Hans Hermann Henrix

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Hermann Henrix in der Matthiaskirche Budapest 2013
Mermann Henrix mit Kardinal Erdö 2013

Hans Hermann Henrix (* 21. November 1941 in Schwalmtal, Niederrhein) ist ein deutscher römisch-katholischer Theologe.

Biografie[Bearbeiten]

Henrix studierte Wirtschaftswissenschaften in Köln sowie Philosophie und Theologie in Frankfurt, Innsbruck und Münster. Seine berufliche Laufbahn begann er 1969 als Dozent für Theologie und Ökumene an der Bischöflichen Akademie des Bistums Aachen. 1988 berief ihn der damalige Aachener Bischof Klaus Hemmerle zum Direktor der Akademie. In dieser Funktion war Henrix bis zu seiner Pensionierung am 30. November 2005 tätig.

Von 1985 bis 1987 war H. H. Henrix katholischer Präsident des Deutschen Koordinierungsrates der Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit.

Schwerpunktmäßig beschäftigte er sich insbesondere mit den Fragen des Verhältnisses von Christentum und Kirche zum Judentum. Die deutschen Bischöfe berät Henrix in Fragen des Judentums. Am 16. Januar 2003 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Konsultor der Kommission für die religiösen Beziehungen zu den Juden. Papst Benedikt XVI. hat ihn mit der von Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone unterzeichneten Urkunde vom 18. März 2008 erneut in dieses Amt berufen. Auf eigenen Wunsch von Henrix hat Papst Franziskus von einer weiteren Berufung abgesehen, so dass Henrix am 19. Februar 2014 aus diesem Amt schied [1]. Sein Nachfolger wurde der in Salzburg lehrende Theologe Gregor Maria Hoff.

Henrix ist Autor und Herausgeber vieler Bücher. Darüber hinaus schrieb er mehr als 220 Artikel, Essays und Beiträge für Sammelbände und Zeitschriften und gehört mehreren Herausgebergremien theologischer Fachzeitschriften an [2][3]. Er ist Honorarprofessor an der Universität Salzburg[4], hatte eine Professurvertretung an der RWTH Aachen[5] sowie eine Gastprofessur an der Universität Salzburg[6] und ist Mitglied in Wissenschaftsbeiräten von Universitäten. Er vertritt die Deutsche Bischofskonferenz im Beirat der Internationalen Martin-Buber-Stiftung[7] und gilt als einer der bedeutendsten lebenden Förderer des Dialogs zwischen Juden und Christen im Bereich der katholischen Kirche.

Er ist Mitglied des Vorstands der Adalbert-Stiftung. Henrix ist verheiratet und hat drei Kinder.

Ehrungen[Bearbeiten]

Die Universität Osnabrück verlieh ihm am 25. Mai 2000 die Würde eines Dr. phil. h.c., gemeinsam mit seinem wichtigen jüdischen Gesprächspartner, dem kanadischen Rabbiner Erwin Schild. Im Mai 2009 verlieh die Universität Salzburg Henrix den Titel des Honorarprofessors.

Werke (in Auswahl)[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.rp-online.de/nrw/staedte/moenchengladbach/ein-moenchengladbacher-wird-berater-des-papstes-aid-1.4050609 RP-Online
  2. http://www.kirche-und-israel.de/index.php?option=com_content&view=article&id=43&Itemid=7 Kirche und Israel
  3. http://www.freiburger-rundbrief.de/de/?area=Home&category=Impressum Freiburger-Rundbrief
  4. http://www.uni-salzburg.at/index.php?id=41747&newsid=4142&s=1 Universität Salzburg
  5. http://www.campus.rwth-aachen.de/rwth/all/event.asp?gguid=0xB1F1F548412F044488508DA4B17243EA&tguid=0xA393F76E128F574ABF63DE120D3E7B38 RWTH Aachen
  6. http://www.uni-salzburg.at/index.php?id=32090 Universität Salzburg
  7. http://www.martin-buber-stiftung.com/Personen.html Martin-Buber-Stiftung

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hans Hermann Henrix – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien