Hannes Gruber

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Hannes Gruber (* 22. Oktober 1928 in Adliswil bei Zürich) ist ein Schweizer Kunstmaler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hannes Gruber ist der zweite Sohn von Paul und Erna Gruber-Hartmann. Er verbrachte seine Jugend und Schulzeit in Oberrieden am Zürichsee. Er besuchte 1943/44 die Kunstgewerbeschule Zürich, wo er unter anderem von Ernst Gubler unterrichtet wurde. In den Jahren 1944 bis 1948 machte er eine Lehre bei Orell Füssli in Zürich, parallel dazu besuchte er Kurse in der Malklasse von Ernst Gubler und Max Gubler an der Kunstgewerbeschule Zürich, unter der Leitung von Johannes Itten. Er befreundete sich 1945 mit dem Maler, Zeichner und Grafiker Karl Hosch (1900–1972). Nach der Übersiedelung nach Grevasalvas im Oberengadin (1948) arbeitete er dort als freier Maler. 1953 wurde sein Sohn Stefan (heute bekannt als Filmemacher Steff Gruber) geboren. Nach der Rückkehr nach Zürich (1954) eröffnete Hannes Gruber ein eigenes Grafikatelier. 1957 wurde die Tochter Ursina geboren. 1960 lernte er den Grafiker und Autor Hans Neuburg kennen. 1968 wurde seine Tochter Sandrina geboren. Im nächsten Jahr eröffnete Gruber ein Atelier auf dem Hirzel. 1971 macht er Bekanntschaft mit Karl Madritsch. 1972 zog er erneut ins Engadin, diesmal nach Sils Baselgia. In Bondo bezog er ein Atelierhaus. Er schloss Freundschaft mit Willy Guggenheim (Varlin).

Reisen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine erste Malreise unternahm Gruber 1949 nach Oberitalien. Eine Studienreise führt ihn 1950 nach Holland und eine weitere Malreise 1952 nach Dänemark. Weitere Reisen nach Italien unternahm er (1958 mit Karl Hosch) nach Bergamo und Verona, dann nach Sizilien (1966) und in die Toskana (1967). Ein Sommeraufenthalt in Spanien (1969) brachte ihm einen Auftrag für mehrere Mauerbilder an einer Überbauung auf Ibiza ein. Zusammen mit Michael Baviera reiste er 1974 nach New York und lernte dort den Maler Pierre Haubensak kennen. Ein weiterer Sommeraufenthalt in Italien fand 1977 statt.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Aquarelle von Landschaften aus der Umgebung von Oberrieden entstanden 1940. Hannes Gruber malte 1942 erstmals in Öl. 1950 erhielt er einen Auftrag für grosse Wandbilder für die Olma. Er illustrierte 1966 eine Ausgabe von Tristan von Thomas Mann. 1971 wurde er mit einer dreidimensionalen Wandgestaltung im Schulhaus Fuhr in Wädenswil beauftragt.

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ab 1947 regelmässige Teilnahme an der Ausstellung Zürich-Land
  • 1949 Beteiligung an der Ausstellung Junge Zürcher Künstler im Kunsthaus Zürich
  • 1966 Galerie Läubli, Zürich
  • 1973 Galerie zum Elephanten, Zurzach
  • Ab 1974 regelmässige Teilnahme an der Ausstellung Bündner Künstler im Kunsthaus Chur
  • 1974 Galerie zum Elephanten, Zurzach
  • 1978 Stadthaus Uster
  • 1981 Kunstsalon Wolfsberg, Zürich
  • 1983 Industrie Leasing AG, Zürich

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinz Binder: Adliswil: eine Stadt mit Zukunft. Stadt Adliswil, Adliswil 2000, ISBN 3-9521964.
  • Hannes Gruber. In: Biografisches Lexikon der Schweizer Kunst Verlag NZZ, Zürich 1998, ISBN 3-85823-673-X.
  • Hannes und Piccola Gruber (Hrsg.): Grenzüberschreitung. Dokumentation zur Kunstaktion auf der italienisch-schweizerischen Grenze zwischen Chiavenna (I) und Castasegna (CH). Zürich 1995.
  • Peter K. Wehrli: Hannes Gruber, Sils – Chiavenna – Sicilia. Zürich/Mailand 1989.
  • Michael Baviera: Omaggio a Barbaresco e Chiavenna. Zürich/Mailand 1988.
  • Eduard Campbell, Verkehrsverein Oberengadin, Kulturkommission, Segantini-Museum St. Moritz: Das Oberengadin in der Malerei. 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Engadina alta nella pittura dal 18. secolo ad oggi. Engadin in painting from the 18th century to the present. Ausstellungskatalog 1985.
  • Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaft, Hans-Jörg Heusser: Lexikon der zeitgenössischen Schweizer Künstler. Dictionnaire des artistes suisses contemporains. Catalogo degli artisti svizzeri contemporanei. Huber, Frauenfeld 1981.
  • H. und H. Zschokke: Verein für Originalgraphik 1948-1982. (Zusammenstellung des Werkkataloges). Orell Füssli, Zürich 1982.
  • Michael Baviera, Hrsg.: Hannes Gruber. Verlag «Um die Ecke», Zürich 1979.
  • Walter Läubli, Texte: Hugo Loetscher [et al.]: Künstler-Bildnisse. ABC Verlag AG, Zürich 1974.
  • bp: Magisches Kaleidoskop. In: Badener Tagblatt, 14. Dezember 1973, S. 41.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]