Harmonizer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Harmonizer ist ein geschützter Begriff der US-amerikanischen Firma Eventide für einen rückgekoppelten Pitch Shifter. Der Harmonizer zählt zu den Effektgeräten in einem Rig.

Funktionsweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Hilfe eines Harmonizers lassen sich aus einem Einzelton vielschichtige Klänge erzeugen. Wird der Pitch Shifter etwa auf das Intervall einer großen Sekunde eingestellt und auf seinen Eingang relativ stark rückgekoppelt, so entsteht ein Klang aus aufeinandergestapelten Sekunden, der die Ganztonleiter enthält. Auch Mikrocluster lassen sich so erzeugen; darüber hinaus ist eine beliebige Transposition nach oben oder unten möglich. In der Popmusik werden Harmonizer vor allem zur Simulation von Satzgesang eingesetzt. Im Death Metal wurde er bisweilen verwendet, um einen Klang ähnlich dem Death-Metal-typischen Growlen zu erzeugen, einer Art tiefen, gutturalen Brüllens. Der Einsatz von Harmonizern galt jedoch unter vielen Death-Metal-Fans als Hinweis auf mangelnde Fähigkeit, diesen Gesangsstil auf natürlichem Wege zustande zu bringen.

Zumeist wird der Harmonizer mit einem Keyboard kombiniert, auf dem jene Akkorde oder mehrstimmigen Sätze gespielt werden, die im Endeffekt erklingen sollen. Gute Harmonizer ermöglichen auch Änderungen im Formantbereich der menschlichen Stimme, so dass eine Frauenstimme wie eine Männerstimme – oder umgekehrt – klingt.

Zu den Musikern, die einen Harmonizer einsetzen, gehören Kanye West, Bon Iver, James Blake und Jacob Collier.

Der Klang eines Harmonizers ähnelt gelegentlich dem eines Vocoders und wird mit diesem gelegentlich verwechselt.

Harmonizer in der Mechanik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Mechanik bezeichnet Harmonizer eine unter U.S. Patent 5,170,358 geschützte Software der Fa. Manufacturing Laboratories Inc. Zweck der Software ist die rasche Ermittlung der idealen Drehzahl eines Schaftfräswerkzeuges bei der Metallbearbeitung mittels Analyse des Frequenzspektrums des emittierten Schalls.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Michael Dickreiter, Volker Dittel, Wolfgang Hoeg, Martin Wöhr (Hrsg.): Handbuch der Tonstudiotechnik. 8., überarbeitete und erweiterte Auflage, 2 Bände, Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2014, ISBN 978-3-11-028978-7 oder e-ISBN 978-3-11-031650-6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Harmonizer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien