball. Agon-Verlag, Kassel 1995, ISBN 3-928562-87-8.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hannelore Ratzeburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Deutscher Olympischer Sport-Bund: Elisabeth-Selbert-Preis 2011 für Hannelore Ratzeburg., 19. Mai 2011.