UEFA

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Union of European Football Associations
Das Logo der UEFA

Der europäische Kontinentalverband UEFA

Gegründet 15. Juni 1954 in Basel, Schweiz
Verbandssitz Nyon, Schweiz
Präsident SlowenienSlowenien Aleksander Čeferin
Generalsekretär GriechenlandGriechenland Theodore Theodoridis (interim)
Mitglieder 55 Nationalverbände
Homepage uefa.com

Die Union of European Football Associations (offiziell französisch Union des Associations Européennes de Football[1] [ˈɥɛfa]; deutsch Vereinigung Europäischer Fußballverbände [uˈeːfa] genannt), kurz UEFA [juːˈeɪfə], ist der europäische Fußballverband. Die UEFA ist ein gemeinnütziger Verein[2][3][4] im Sinne der Artikel 60 ff.[5] des Schweizerischen Zivilgesetzbuches[6] und im Handelsregister eingetragen.

Die UEFA ist eine der sechs Kontinental-Konföderationen des Weltfußballverbandes FIFA und umfasst 55 nationale Fußballverbände einzelner Länder und Gebiete, die nicht alle innerhalb der geografischen Grenzen Europas liegen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die UEFA wurde am 15. Juni 1954 in Basel im Anschluss an Gespräche der Verbände aus Frankreich, Belgien und Italien gegründet. Laut Gründungsprotokoll[7] waren von 31 Verbänden aus Europa, die der FIFA angehörten, 25 anwesend und 2 weitere (Wales und Rumänien) ließen sich vertreten. Bis zum 1. Kongress der UEFA im März 1955 waren die übrigen ebenfalls beigetreten, zusätzlich sollte dort die Türkei aufgenommen werden.

Sitz der UEFA war Paris, bis sie 1959 nach Bern umzog. Seit 1995 befindet sich der Verwaltungssitz in Nyon, Schweiz.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Präsident[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

UEFA-Präsidenten
Name Amtszeit
DanemarkDänemark Ebbe Schwartz 22. Juni 1954 – 17. April 1962
SchweizSchweiz Gustav Wiederkehr 17. April 1962 – 7. Juli 1972 (†)
UngarnUngarn Sándor Barcs* 7. Juli 1972 – 15. März 1973
ItalienItalien Artemio Franchi 15. März 1973 – 12. August 1983 (†)
FrankreichFrankreich Jacques Georges* 12. August 1983 – 26. Juni 1984
FrankreichFrankreich Jacques Georges 26. Juni 1984 – 19. April 1990
SchwedenSchweden Lennart Johansson** 19. April 1990 – 26. Januar 2007
FrankreichFrankreich Michel Platini*** 26. Januar 2007 – 9. Mai 2016
SlowenienSlowenien Aleksander Čeferin 14. September 2016 – amtierend
* Im genannten Zeitraum als Interims-Präsident
** Ehrenpräsident seit 26. Januar 2007
*** Am 8. Oktober 2015 durch die FIFA-Ethikkommission für 90 Tage suspendiert
und am 21. Dezember 2015 für zunächst acht, in letzter Instanz am 9. Mai für vier
Jahre als Fußballfunktionär gesperrt

Vom 9. Mai bis zum 14. September war das Amt des Präsidenten vakant, die Funktionen des Präsidenten übte gemäß der UEFA-Statuten Ángel María Villar als höchstrangiger Vizepräsident aus; er wurde aber von der UEFA ausdrücklich nicht als Interims-Präsident betrachtet.[8] Der gewählte Präsident Michel Platini trat am 9. Mai 2016 zurück, nachdem er bereits seit dem 8. Oktober 2015 sein Amt nicht mehr ausüben durfte. Platini war am 26. Januar 2007 mit 27 zu 23 Stimmen (bei 2 ungültigen) gegen den amtierenden Präsidenten Lennart Johansson erstmals zum UEFA-Präsidenten gewählt worden; Johansson ist damit der erste Präsident der UEFA, der abgewählt wurde. 2011 und 2015 wurde Platini jeweils im Amt bestätigt.

Am 14. September 2016 wurde Aleksander Čeferin zum neuen Präsidenten der UEFA gewählt.

