Hans und Heinz Kirch

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Hans und Heinz Kirch ist eine Novelle von Theodor Storm aus dem Jahre 1883 und gehört zur Epoche des Realismus. Thematisch gehört sie zu den Vater-Sohn-Novellen, belegt aber auch Storms „Hinwendung zur bürgerlichen Gesellschaftsnovelle“, in der allerdings „der gesellschaftlich vermittelte Konflikt als individueller, als Ausnahme gezeigt“ wird.[1] Der Handlung liegt – wie in vielen anderen Novellen auch – das „Schuld-Sühne-Schema“ zugrunde.[2]

Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Seemann Hans Adam Kirch aus Heiligenhafen, ein Mann aus einfachen Verhältnissen, arbeitet sich zum Schiffseigner und Kaufmann hoch. Seine Frau bekommt einen Sohn, Heinz, und eine Tochter, Lina. Hans erhofft sich für den Sohn die besten Bildungs- und Aufstiegschancen und träumt davon, ihn eines Tages als Erbe des Unternehmens und Senator der Stadt zu sehen. Als Heinz, sechsjährig, auf dem Schiff des Vaters in eine gefährliche Situation gerät, wird ein Schiffsjunge, der ihn hat beaufsichtigen sollen, von Hans grausam bestraft. Von da an kühlt sich das Verhältnis zwischen Vater und Sohn ab, da der Sohn von der Härte des Vaters schockiert ist. Heinz wächst heran und wird ein lebhafter, bisweilen wilder Junge: So stiehlt er für Wieb, ein Nachbarsmädchen aus verrufenem Hause, Äpfel aus dem Pfarrersgarten, rudert mit ihr in kleinen Booten auf der Ostsee und geht mit ihr auf einen Jahrmarkt auf der Halbinsel Warder.

Nachdem der Vater ihn als Schiffsjungen auf verschiedenen Frachtschiffen angeheuert hat, soll er nun auf eine Fahrt bis nach China gehen, die über ein Jahr dauern soll. Am letzten Abend vor der Abreise verabschiedet er sich von Wieb auf einer letzten Bootsfahrt, bei der sie ihm zum Andenken einen Ring gibt, den er ihr einmal geschenkt hat. Er kommt zu spät nach Hause, worauf der Vater sehr streng reagiert.

Hans erfährt von dem Abenteuer seines Sohnes mit Wieb und maßregelt ihn dafür per Brief. Nach einem Jahr stellt sich heraus, dass Heinz nicht zurückkehrt, sondern auf einem anderen Schiff angeheuert hat. Er schickt einen Brief nach Hause, der aber nicht frankiert ist. Daraus schließt der Vater auf die finanzielle Erfolglosigkeit des Sohnes: Er sieht alle seine Hoffnungen enttäuscht und verweigert die Annahme des Briefes, was einer Verstoßung des Sohnes gleichkommt.

Über fünfzehn Jahre kommt keine Nachricht von Heinz, seine Mutter ist inzwischen gestorben, da geht das Gerücht um, Heinz sei in einer Matrosenunterkunft in Hamburg. Hans fährt sofort hin und überredet ihn, nach Hause zu kommen. Er hat sich äußerlich stark verändert und verhält sich auch ungewöhnlich. Er erzählt nichts von seinen Erlebnissen, und interessiert sich nicht für das Unternehmen des Vaters, das dieser inzwischen gemeinsam mit seinem Schwiegersohn führt. Als der Vater einsieht, dass Heinz jeder Ehrgeiz fehlt, entsteht erneut Spannung zwischen beiden.

Eines Nachts ist wieder Jahrmarkt auf Warder. Heinz rudert hin und hofft, Wieb wiederzufinden. Er erfährt, dass sie in einer Matrosenschänke am Hafen arbeitet. Tags darauf geht er dorthin und muss mit ansehen, wie schlecht Wieb von ihrem Ehemann, einem brutalen Säufer, und den anderen Gästen behandelt wird. Sie erkennt Heinz sofort. Beide sehen ein, dass es für eine erneute Beziehung zu spät ist; enttäuscht wirft Heinz den Ring, den er immer noch bei sich trägt, zu Boden und geht. Es geht das Gerücht um, der Fremde im Hause Kirch sei gar nicht der verschollene Sohn Heinz, sondern ein gleichaltriger Mann, der als Junge im Armenhaus der Stadt aufgewachsen, auch zur See gefahren und nicht mehr gesehen worden ist. Dieser wolle nun an das Geld der Kirchs herankommen. Auch Lina und ihr Vater Hans zweifeln nun an Heinz’ Identität. Hans will ihn aus dem Haus bekommen und zahlt ihm sein Erbteil aus, damit er verschwindet. Am nächsten Morgen ist er weg und hat nur einen sehr kleinen Teil des Geldes mitgenommen. Für Lina ist somit erwiesen, dass es wirklich Heinz war. Wieb zeigt Hans und Lina den Ring als Beweis seiner echten Identität. Trotz des Flehens der beiden Frauen lehnt Hans es ab, Heinz nachzufahren, er hat seinen Sohn aufgegeben.

Der alternde Hans verbittert immer mehr. Eines Nachts sieht er Heinz im Zimmer stehen, er deutet diese Erscheinung als Zeichen seines Todes. Durch den Schock erleidet er einen Schlaganfall, von dem er sich aber wieder erholt. Erst jetzt, da er Heinz tot glaubt, bereut er seine Härte und hofft auf ein Wiedersehen mit Heinz im Jenseits.

Thematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der zentrale Konflikt der Novelle ist das Verhältnis von Hans und seinem Sohn Heinz. Hans vertritt die typischen Werte des aufstrebenden Besitzbürgertums des 19. Jahrhunderts: Jede Generation versucht, für die nachfolgende so viel wie möglich an Werten anzuhäufen. Hans ist fleißig, ehrgeizig und asketisch. Materieller Erfolg hat für ihn oberste Priorität. Als Familienoberhaupt verlangt er von seinem Sohn, dass auch er diese Werte vertritt und seinem Idealbild entspricht, den Vater achtet und ihm gehorcht.

Hans hat Heinz’ Karriere von Anfang an genau vor Augen: Vom Schiffsjungen zum Matrosen, über das Steuermannsexamen zum Kapitän. Dann sollen die Übernahme des väterlichen Unternehmens und ein Platz im Senat der Stadt folgen. Er hält Heinz’ Einverständnis für selbstverständlich und redet daher kaum darüber. Heinz lehnt diesen Lebensentwurf jedoch ab, wohl auch, weil er die Selbstständigkeit des Vaters geerbt hat und sich lieber (wie dieser) selbst eine Zukunft aufbauen würde.

Nachdem Heinz zurückgekehrt ist, kann durch die Sturheit beider keine Versöhnung erreicht werden. Hier zeigt sich, dass sich beide innerlich sehr ähneln: Sie beharren auf ihren Positionen und erwarten vom jeweils anderen, ein erstes Zugeständnis zu machen. Ein zaghafter Vermittlungsversuch Linas scheitert. Die Kommunikation innerhalb der Familie ist massiv gestört; die eigentlichen Konflikte werden nicht offen ausgetragen. Die Reue des Vaters folgt zu spät. Doch sie zeigt, dass Hans von Anfang an kein gefühlloser Despot, sondern ein liebender Vater gewesen ist, der aber aus Rücksicht auf gesellschaftliche Konventionen und tradierte Geschlechterrollen diese Gefühle nie zuvor offen zeigen konnte.

Handlungsstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Haupthandlung ist lesbar als ein Syntagma von acht Handlungskernen oder Krisen, die Vater und Sohn zunehmend voneinander entfremden:

