Hans Beeck

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Hans Beeck

Hans Beeck (* 24. November 1896 in Spersdick bei Windbergen (Holstein);[1]18. Februar 1983 ebenda[2]) war ein deutscher Politiker (NSDAP) und SS-Untersturmführer.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Besuch der Volksschule in Windbergen wurde Hans Beeck ab 1912 auf der Landwirtschaftlichen Winterschule in Heide und auf dem Bauernhof seiner Eltern zum Landwirt ausgebildet. Nachdem er von 1912 bis 1916 im Betrieb seiner Eltern tätig gewesen war, nahm er von 1916 bis 1918 am Ersten Weltkrieg teil, in dem er als Fahrer in der MG-Kompanie des Infanterie-Regiments 464 an der Westfront eingesetzt wurde. Nach seiner Rückkehr aus dem Krieg übernahm er 1918 den Hof seines Vaters in Spersdick. 1925 trat Beeck in die NSDAP ein (Mitgliedsnummer 20.872), in der er ab 1929 Aufgaben als Gauredner und Ortsgruppenleiter übernahm. Von 1929 bis 1932 gehörte er dem Provinziallandtag Schleswig-Holstein an.

Von 1931 bis 1939 war Beeck Gemeinde- und Amtsvorsteher der Kirchspiellandgemeinde Süder-Meldorf-Geest. Hinzu kamen Funktionen als Kreisbauernführer im Kreis Süderdithmarschen und Mitglied des Landesbauernrates Schleswig-Holstein sowie des Reichsbauernthings und der schleswig-holsteinischen Landessynode.

Im Juni 1934 trat Beeck im Nachrückverfahren für den verstorbenen Abgeordneten Hans Sauer als Abgeordneter in den nationalsozialistischen Reichstag ein, dem er bis zum Ende der NS-Herrschaft im Frühjahr 1945 als Vertreter für den Wahlkreis 12 (Thüringen) angehörte. In der SS brachte er es mindestens bis zum SS-Untersturmführer.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Beeck in der Datenbank der Reichstagsabgeordneten

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Frank Omland: „Der Parlamentarismus der alten Form existierte schon nicht mehr.“ Die schleswig-holsteinischen Abgeordneten der NSDAP im Reichstag 1924-1945. In: Arbeitskreis zur Erforschung des Nationalsozialismus in Schleswig-Holstein (Hg.): Kritische Annäherungen an den Nationalsozialismus in Schleswig-Holstein. Festschrift für Gerhard Hoch zum 80. Geburtstag am 21. März 2003 (= Informationen zur Schleswig-Holsteinischen Zeitgeschichte Heft 41/42.) Kiel 2003, S. 100-129, hier Tabelle S. 120.
  2. Todesanzeige in der Dithmarscher Landeszeitung vom 24. Februar 1983