Der UEFA-Präsident ist zugleich automatisch Vizepräsident der FIFA.

Generalsekretär[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Generalsekretär (auch als CEO bezeichnet, von 1999 bis 2007 war die Bezeichnung Generaldirektor) der UEFA ist für die Erledigung des Tagesgeschäfts zuständig. Der Generalsekretär und der Präsident der UEFA werden in ihrer Arbeit durch das Büro des Generalsekretärs unterstützt.

UEFA-Generalsekretäre/-direktoren
Name Amtszeit
FrankreichFrankreich Henri Delaunay 22. Juni 1954 – 9. November 1955†
FrankreichFrankreich Pierre Delaunay 8. Juni 1956 – 31. Dezember 1959
SchweizSchweiz Hans Bangerter 1. Januar 1960 – 31. Dezember 1988
DeutschlandDeutschland Gerhard Aigner 1. Januar 1989 – 31. Dezember 2003
SchwedenSchweden Lars-Christer Olsson 1. Januar 2004 – 31. Januar 2007
SchweizSchweiz Gianni Infantino* 1. Februar 2007 – 31. Mai 2007
SchottlandSchottland David Taylor 1. Juni 2007 – 30. September 2009
SchweizSchweiz Gianni Infantino 1. Oktober 2009 – 26. Februar 2016
GriechenlandGriechenland Theodore Theodoridis* 4. März 2016 – amtierend
* Interims-Generaldirektor/-sekretär

Exekutivkomitee[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Exekutivkomitee ist das Aufsichtsgremium der UEFA. Es besteht aus 17 Mitgliedern, dem Präsidenten und 16 weiteren Mitgliedern, von denen jeweils die Hälfte alle zwei Jahre gewählt wird. Die Amtszeit eines Mitglieds beträgt somit vier Jahre. Aus dem Exekutivkomitee werden vier Vizepräsidenten und ein Schatzmeister gewählt.

Präsident
Vizepräsidenten
Mitglieder

Weitere Gremien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vermarktung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die TEAM Marketing AG[9] in Luzern ist der offizielle Vermarkter und verkauft die Übertragungsrechte für alle UEFA-Veranstaltungen an die jeweiligen Medienpartner.[10]

Die Mediendienste[11] der UEFA sind für die Betreuung der Medienvertreter zuständig.[12] Zudem produzieren sie alle Bilder aus den Stadien und wählen über einen Rohschnitt eigene Bilder aus. Bei der Europameisterschaft 2016 legten ARD und ZDF Beschwerde bei der UEFA ein, weil die UEFA-Bildregie Bilder von einem Flitzer und Ausschreitungen während eines Spiels nicht zeigte.[13][14]

Offizielle Sprachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die UEFA arbeitet seit ihrer Gründung mit drei offiziellen Sprachen: Englisch, Französisch und Deutsch.

Mitgliedsverbände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Derzeitige Mitgliedsverbände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der UEFA gehören derzeit 55 Landesverbände an. Das jüngste Mitglied ist Kosovo, dessen Verband am 3. Mai 2016 als Vollmitglied anerkannt wurde.