  1. Heinz begibt sich auf seiner ersten Schifffahrt leichtfertig in Lebensgefahr, sein Vater bricht nach überstandener Angst in für den Jungen unbegreiflichen Zorn aus.
  2. Am Abend vor seiner Abfahrt zu einer einjährigen Schiffsreise als Matrose trifft Heinz Wieb ein letztes Mal und kommt unter Missachtung der Bürgerglocke zu spät nach Hause, der Vater ist wütend.
  3. Jule (Unglücksbotin) berichtet ihrem Bruder Hans vom Rendezvous des Sohnes. Hans schreibt dem Abgereisten einen zornigen Brief.
  4. Erste Verstoßung: Hans verweigert die Annahme des unfrankierten Briefes.
  5. Jule berichtet von Heinz’ Anwesenheit in Hamburg, Hans entscheidet sich ihn dort abzuholen.
  6. Ein Gerücht bestreitet Heinz’ Identität.
  7. Zweite Verstoßung: Hans will seinen Sohn auszahlen und komplimentiert ihn aus dem Haus, Heinz geht am nächsten Morgen.
  8. Heinz erscheint dem Vater als Revenant, dieser ahnt den Tod des Sohnes, nimmt ihn an und hofft auf ein Wiedersehen in der Ewigkeit.

Hintergrund der Katastrophe der ersten Verstoßung ist ein ungewöhnlich [hohes] Verlustkonto in Hans Kirchs Unternehmen, und auf dieser Basis rechtfertigt er auch die Annahmeverweigerung des Briefes: der ist für mich zu teuer. Die ökonomische Ratio wird hier gegen die Sohnesliebe ausgespielt, der Kalkül siegt über das Herz.

Wenig Raum nimmt dagegen die Liebesbeziehung zwischen Heinz und Wieb ein; erzählerisch geht die Nebenhandlung im Strom der Vater-Sohn-Geschichte unter. In einer überraschenden Wendung am Schluss nimmt Hans sie aber an Sohnes Statt an und verbringt mit ihr quasi seinen Lebensabend. Was sie verbindet, ist der abwesende Heinz, um dessen Verlust sie gemeinsam trauern. Die unmögliche Dreiecksgeschichte, in der strukturell der Mittelbürger und das Unterschichtsmädchen um die Person Heinz konkurrieren, endet in einer unwahrscheinlichen Zweierbeziehung, einer illusionären Versöhnung der Klassen. Katalytisch wirkt hier der Verlobungsring, den Wieb dem Vater als Beweis von Heinz’ Identität vorzeigt.

Hans bedenkt die junge Frau schließlich in seinem Testament, was ihrem sozialen Aufstieg gleichkommt. Der verstoßene Heinz wirkt in seiner Abwesenheit gemeinschaftsfördernd; er muss sich opfern, damit sich die antagonistischen Klassen verbinden können. Er wird so zum Stifter eines neuen Bundes, also zum Christus, während Hans „Adam“ sich vom altbiblischen strafenden zum neutestamentlichen liebenden Vater läutert. Das Scheitern der Vater-Sohn-Beziehung erhält so einen höheren, utopischen Sinn: Auf Kosten des Individuums erfolgt die Klassenversöhnung, die ihrerseits die Individuen miteinander und mit sich selbst versöhnt.

Dieses sozialhistorische Projekt der Entspannung und Aufhebung der sozialen Opposition wird erzähltechnisch durch die Dominantsetzung charakterlicher bzw. anthropologischer Merkmale realisiert: Hans verwandelt sich vom ehrgeizigen Kaufmann zum Müßiggänger. Schon auf der Ebene der Figuren und ihrer Einstellungen wird diese ideologische Vertauschung relevant, wenn Hans den Werdegang des Sohnes auf den Stufengang der bürgerlichen Ehren projiziert, einen sozial verbindlichen Kode, der den sozialen Status als Funktion von Altersstufen definiert und so ein soziales Kontinuum auf ein anthropologisches Kontinuum abbildet: mit etwa vierzig Jahren (wird man) Reeder. Ideologisch und für bürgerliches Erzählen typisch ist die „Durchquantifizierung der sozialen Achse“.[3] Die Beziehung von Sozialstatus und Subjektstatus erscheint als Naturgesetz, und wer dieser Vorschrift nicht folgt, fällt wie Heinz aus dem System der Akkumulation von Besitz und bürgerlichem Ansehen. Diesem gegenüber hat sich Heinz ja schon durch den jugendlichen Apfeldiebstahl – wieder eine biblische Konnotation – tendenziell disqualifiziert.

