Hans Huwer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Hans Huwer in seinem Atelier 2020

Hans Huwer (* 29. Mai 1953 in Oberthal/Saar) ist ein deutscher Bildender Künstler, Maler und Grafiker.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hans Huwer wurde als zweites von fünf Kindern des Bergmanns Herbert Huwer und seiner Ehefrau Maria (geb. Schmidt) im saarländischen Oberthal geboren. Nach einer Lehre zum Buchdrucker in den Jahren 1968 bis 1971 studierte er von 1972 bis 1976 an der Fachhochschule des Saarlandes in Saarbrücken, Fachbereich Design bei den Professoren Oskar Holweck (Grundlehre) und Robert Sessler (Grafik). Seit 1983 ist er als freischaffender Künstler tätig. Hans Huwer lebt und arbeitet in Spiesen-Elversberg.

Die in der Ausbildung vermittelten Grundlagen grafischer Gestaltung und systematischer Bildorganisation prägen sein künstlerisches Schaffen. Ausgangspunkt der malerischen und zeichnerischen Aktionen ist stets ein eigenhändig in den Karton geschnittenes Raster orthogonaler Linien. Die scharfen Grate bieten den mittels Pipette in einer festgelegten Reihenfolge aufgetropften Farb- und Tuschelösungen

"orgg", 2019, Schnittlinien und Tusche auf Karton, 90 × 90 cm

sowie in anderen Beispielen den sich mehrfach überlagernden Kreideschraffuren

"sW-sw", 2019, Schnittlinien und Kreide auf Karton, 90 × 160 cm
"stQq", 2019, Schnittlinien und Kreide auf Karton, 120 × 120 cm

nicht exakt berechenbare Reaktionsmöglichkeiten. Unter Laborbedingungen stellt Huwer täglich im kleinen Format Versuchsreihen her, in denen er die Interaktion der verwendeten Materialien in unterschiedlicher Konsistenz und Variation erforscht. Durch detaillierte Dokumentation der Arbeitsschritte und Materialkombinationen entsteht ein Archiv an Vorlagen, auf das der Künstler bei späteren Werkkompositionen zurückgreift. Diese kleinformatigen Arbeiten hat Huwer unter dem Titel „Kosmos, Bd.1“ 2018 als Publikation herausgegeben. Das Buch enthält die ersten 540 Arbeiten aus den Jahren 2004 – 2017. Nun arbeitet er am zweiten Band.

Bei der Bildkonzeption setzt Huwer den Zufall bewusst als Gestaltungsfaktor ein. Durch Losen, Würfeln oder computergenerierte Zufallszahlen bestimmt er die Stellen im Raster, an denen er bestimmte Farben aufträgt. Dadurch bringt er in seinen streng kalkulierten Arbeitsabläufen immer wieder neue und überraschende Farbereignisse hervor.

Auszeichnungen und Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arbeiten in öffentlichen Sammlungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arbeiten im öffentlichen Raum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2018 "Exakt ungleich", Kunstverein "Das Damianstor" Bruchsal e. V., Bruchsal
  • 2017 "Kalkül und Freiheit", Kunstverein Dillingen im Alten Schloss, Dillingen
  • 2016 „Kontexte“, Uni-Galerie KleppArt, Paderborn
  • 2013 Bruno-Paul-Haus, Gebäudeensemble Deutsche Werkstätten Hellerau, Dresden
  • 2010 „Konterkariert“, Saarländisches Künstlerhaus, Saarbrücken
  • 2008 „Orthogonal“, Deutsche Werkstätten Hellerau, Dresden
  • 2003 „Schnittstellen“, Städtische Galerie Neunkirchen
  • 1999 Goethe-Institut Vízivárosi Galéria, Budapest, Ungarn
  • 1994 Galerie Friege, Remscheid
  • 1992 Landesmuseum Et cetera Galerie, Mainz
  • 1992 Galerie Walzinger, Saarlouis
  • 1991 Pfalzgalerie Kaiserslautern

Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Huwer. Zeichnungen, Kleine Schriften der Pfalzgalerie Kaiserslautern, Bd. 17, Kaiserslautern 1991 (Text: Heinz Höfchen), ISBN 978-3-89422-049-5
  • Hans Huwer. Schnittpunkte, Budapest 1999 (Text: Béla Bascó)
  • Hans Huwer. Schnittstellen, Galerie im Bürgerhaus Neunkirchen 2003 (Texte: Nicole Nix, Annelie Scherschel), ISBN 978-3-00-012844-8
  • Hans Huwer. Konterkariert. Malerei und Zeichnung, Saarländisches Künstlerhaus, Saarbrücken 2010 (Text: Petra Wilhelmy), ISBN 978-3-940517-36-4
  • Hans Huwer: Kosmos Band 1, Spiesen-Elversberg 2018 (Text: Petra Wilhelmy), ISBN 978-3-00-059706-0

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]