Land Verband Beitritt
AlbanienAlbanien Albanien Federata Shqiptare e Futbollit (FSHF) 1954
AndorraAndorra Andorra Federació Andorrana de Futbol (FAF) 1996
ArmenienArmenien Armenien * Hajastani foutbol federazia (FFA) 1992
AserbaidschanAserbaidschan Aserbaidschan * Azərbaycan Futbol Federasiyaları Assosiasiyası (AFFA) 1994
BelgienBelgien Belgien Koninklijke Belgische Voetbalbond (KBVB) 1954
Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina Bosnien und Herzegowina Nogometni/Fudbalski Savez Bosne i Hercegovine (NFSBIH) 1998
BulgarienBulgarien Bulgarien Bulgarski futbolen Sojus (BFS) 1954
DanemarkDänemark Dänemark Dansk Boldspil-Union (DBU) 1954
DeutschlandDeutschland Deutschland Deutscher Fußball-Bund (DFB) 1954
EnglandEngland England The Football Association (FA) 1954
EstlandEstland Estland Eesti Jalgpalli Liit (EJL) 1992
FaroerFäröer Färöer Fótbóltssamband Føroya (FSF) 1990
FinnlandFinnland Finnland Suomen Palloliitto (SPL) 1954
FrankreichFrankreich Frankreich Fédération Française de Football (FFF) 1954
GeorgienGeorgien Georgien * Georgian Football Federation (GFF) 1992
GibraltarGibraltar Gibraltar Gibraltar Football Association (GFA) 2013
GriechenlandGriechenland Griechenland Elliniki Podosferiki Omospondia (EPO) 1954
IrlandIrland Irland Football Association of Ireland (FAI) 1954
IslandIsland Island Knattspyrnusamband Íslands (KSI) 1954
IsraelIsrael Israel * Israel Football Association (IFA) 1994
ItalienItalien Italien Federazione Italiana Giuoco Calcio (FIGC) 1954
KasachstanKasachstan Kasachstan * Qasaqstannyng Futbol Federazijassy (KFF) 2002
KosovoKosovo Kosovo Federata e Futbollit e Kosovës (FFK) 2016
KroatienKroatien Kroatien Hrvatski nogometni savez (HNS) 1993
LettlandLettland Lettland Latvijas Futbola federācija (LFF) 1992
LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein Liechtensteiner Fussballverband (LFV) 1974
LitauenLitauen Litauen Lietuvos futbolo federacija (LFF) 1992
LuxemburgLuxemburg Luxemburg Fédération Luxembourgeoise de Football (FLF) 1954
MaltaMalta Malta Malta Football Association (MFA) 1960
MazedonienMazedonien Mazedonien Fudbalska Federacija na Makedonija (FFM) 1994
MoldawienMoldawien Moldawien Federația Moldovenească de Fotbal (FMF) 1993
MontenegroMontenegro Montenegro Fudbalski savez Crne Gore (FSCG) 2007
NiederlandeNiederlande Niederlande Koninklijke Nederlandse Voetbal Bond (KNVB) 1954
NordirlandNordirland Nordirland Irish Football Association (IFA) 1954
NorwegenNorwegen Norwegen Norges Fotballforbund (NFF) 1954
OsterreichÖsterreich Österreich Österreichischer Fußball-Bund (ÖFB) 1954
PolenPolen Polen Polski Związek Piłki Nożnej (PZPN) 1955
PortugalPortugal Portugal Federação Portuguesa de Futebol (FPF) 1954
RumänienRumänien Rumänien Federația Română de Fotbal (FRF) 1954
RusslandRussland Russland * Rossijski Futbolny Sojus (RFS) 1954**
San MarinoSan Marino San Marino Federazione Sammarinese Giuoco Calcio (FSGC) 1988
SchottlandSchottland Schottland Scottish Football Association (SFA) 1954
SchwedenSchweden Schweden Svenska Fotbollförbundet (SFF) 1954
SchweizSchweiz Schweiz Schweizerischer Fussballverband (SFV) 1954
SerbienSerbien Serbien Fudbalski savez Srbije (FSS) 1954***
SlowakeiSlowakei Slowakei Slovenský futbalový zväz (SFZ) 1993
SlowenienSlowenien Slowenien Nogometna zveza Slovenije (NZS) 1994
SpanienSpanien Spanien Real Federación Española de Fútbol (RFEF) 1954
TschechienTschechien Tschechien Českomoravský Fotbalový Svaz (ČMFS) 1954****
TurkeiTürkei Türkei * Türkiye Futbol Federasyonu (TFF) 1962
UkraineUkraine Ukraine Federazija Futbolu Ukrajiny (FFU) 1992
UngarnUngarn Ungarn Magyar Labdarúgó Szövetség (MLSZ) 1954
WalesWales Wales Football Association of Wales (FAW) 1954
WeissrusslandWeißrussland Weißrussland Belaruskaja Federazyja Futbola (BFF) 1993
Zypern RepublikZypern Zypern * Cyprus Football Association (CFA) 1962

* Mitgliedsland liegt vollständig oder zum größten Teil in Asien.
** Als Sowjetunion
*** Als Jugoslawien
**** Als Tschechoslowakei

Von den 47 Staaten in Europa sind Monaco und die Vatikanstadt keine Mitglieder der UEFA. Färöer und Gibraltar sind keine unabhängigen Staaten, stellen aber Nationalmannschaften. Das Vereinigte Königreich hat keine eigene Mannschaft, da aus historischen Gründen dessen Landesteile England, Nordirland, Schottland und Wales jeweils eigene Nationalmannschaften stellen. Mit der Aufnahme Gibraltars haben die Ligen des Vereinigten Königreichs und seiner Überseegebiete mittlerweile 8 Startplätze für die UEFA Champions League und 13 Startplätze für die UEFA Europa League.

Suspendierte Mitgliedschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1992 wurde der jugoslawische Verband Fudbalski savez Jugoslavije infolge der Jugoslawienkriege und der deshalb verhängten UN-Sanktionen von UEFA-Wettbewerben ausgeschlossen. Als Folge konnte die sportlich qualifizierte Mannschaft Jugoslawiens nicht an der EM-Endrunde 1992 teilnehmen. Für sie rückte die Auswahl Dänemarks nach, die die Europameisterschaft gewinnen sollte. In der Saison 1995/96 nahm mit Roter Stern Belgrad erstmals wieder ein jugoslawischer Verein am UEFA-Pokal teil; die A-Nationalmannschaft Jugoslawiens startete wieder 1996 in der Qualifikation zur Fußball-WM 1998.

Am 1. April 2011 wurde die Mitgliedschaft des bosnisch-herzegowinischen Fußballverbandes in beiden Organisationen suspendiert, da dieser die Mitglieds-Voraussetzungen nicht erfüllte. Somit waren die Nationalmannschaft sowie alle Vereine Bosnien und Herzegowinas bis auf Weiteres von den internationalen Wettbewerben der UEFA und der FIFA ausgeschlossen.[15] Am 28. Mai 2011 (UEFA) bzw. am 30. Mai 2011 (FIFA) wurde die Suspendierung mit sofortiger Wirkung aufgehoben.[16]

Ehemalige Mitgliedsverbände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Saarland war bis 1956 eigenständiges Mitglied und kehrte dann in den DFB zurück (der 1. FC Saarbrücken nahm 1955/56 für das Saarland am ersten Europapokal teil).

Der Fußballverband der Deutschen Demokratischen Republik war von 1954 bis zu seiner Auflösung am 20. November 1990 Mitglied der UEFA. Noch vor der Wiedervereinigung zog sich die DDR-Nationalmannschaft aus sämtlichen UEFA- und FIFA-Veranstaltungen zurück. Das letzte Spiel einer DDR-Nationalmannschaft fand am 12. September 1990 in Brüssel statt. Gastgeber Belgien verlor mit 0:2. Letztmals qualifizierten sich 1991/92 Vereine über Startplätze der DDR zum UEFA-Cup, gemäß der Fünfjahreswertung von 1989/90.

Da die Tschechoslowakei sich im Zuge der Reformen des Ostblocks zum Jahreswechsel 1992/93 in Tschechien und Slowakei aufgespaltet hatte, existiert auch keine gemeinsame Nationalmannschaft mehr. Die beiden neuen Staaten besitzen seit 1994 eigene Verbände. Die Mannschaft der Tschechoslowakei begann 1992 noch die Qualifikationsrunde zur WM '94, die letzten Spiele der erfolglosen Qualifikation wurden 1993 als Auswahl der Tschechen und Slowaken bestritten.

Ab 1954 war für die Sowjetunion die Federacija Futbola SSSR Mitglied der UEFA. Die sowjetische Nationalmannschaft gewann die Fußball-Europameisterschaft 1960 und wurde zweimal Olympiasieger (1956 und 1988). Mit der Auflösung der Sowjetunion Ende 1991 endete auch die Mitgliedschaft der Federacija Futbola SSSR in UEFA und FIFA; an ihrer Stelle traten die meisten Mitgliedsverbände der Nachfolgestaaten der Sowjetunion der UEFA bei (keine Mitglieder der UEFA, sondern der asiatischen Konföderation AFC sind die Verbände Kirgisistans, Tadschikistans, Turkmenistans und Usbekistans; der Verband Kasachstans war zunächst Mitglied der AFC und wechselte 2002 zur UEFA). An der Endrunde der Fußball-Europameisterschaft 1992 nahm die ehemalige sowjetische Nationalmannschaft als GUS teil.

Ebenfalls ab 1954 war für Jugoslawien der Verband Fudbalski savez Jugoslavije[17] Mitglied der UEFA. Dieser Verband ist aber eigentlich kein ehemaliges Mitglied, da der heutige Fußballverband Serbiens, Fudbalski savez Srbije, bei der UEFA als unmittelbarer Nachfolger geführt und die vom jugoslawischen Verband bzw. dessen Vereinen errungenen Erfolge dem serbischen Verband zugerechnet werden (anders als beispielsweise bei der Sowjetunion und Russland). 1992 bis 1995 war der jugoslawische Verband infolge des Zerfallsprozesses Jugoslawiens, der Jugoslawienkriege und der deshalb verhängten Sanktionen der UN von der Teilnahme an Wettbewerben der UEFA ausgeschlossen. Ab 2003 hieß der Verband (analog zur Entwicklung des Staates) Fudbalski savez Srbije i Crne Gore. Nach dem Austritt Montenegros aus dem Staatenbund Serbien und Montenegro 2006 und der Gründung des montenegrinischen Fußballverbandes Fudbalski savez Crne Gore umfasst der Verband nur noch Serbien und heißt entsprechend Fudbalski savez Srbije.

Mögliche Beitrittskandidaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grönland ist bestrebt, Mitglied der UEFA zu werden. Bis dato scheiterten Bewerbungen daran, dass auf Grönland kein Naturrasenplatz existiert. Allerdings wurde 2006 der Passus gestrichen, der die Existenz eines Naturrasenplatzes erfordert.

Allerdings sehen die Statuten Ausnahmemöglichkeiten ausdrücklich vor. Artikel 5 Abs. 2 erlaubt es einem von der UNO anerkannten Staat außerhalb Europas, der UEFA beizutreten, wenn er nicht schon Mitglied eines anderen Kontinentalverbandes ist. Auf diesem Weg hat Israel seine Aufnahme in die UEFA erreicht, auch asiatische Nachfolgestaaten der Sowjetunion gehören so der UEFA an. Für die Verbände von Schottland, England, Nordirland, Wales, Gibraltar und die Färöer wurde Artikel 5 außer Kraft gesetzt (Artikel 69 Abs. 1). Der UEFA-Kongress hat die Möglichkeit, weitere Ausnahmen zuzulassen, falls ein entsprechender Antrag von mindestens zwei Drittel der Mitgliedsverbänden unterstützt wird.

Der kurdische nationale Fußballverband hat sein Interesse an einem UEFA-Beitritt bekundet, aber wenig Aussichten auf Erfolg: Zum einen ist die Autonome Region Kurdistan bisher nicht als Nation durch die UNO anerkannt, zum zweiten liegt das Staatsgebiet nicht in Europa. Damit sind beide Voraussetzungen für eine Mitgliedschaft nach Artikel 5 Abs. 1 der UEFA-Statuten nicht erfüllt.

Die Vatikanstadt hat zwar eine eigene Fußball-Liga und es existiert sogar eine Fußballauswahl der Vatikanstadt, sieht aber von einem Beitritt zu FIFA und UEFA ab, da es kaum genügend Spieler mit vatikanischer Nationalität gibt, um regelmäßig an Turnieren teilnehmen zu können. Außerdem gibt es im gesamten Staatsgebiet keinen einzigen Fußballplatz.

Die Katalanische Fußballauswahl bestritt ihr erstes Länderspiel 1912. Bisher wurde die Aufnahme in die UEFA abgelehnt.