Sozial-historischer Kontext[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Krisenhaft liest sich die Geschichte des 19. Jahrhunderts: Die industrielle Revolution brachte nicht nur die „techn(ische) Erneuerung des Produktionsapparates, gesteigerte Akkumulation liquiden Kapitals, steigendes Arbeitsangebot“ und „seit der Mitte des 19. J(ahr)h(underts) (die) Revolutionierung des Verkehrswesens (Eisenbahn, Dampfschiff)“[4] und die Erschließung eines „einheitl(ichen) Markt(es)“,[5] sondern auch die „große Agrarkrise“ 1818, die Revolution von 1848 und anschließende Restauration, die Entstehung der, historiographisch-euphemistisch gesprochen „sozialen Frage“, die rasante Entwicklung der Industrialisierung nach der Reichsgründung, so dass seit „dem Ende der 70er Jahre […] die Landwirtschaft nicht mehr in der Lage (war), die Ernährung des Gesamtvolkes zu sichern“, dem „Spekulationsfieber der Gründerzeit folgte die große Krise von 1874“, durch die strukturelle Umwandlung der Betriebe entstand die „neue Schicht der Angestellten“, ein „neuer bürgerlicher Mittelstand“.[6]

Vor diesem Hintergrund „formte sich in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts ein […] Bild der bürgerlichen Kleinfamilie, in der die Rollenverteilung in einer Art und Weise äußerlich fixiert wurde, wie es bis dahin nur in der höfischen Etikette üblich gewesen war. […] (Die) häusliche Erziehungsgewalt des Vaters, überhöht fast in die Rolle des gottväterlich-absoluten Herrn mit rigoroser Gehorsamsforderung, dehnte sich auch auf die Mutter aus, die Hausfrau, die als Familienmutter nie zuvor eine so untergeordnete und unselbständige Stellung in der Familie innegehabt hat“.[7]

Das Verfahren der Naturalisierung oder Anthropologisierung sozialer und historischer Prozesse macht aus der Fabel (Krisenreihe) der Novelle die permanent neue Artikulation des immer gleichen „Prinzipalkonflikts“[8] und schreibt die „Herrschaft der Kleinfamilie“[9] ad infinitum fest: Ist die Familie des alten Rom „eine Rechtsinstitution zur Erhaltung des Besitzes und zur Wahrung hervorgebrachter religiöser Pflichten“ und also „nichts Naturgegebenes, keine physiologische Einheit“,[10] so tritt in der bürgerlichen „familialistischen Ideologie“ die ökonomische Basis des Familienzusammenhangs zurück: Darin „wird vor allem die ‚Liebe‘ als ‚natürliches‘ soziales Band zwischen autonomen Inividualitäten betont. In dieser Perspektive erscheint die Kleinfamilie als ‚natürliches Modell‘ der Gesellschaft“.[11]

Der narrative Diskurs klagt nun den Vater mangelnder familialer Integration – er ist ja nie zu Hause – und der Vertretung anachronistischer Überzeugungen in Bezug auf die Familie an und propagiert als Gegenbild das familiale Idyll. Hans dagegen ist „nur Bürger“,[12] und als solcher „übt (er) eine fundamentale Gewalt aus, die ihm gestattet, zugleich ‚Mensch des Gesetzes‘ und ‚Mensch der Regierung‘ zu sein“,[13] für den die Familie zum Ort „der Trennung, des Ausschlusses und der Reinigung“[14], zum „Hauptort der Disziplinarfrage nach dem Normalen und Anormalen“[15] wird.

So scheint die „heimliche Sympathie, mit der […] die Familie selbst im Zustande des Verfalls betrachtet“[16] wird, das ideologische Projekt des Textes zu motivieren:

„Man muß die Deutschen mit der Novelle fangen. Die Novelle nistet sich noch am meisten in Stuben und Familien ein [..], sie flüchtet sich auf die Stube, wo es keine Gendarmerie gibt. [..] So fasse ich die Novelle als Deutsches Hausthier auf.“[17]

Die Lektüre erscheint hier als „Bestandteil der Haus- und Familiengeselligkeit“[18]. Hatte das Programm der Vormärzautoren es offenbar noch darauf angelegt, die Familien ideologisch auf Trab zu bringen, sie politisch zu mobilisieren, so beschränkt sich nach der gescheiterten Revolution von 1848/49 das Erzählen „auf die Sphäre des Häuslichen, des Familienhaften, der bürgerlichen Unterhaltung und Belehrung, auf den bescheidenen Kreis des täglichen Lebens, der durch das außerordentliche Ereignis, die unerhörte Begebenheit zwar unterbrochen, aber doch nur bestätigt wurde“.[19] So wird die bürgerliche Familie, die „in sich selbst den Anfang ihrer Auflösung“ trägt[20] zur naturgegebenen, alternativlosen Keimzelle der Gesellschaft hypostasiert, das historisch Gewordene erhält das Signum der Ewigkeit.

