Hartmann-Zahl

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Physikalische Kennzahl
Name Hartmann-Zahl
Formelzeichen
Dimension dimensionslos
Definition
Magnetische Flussdichte
Charakteristische Länge
Elektrische Leitfähigkeit
dynamische Viskosität
Benannt nach Julius Hartmann
Anwendungsbereich Magnetohydrodynamik

Die Hartmann-Zahl () ist eine dimensionslose Kennzahl von Fluiden, das heißt von Gasen oder Flüssigkeiten. Sie ist definiert als Verhältnis zwischen viskosen und magnetisch induzierten Reibungskräften.

Die Hartmann-Zahl (englisch Hartmann number) – benannt nach dem dänischen Physiker Julius Hartmann (1881–1951)[1] – spielt bei der Berechnung und Charakterisierung von Plasmen, wie sie beispielsweise in der Magnetohydrodynamik auftreten, eine wichtige Rolle.[2]

Definition[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Quadrat der Hartmann-Zahl ergibt die sogenannte Chandrasekhar-Zahl :[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. R. Moreau u. a.:Julius Hartmann and His Followers: A Review on the Properties of the Hartmann Layer. In: Magnetohydrodynamics Springer Netherlands, 2007, S. 155–170. ISBN 978-1-4020-4832-6
  2. X. Shan, D. Montgomery: On the role of the Hartmann number in magnetohydrodynamic activity. In: Plasma Physics and Controlled Fusion. Band 35, Nr. 5, 1993, S. 619–631, doi:10.1088/0741-3335/35/5/007.
  3. U. Burr, U. Müller: Rayleigh-Bénard convection in liquid metal layers under the influence of a vertical magnetic field. In: Physics of Fluids. Band 13, 2001, S. 3247–3257, doi:10.1063/1.1404385.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Peter Kurzweil: Das Vieweg-Formel-Lexikon. Vieweg+Teubner, Braunschweig 2002, S. 314 ISBN 3-528-03950-7.