Harald Hundius

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Harald Hundius (* 20. Februar 1939 in Hamburg) ist ein deutscher Südostasienwissenschaftler, insbesondere Thaiist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hundius wurde 1971 an der Universität Frankfurt zum Dr. phil. promoviert. Er erforschte von 1971 bis 1974 als Erster umfassend die Lan Na Handschriften in den acht nördlichsten Provinzen Thailands, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziert. Von 1977 bis 1982 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Kiel tätig. Anschließend lehrte er bis 1992 im Rahmen einer DAAD-Dozentur an der Universität Chiang Mai. 1991 habilitierte er sich an der Universität Freiburg.[1]

Hundius lehrte von 1993 bis 2004 als Professor für Thai- und Lao-Sprachen und Literatur an der Universität Passau. Im Jahr 2000 verlieh ihm die Universität Chiang Mai die Ehrendoktorwürde in Lan Na-Sprache und Literatur. Er führt seit 1992 Projekte zur Konservierung von Handschriften an der Nationalbibliothek von Laos durch.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Nirāt Mǖang Klǟng von Sunthon Phū. Analyse und Übersetzung eines thailändischen Reisegedichts. Wiesbaden 1976, ISBN 3-447-01780-5.
  • Phonologie und Schrift des Nordthai. Stuttgart 1990, ISBN 3-515-04845-6.
  • The colophons of thirty Pali manuscripts from Northern Thailand. London 1990, OCLC 1137076970.
  • mit Hans Georg Berger, Volker Grabowsky und Martin Juergens: Monks and the camera. Buddhist Photography in Laos. Luang Prabang 2016, ISBN 978-1-941811-03-0.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hundius, Harald. In: Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender Online. degruyter.com, abgerufen am 28. Mai 2020 (Begründet von Joseph Kürschner, ständig aktualisierte zugangsbeschränkte Onlineausgabe).