Quellen und biographische Bezüge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Storm hatte selbst unter einem Vater-Sohn-Konflikt zu leiden: Sein ältester Sohn Hans war Alkoholiker, schaffte nur mit Mühe sein Examen in Medizin und war noch als erwachsener Mann immer wieder auf die Unterstützung des Vaters angewiesen. Storm brach zeitweise den Kontakt zu seinem Sohn ab.

Im September und Oktober 1881 besuchte Storm seine Tochter Lisbeth und deren Mann in Heiligenhafen. Dort hörte er die Geschichte eines Schiffers namens Brandt, der die Annahme eines Briefes seines Sohnes verweigerte und später, bei dessen Rückkehr, Zweifel an seiner Identität hatte. Diesen Stoff verarbeitete Storm von Oktober 1881 bis Februar 1882 zu einer Novelle. Die erste Buchausgabe erschien 1883 in Berlin bei Paetel.

Textgrundlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Theodor Storm: Hans und Heinz Kirch. Novelle. Anmerk. von Heike A. Doane, Nachw. von Walther Herrmann. Reclam, Stuttgart 2006 [1969]. (=RUB 6035)
  • Theodor Storm: Sämtliche Werke, Bd. 1–4. Hrsg. von Peter Goldammer, Berlin und Weimar, 5. Aufl. 1982

Verfilmung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans und Heinz Kirch (1976)
  • Am grauen Strand, am grauen Meer (1979), Regie: Klaus Gendries

