Hartmann-Operation

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Unter einer Hartmann-Operation versteht man eine diskontinuierliche Dickdarmoperation im Bereich des Sigma, bei der ein Teil des Darmes meist aufgrund einer akuten Erkrankung, zum Beispiel einer Entzündung mit Beteiligung des Bauchfells, entfernt werden muss. Hierbei erfolgt ein Blindverschluss des Enddarms und die Anlage eines endständigen zeitweiligen künstlichen Darmausganges. Nach Abheilung der akuten Erkrankung, meist nach 3 Monaten, wird in einer zweiten Operation der künstliche Darmausgang wieder entfernt, indem der Darm mit dem blind verschlossenen Enddarm verbunden wird.

Der häufigste Grund für dieses Operationsverfahren ist das Vorliegen einer schwereren Peritonitis im Rahmen einer Sigmadivertikulitis bzw. einer freien Perforation eines Divertikels oder eines entzündlichen Konglomerattumors, da in diesen Fällen eine sofortige Verbindung der beiden Darmenden ein hohes Risiko für Nahtundichtigkeit (Anastomoseninsuffizienz) birgt. Üblich ist eine erneute Kontinuität des Darmes nach 6 Monaten wiederherzustellen.

Henri Hartmann, Chirurg im Pariser Hôtel Dieu, schlug dieses Operationsverfahren ursprünglich für das Rektumkarzinom vor.

Literatur[Bearbeiten]

  • Carus: Atlas der laparoskopischen Chirurgie: Operationsablauf - Varianten - Komplikationen, Springer, Berlin, 2006, 1. Auflage ISBN 3-540-33673-7
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