Wettbewerbe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die UEFA ist Ausrichter zahlreicher Wettbewerbe, an denen die Nationalmannschaften oder Vereinsmannschaften ihrer Mitgliedsverbände teilnehmen. Zusätzlich organisiert die UEFA die Qualifikationsrunde der Europa-Zone für die Fußball-Weltmeisterschaft. Die Wettbewerbe im Einzelnen:

Für Nationalmannschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für Vereinsmannschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eingestellte Wettbewerbe:

  • Europapokal der Pokalsieger (wurde letztmals 1998/99 ausgetragen; seither erhalten die nationalen Pokalsieger die Startberechtigung für die Europa League)
  • UEFA Intertoto Cup (wurde 2008 zum letzten Mal ausgetragen und ging danach in der Qualifikation zur Europa League auf)

WM-Teilnehmer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Männer
  • 1930Belgien, Frankreich, Jugoslawien, Rumänien
  • 1934 – Belgien, Deutsches Reich, Frankreich, Italien, Niederlande, Österreich, Rumänien, Schweden, Schweiz, Spanien, Tschechoslowakei, Ungarn
  • 1938 – Belgien, Deutsches Reich, Frankreich, Italien, Niederlande, Norwegen, Polen, Rumänien, Schweden, Schweiz, Tschechoslowakei, Ungarn (zudem war Österreich qualifiziert, aber nach dem Anschluss an das Deutsche Reich nicht mehr selbstständig)
  • 1950 – Belgien, England, Frankreich, Italien, Jugoslawien, Schweden, Schweiz, Spanien
  • 1954BR Deutschland, England, Italien, Jugoslawien, Österreich, Schottland, Schweiz, Tschechoslowakei, Türkei, Ungarn
  • 1958 – BR Deutschland, England, Frankreich, Jugoslawien, Nordirland, Österreich, Schottland, Schweden, Sowjetunion, Tschechoslowakei, Ungarn, Wales
  • 1962 – BR Deutschland, Bulgarien, England, Italien, Jugoslawien, Schweiz, Sowjetunion, Spanien, Tschechoslowakei, Ungarn
  • 1966 – BR Deutschland, Bulgarien, England, Frankreich, Italien, Portugal, Schweiz, Sowjetunion, Spanien, Ungarn
  • 1970 – Belgien, BR Deutschland, Bulgarien, England, Italien, Rumänien, Schweden, Sowjetunion, Tschechoslowakei
  • 1974BR Deutschland, Bulgarien, DDR, Italien, Jugoslawien, Niederlande, Polen, Schottland, Schweden
  • 1978 – BR Deutschland, Frankreich, Italien, Niederlande, Österreich, Polen, Schottland, Schweden, Spanien, Ungarn
  • 1982 – Belgien, BR Deutschland, England, Frankreich, Italien, Jugoslawien, Nordirland, Österreich, Polen, Schottland, Schweden, Sowjetunion, Spanien, Tschechoslowakei, Ungarn
  • 1986 – Belgien, BR Deutschland, Bulgarien, Dänemark, England, Frankreich, Italien, Nordirland, Polen, Portugal, Schottland, Sowjetunion, Spanien, Ungarn
  • 1990 – Belgien, BR Deutschland, England, Irland, Italien, Jugoslawien, Niederlande, Österreich, Rumänien, Schottland, Schweden, Schweiz, Spanien, Tschechoslowakei
  • 1994 – Belgien, Bulgarien, Deutschland, Griechenland, Irland, Italien, Niederlande, Norwegen, Rumänien, Russland, Schweden, Schweiz, Spanien
  • 1998 – Belgien, BR Jugoslawien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, England, Frankreich, Italien, Kroatien, Niederlande, Norwegen, Österreich, Rumänien, Schottland, Spanien
  • 2002 – Belgien, Dänemark, Deutschland, England, Frankreich, Irland, Italien, Kroatien, Polen, Portugal, Russland, Schweden, Slowenien, Spanien, Türkei
  • 2006Deutschland, England, Frankreich, Italien, Kroatien, Niederlande, Polen, Portugal, Schweden, Schweiz, Serbien & Montenegro, Spanien, Tschechien, Ukraine
  • 2010 – Dänemark, Deutschland, England, Frankreich, Griechenland, Italien, Niederlande, Portugal, Schweiz, Serbien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien
  • 2014 – Belgien, Bosnien-Herzegowina, Deutschland, England, Frankreich, Griechenland, Italien, Kroatien, Niederlande, Portugal, Russland, Schweiz, Spanien
Frauen

Anmerkungen: fett = Weltmeister, kursiv = Gastgeber

Benefizspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die UEFA veranstaltet im Rahmen der World XI in unregelmäßigen Abständen Benefizspiele mit der Europäischen Fußballauswahl, gegen die bereits öfter die Fußballweltauswahl angetreten ist, zuletzt 2005 und 2007.[24]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: UEFA – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: UEFA – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gemäß UEFA-Statuten: UEFA bedeutet „Union des Associations Européennes de Football“.
  2. Susi Miara: Auch Vereine müssen Steuern zahlen. In: tagblatt.ch. St. Galler Tagblatt, 27. Juni 2008, abgerufen am 12. Juni 2016.
  3. Olaf Kunz: Das Image der UEFA ist im Keller. In: 20min.ch. 20 Minuten, 19. Juni 2008, abgerufen am 12. Juni 2016.
  4. Umweltminister-Rüge für UEFA. In: swissinfo.ch. swissinfo, 16. Juni 2008, abgerufen am 12. Juni 2016.
  5. Bundesversammlung der Schweizerischen Eidgenossenschaft: SR 210 Schweizerisches Zivilgesetzbuch vom 10. Dezember 1907. In: admin.ch. admin.ch, 10. Dezember 1907, abgerufen am 11. Juni 2016.
  6. Art. 60 ff. des Schweizerischen Zivilgesetzbuches
  7. In: 25 Jahre UEFA (1979)
  8. UEFA statement on Michel Platini's CAS decision. In: uefa.org. UEFA, 9. Mai 2016, abgerufen am 13. Mai 2016 (englisch).
  9. TEAM Marketing. In: team.ch. Team Marketing AG, abgerufen am 17. Juni 2016.
  10. Silke Hemminger: UEFA-Vermarkter TEAM will mit Europapokalwettbewerben fünf Milliarden erzielen. In: presseportal.de. news aktuell, 13. Mai 2015, abgerufen am 13. Juni 2016.
  11. Mediendienste – UEFA.org. In: uefa.org. UEFA, abgerufen am 17. Juni 2016.
  12. UEFA EURO 2016 – Organisation – Overview – UEFA.com. In: uefa.com. UEFA, abgerufen am 17. Juni 2016.
  13. Matthias Götte: ARD und ZDF kritisieren TV-Zensur der UEFA. In: deutschlandfunk.de. Deutschlandfunk, 13. Juni 2016, abgerufen am 13. Juni 2016.
  14. ARD und ZDF fordern mehr EM-Bilder. In: tagesschau.de. Tagesschau.de, 13. Juni 2016, abgerufen am 13. Juni 2016.
  15. Bosnisch-herzegowinische Fußballverband suspendiert. In: uefa.org. UEFA, 1. April 2011, abgerufen am 28. November 2015.
  16. Bosnia and Herzegovina FA suspension lifted. In: uefa.org. UEFA, 30. Mai 2011, abgerufen am 28. November 2015 (englisch).
  17. Serbien findet seinen Weg. In: uefa.com. UEFA, abgerufen am 21. November 2013.
  18. Der Wettbewerb dient auch als Qualifikation zum FIFA-Konföderationen-Pokal
  19. Aktuell dient dieser Wettbewerb alle vier Jahre zusätzlich als Qualifikation für das olympische Fußball-Turnier.
  20. Alle zwei Jahre dient der Wettbewerb als Qualifikation zur U-20-Fußball-Weltmeisterschaft.
  21. Der Wettbewerb dient alle zwei Jahre als Qualifikation zur U-20-Weltmeisterschaft.
  22. Alle zwei Jahre dient das Turnier auch als Qualifikation für die U-17-Fußball-Weltmeisterschaft.
  23. Der Wettbewerb dient alle zwei Jahre als Qualifikation zur U-17-Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen.
  24. Offizielle Homepage der World XI