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der große Brockhaus in 12 Bänden, 18., völlig neu bearb. Aufl., Wiesbaden 1977ff.
  • Heike A. Doane: Probleme der Kommunikation in Theodor Storms „Hans und Heinz Kirch“. In: Schriften der Theodor-Storm-Gesellschaft, 33. Jg., 1984, S. 45–51.
  • Heike A. Doane: Theodor Storm: Hans und Heinz Kirch. Erläuterungen und Dokumente. Stuttgart 1985.
  • Michel Foucault: Überwachen und Strafen. Die Geburt des Gefängnisses. Übers. v. Walter Seitter, Frankfurt/M 1976, 4. Aufl. 1981
  • Michel Foucault: Wahnsinn und Gesellschaft. Eine Geschichte des Wahns im Zeitalter der Vernunft. Übers. v. Ulrich Köppen, Frankfurt/M 1969, 4. Aufl. 1981
  • Winfried Freund: Theodor Storm: Hans und Heinz Kirch. Eine bürgerliche Tragödie. In: Interpretationen. Erzählungen und Novellen des 19. Jahrhunderts, Bd. 2, Stuttgart 1990, S. 301–332.
  • Ruth Hilbig: Theodor Storms „Carsten Curator“ und „Hans und Heinz Kirch“. Ein Beitrag zur Erkenntnis seiner Altersnovellistik. Greifswald (phil. Diss.) 1950.
  • Hartmut von Hentig: Vorwort zur deutschen Ausgabe von: Philippe Ariès: Geschichte der Kindheit, übers. v. Caroline Neubaur und Karin Kersten. München 1978, 6. Aufl. 1984
  • Volker Knüfermann: Realismus. Untersuchungen zur sprachlichen Wirklichkeit der Novellen „Im Nachbarhause links“, „Hans und Heinz Kirch“ und „Der Schimmelreiter“ von Theodor Storm. Münster 1967, S. 43–79 (phil. Diss.).
  • Jürgen Link: Von „Kabale und Liebe“ zur „Love Story“ – Zur Evolutionsgesetzlichkeit eines bürgerlichen Geschichtentyps. In: Jochen Schulte-Sasse (Hrsg.): Literarischer Kitsch, Tübingen 1979
  • Jürgen Link, Ursula Link-Heer: Literatursoziologisches Propädeutikum. Mit Ergebnissen einer Bochumer Lehr- und Forschungsgruppe Literatursoziologie 1974–1976. München 1980
  • Fritz Martini: Die deutsche Novelle im 'Bürgerlichen Realismus'. Überlegungen zur geschichtlichen Bestimmung des Formtyps. In: Josef Kunz (Hrsg.): Novelle, 2. Aufl., Darmstadt 1973
  • Fritz Martini: Von der Erzählung im bürgerlichen Realismus. In: Karl Konrad Pohlheim (Hrsg.): Handbuch der deutschen Erzählung, Düsseldorf 1981
  • Morus (Richard Lewinsohn): Eine Weltgeschichte der Sexualität. Hamburg 1956, 51.–60. Tsd. 1966
  • Hartmut Pätzold: Der soziale Raum als Ort „schuldlosen Verhängnisses“. Zur Kritik der Rezeptionsgeschichte von Theodor Storms Novelle „Hans und Heinz Kirch“. In: Schriften der Theodor-Storm-Gesellschaft 40. Jg., 1991, S. 33–50.
  • Eckart Pastor: Die Sprache der Erinnerung. Zu den Novellen von Theodor Storm, Frankfurt am Main 1988, S. 141–161.
  • Hermann Pongs: Eigenbewegung tragischer Stoffe: Kellers „Regine“ und Storms „Hans und Heinz Kirch“. In: ders.: Das Bild in der Dichtung, Bd. II: Voruntersuchungen zum Symbol, 2. Aufl., Marburg 1963. [1. Aufl. 1939, S. 230–238.]
  • Wolfgang Tschorn: Der Verfall der Familie. „Der Herr Etatsrat“ und „Ein Doppelgänger“ als Beispiele zu einem zentralen Darstellungsobjekt Storms. In: Schriften der Theodor-Storm-Gesellschaft, Bd. 29, hrsg.v. Karl Ernst Laage und Volkmar Hand, Heide/Holstein 1980
  • Hartmut Vinçon: Theodor Storm. Stuttgart 1973 (= Sammlung Metzler Band 122)
  • Ingeborg Weber-Kellermann: Die deutsche Familie. Versuch einer Sozialgeschichte. Frankfurt/M 1974
  • Manfred Weiß-Dasio: Die Unzulänglichkeit des Ganzen. Zu Theodor Storms Novelle „Hans und Heinz Kirch“. In: Literatur für Leser, Jg. 1988, Heft 3, S. 149–162.
  • Benno von Wiese: Die deutsche Novelle von Goethe bis Kafka. Interpretationen. Bd. II, Düsseldorf 1986. [Erstauflage 1962], S. 216–235.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hans und Heinz Kirch bei Zeno.org.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hartmut Vinçon, S. 64
  2. Hartmut Vinçon, S. 58
  3. Jürgen Link: Von „Kabale und Liebe“ zur „Love Story“, S. 146
  4. Brockhaus, Bd. 5, S. 528
  5. Brockhaus, Bd. 3, S. 111
  6. Brockhaus, Bd. 3, S. 110f.
  7. Ingeborg Weber-Kellermann, S. 110–118
  8. Storm am 27. November 1882 an Keller, Sämtliche Werke, Bd. 3, S. 745
  9. Hartmut von Hentig, S. 11
  10. Morus, S. 67
  11. Jürgen Link, Ursula Link-Heer: Literatursoziologisches Propädeutikum, S. 432
  12. Benno von Wiese, S. 228
  13. Michel Foucault: Wahnsinn und Gesellschaft, S. 463
  14. Foucault: Wahnsinn und Gesellschaft, S. 25
  15. Foucault: Überwachen und Strafen, S. 277
  16. Wolfgang Tschorn: S. 51
  17. Theodor Mundt, zit.b. Fritz Martini: Die deutsche Novelle, S. 364
  18. Fritz Martini, Von der Erzählung im bürgerlichen Realismus, S. 243
  19. Fritz Martini: Von der Erzählung, S. 244
  20. Horst Becker: Die Familie, zit.b. Ingeborg Weber-Kellermann, S. 180