Hansa-Jolle

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Klassenzeichen
Hansa Jolle.svg
Bootsmaße
Länge üA: 5,85 m
Länge WL: 4,85 m
Breite üA: 1,65 m
Freibord: 0,68 m
Tiefgang: 0,5 / 1,0 m
Gewicht (Ballast, Kiel): 150 kg
Segelfläche
Segelfläche am Wind: 14 m²
Großsegel: 9,95 m²
Fock: 4,05 m²
Sonstiges
Takelungsart: Slup
Klasse: nationale Einheitsklasse

Die Hansa-Jolle wurde 1947 von Henry Rasmussen, dem Gründer der renommierten Bootswerft Abeking & Rasmussen (A&R), auf der Basis eines ersten Entwurfs aus dem Jahr 1920 vorgestellt. Damals baute Henry Rasmussen für zwei Kopenhagener Freunde eine kleine Jolle namens Viska, mit der einhand längere Reisen im skandinavischen Ostseeraum gemacht wurden. Die besonders guten Erfahrungen mit der Jolle machten Mut für einen Neuanfang der Werft nach dem Krieg, da aufgrund von Vorschriften der Besatzungsmächte keine größeren Boote gebaut werden durften. Der Viska-Entwurf bekam mehr Freibord und Tiefgang und vor allem einen festen, abschließbaren Kajütaufbau.

Foto

Abeking & Rasmussen bauten unter dem Namen „Hansa-Jolle“ diese Jolle circa 20 Jahre lang in größeren Stückzahlen. Sie war aufgrund ihrer besonders guten Segeleigenschaften bald auf vielen Revieren zu finden. Im Jahr 1960 wurde sie dann als Nationale Klasse des DSV anerkannt. Die Werft A&R, die bisher das Monopol für den Bau der Hansa-Jolle hatte, gab die Pläne frei für den Bau durch andere Bootswerften.

Die Bezeichnung Jolle ist eigentlich irreführend, denn die Hansa-Jolle ist mit ihrer festen Flosse und mit ihrem Tiefgang von 50 cm ein Kielschwerter. Der Ballastkiel von 150 kg und die Breite von 1,65 Meter geben dem Segelboot Stabilität. Die Hansa-Jolle ist durch abgeschottete und mit Festschaum gefüllte Auftriebstanks unsinkbar.

Einem breiteren Publikum wurde die Hansa-Jolle bekannt durch zwei heute berühmte Segler:

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hansa-Jolle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wilfried Erdmann: Ein deutscher Segelsommer. Delius Klasing, Bielefeld 2007