Harald Groth

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Harald Groth (* 14. April 1943 in Uslar) ist ein deutscher Politiker (SPD).

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausbildung und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Groth besuchte die Volksschule in Uslar und begann im Anschluss eine Lehre in einem Hüttenwerk. Über den Zweiten Bildungsweg nahm er ein Studium der Sozialarbeit an der Universität Düsseldorf und an der Universität Bremen auf. Er war beschäftigt als Sozialarbeiter und wurde später als Bewährungshelfer tätig. Erneut studierte er Erziehungswissenschaften an der Universität Oldenburg und war im Anschluss bis 1986 Referent bei der Arbeiterwohlfahrt im Bezirksverband Weser-Ems auf.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits seit 1957 war er gewerkschaftlich organisiert. Er war zunächst bei der IG Metall Mitglied, wechselte danach jedoch in die der Gewerkschaft ÖTV. 1965 wurde Groth Mitglied der SPD. Ferner war er Vorsitzender der Arbeiterwohlfahrt im Kreisverband Delmenhorst sowie Vorsitzender der Delmenhorster Heimstiftung. Groth war zudem Mitglied des Aufsichtsrates der Gemeinnützigen Siedlungsbaugesellschaft in Delmenhorst.

Öffentliche Ämter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1972 wurde Groth erstmals Ratsherr der Stadt Delmenhorst. Zwischen 1972 und 1974 war er gewählter Bürgermeister sowie zwischen 1974 und 1976 Oberbürgermeister und letztlich von 1976 bis 1990 Beigeordneter der Stadt Delmenhorst. Er war Vorsitzender des Finanzausschusses im Rat sowie und finanzpolitischer Sprecher der SPD-Stadtratsfraktion. Wegen der so genannten Blaupapier-Affäre trat er als Oberbürgermeister zurück. Bei einer geheimen Probeabstimmung zum Haushalt legte man Pauspapier unter die Stimmzettel um Abweichler zu erkennen. Der Verstoß gegen Art. 38 GG hatte sonst keinerlei Folgen.

Groth wurde in der 11. Wahlperiode erstmals zum Mitglied des Niedersächsischen Landtages am 21. Juni 1986 gewählt. Diesem gehörte er durchgehend bis zum Ende der 14. Wahlperiode im Jahr 2003 an. Groth ist Vorsitzender des AWO-Bezirksverbandes Weser-Ems.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Barbara Simon: Abgeordnete in Niedersachsen 1946–1994. Biographisches Handbuch. 1996, Seite 131–132.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.nwzonline.de/index_regionalausgaben_stadt_delmenhorst_artikel.php?id=1941977
  2. http://www.awo-ol.de/De/Aktuelles/2009/03/Aktuelles_Ehrung_Dr_Groth.php