Hans-Karl Stepp

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Hans-Karl Stepp (* 2. September 1914 in Gießen; † 12. Dezember 2006) war ein „Stuka“-Pilot der deutschen Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg und Träger des Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem er zunächst in Tübingen, Breslau und München Jura studiert hatte, trat er am 6. April 1936 als Fahnenjunker in die Luftwaffe ein. In der I. Gruppe des Stuka-Geschwaders 168 wurde er zum Stuka-Piloten ausgebildet. Mit seiner Gruppe, inzwischen in I. Gruppe im Sturzkampfgeschwader 76 umbenannt, nahm er am 15. August 1939 an einem Manöver bei Neuhammer teil. Aufgrund des Bodennebels schätzten viele Piloten ihre Höhe falsch ein und ihre Maschinen zerschellten am Boden. Dieses Ereignis ging als Neuhammer Stuka-Unglück in die Luftfahrtgeschichte ein. Stepp war einer der wenigen Überlebenden.

Mit der I/SG 76 kämpfte er im Polen- und Frankreichfeldzug und wurde anschließend im Mai 1941 Gruppen- und Geschwaderadjutant beim Stuka-Geschwader 2 „Immelmann“. Hier wurde er am 15. Oktober 1941 mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet. Im Januar 1942 wurde ihm das Kommando über die I. Gruppe übertragen und Stepp wurde nach über 400 Feindflügen am 4. Februar 1942 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Inzwischen zum Hauptmann befördert übernahm Stepp am 17. Juni 1943 zunächst die II. Gruppe und wurde im Rang eines Majors schließlich am 10. September 1943 Geschwaderkommodore. Am 27. April 1944 wurde er nach 800 Feindflügen mit dem Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Bei Kriegsende leistete er Dienst im Reichsluftfahrtministerium in Berlin.

Am 12. Dezember 2006 verstarb Hans-Karl Stepp in Leipzig wo er seit 2001 wohnhaft war. Er wurde auf dem Leipziger Südfriedhof im Familienkreis beigesetzt.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Nauroth, Holger: Stukageschwader 2 - "Immelmann" - vom Ursprung bis zur Gegenwart, Verlag K. W. Schütz, 1988, ISBN 3-87725-123-4
  • Heinz-Georg Wilhelm Migeod: Der Kommandeur. Norderstedt 2009, ISBN 978-3-8391-1091-1.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Veit Scherzer: Ritterkreuzträger 1939–1945. Die Inhaber des Eisernen Kreuzes von Heer, Luftwaffe, Kriegsmarine, Waffen-SS, Volkssturm sowie mit Deutschland verbündete Streitkräfte nach den Unterlagen des Bundesarchivs. 2. Auflage. Scherzers Militaer-Verlag, Ranis/Jena 2007, ISBN 978-3-938845-17-2, S. 723.