Hartmut Abendschein

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Hartmut Abendschein (* 7. Oktober 1969 in Schwäbisch Hall) ist ein deutsch-schweizerischer Schriftsteller, Herausgeber und Verleger.

Leben[Bearbeiten]

Hartmut Abendschein besuchte das Gymnasium bei St. Michael in Schwäbisch Hall, war Buchhändler in Stuttgart, studierte Germanistik und Anglistik in Konstanz und Glasgow, arbeitete als wissenschaftlicher Dokumentar in Köln und lebt und arbeitet seit 2003 in Bern. Er ist Herausgeber und Autor des Literarischen Weblogs taberna kritika – kleine formen[1][2], Co-Hrsg. von litblogs.netLiterarische Weblogs in deutscher Sprache (mit Christiane Zintzen)[3] sowie spatien – zeitschrift für literatur (mit Benjamin Stein und Markus A. Hediger). Seit 2007 ist er Verleger der edition taberna kritika.

Werke[Bearbeiten]

  • Schellendiskursli / Schellenexkursli. Eine poetische Analyse des "Schellenursli" mit einem Kommentaressay und zahlreichen Illustrationen sowie einem Nachwort von Elisabeth Wandeler-Deck. edition taberna kritika, Bern 2013, ISBN 978-3-905846-24-9.
  • disco (dis/co) (Gedichte, Auswahl). In: entwürfe Nr. 73. KaMeRu, Zürich 2013, ISBN 978-3-906082-00-4.
  • Dranmor. Athena Verlag, Oberhausen 2012, ISBN 978-3-89896-491-3.
  • Notula Nova - Theorie & Praxis (Auswahl). In: Idiome Nr. 4. Klever, Wien 2011, ISBN 978-3-902665-30-0.
  • Franz Kafka - Kleine Formen; gesammelt und gelesen von Fritz Michel und Hartmut Abendschein. edition taberna kritika, Bern 2010, ISBN 978-3-905846-10-2.
  • Die Träume meiner Frau. Hybride Stoffe. Athena Verlag, Oberhausen 2007, ISBN 978-3-89896-305-3.
  • die horizontlüge. gedichte & kleine prosa. edition taberna kritika, Bern 2007, ISBN 978-3-03-301325-4.
  • Franz Dodel/Hartmut Abendschein (Hrsg.): Wissen und Gewissen, eine literarische Anthologie. Stämpfli, Bern 2005, ISBN 3-7272-1297-7.

Konzeptuelle Arbeiten (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Recycling Le Tour de France. Komposition für drei Soundboards, eine Yamaha PSR-420 und diverse, künstliche Stimmen - Partitur, Dokumentation, Materialien. Video & limitierte Printedition, Bern 2014, ISBN 978-3-905846-29-4.
  • jetzt ist es ein kunstwerk - 100 Flooksbooks nach Sam Kautsch, Bern 2012, ISBN 978-3-905846-21-8.
  • The Chomskytree-Haiku (Rhizome(Rhizome)) / TCT-H (R(R)). Eine intermediale Allegorie poetischen Arbeitens. Online-Installation, Bern 2011.
  • iKindle - micro reading device (Readymade), Bern 2011, ISBN 978-3-905846-14-0.
  • Ueberich I. Datenbank der Realfiktionen / Database of real fiction 1(2)/2009. Video (60 Min.), Bern 2011.
  • ONPOS - Wörter, die es gar nicht gibt, Bern 2010, ISBN 978-3-905846-13-3.
  • Das blaue Buch der Weissheit, Bern 2010, ISBN 978-3-905846-09-6.
  • Bibliotheca Caelestis. Tiddlywikiroman. edition taberna kritika, Bern 2008, ISBN 978-3-905846-02-7.

Aufsätze (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Notula Nova – Notatpoetik und (Ko(n))Textproduktion im literarischen Weblog. In: Norbert Lange (Hrsg.): Metonymie. Verlagshaus J. Frank. Berlin, 2014. ISBN 978-3-940249-58-6
  • Heliosis, oder: Vom (Un)Trost einer Literaturgeschichte als Klimageschichte. In: außer.dem Nr. 19, 2012.
  • Der literarische Troll. Spekulationen zum Verständnis einer Funktion als Figur (Essay). Bern, 2012.[4]
  • Rede der toten Lady Gaga von der Kanzel herab, dass nur [reine Oberfläche] sei. (dt./frz.) In: Chair(e) Fiction. Ausstellungskatalog. Le Noirmont: La Nef, 2011. ISBN 978-2-8399-0912-9
  • Neue Wege für die Literatur im Netz: literarische Weblogs. In: orte 166 (2011).
  • Am Nullpunkt des Texts. Handschriftlichkeit, Schreiben, Digitalität. Interview-Essay in zwei Teilen. Berliner Gazette, 3. November 2010,[5] 22. November 2010[6]
  • Hybride Projekte – Schreiben, Vermitteln, Verlegen in der Zeit medialer Übergänge. In: Giacomuzzi, Renate / Neuhaus, Stefan / Zintzen, Christiane (Hrsg.): Digitale Literaturvermittlung: Praxis, Forschung und Archivierung. Innsbruck, 2010. ISBN 978-3-7065-4883-0
  • Der Autorname als URL. In: Berliner Gazette, 9. Februar 2009[7]
  • Autorgenesen. Die Erfindung des Autors durch das Wort. In: Marvin Chlada/Gerd Dembowski (Hrsg.): Das Foucaultsche Labyrinth. Alibri, 2002. ISBN 3-932710-32-0

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 2010: Isla-Volante-Literaturpreis[8] für Die Träume meiner Frau
  • 2012: Werkbeiträge Kanton und Burgergemeinde Bern
  • 2013: Werkbeitrag Burgergemeinde Bern

Literatur[Bearbeiten]

  • Thomas Morawitzky: Literarische Inseln im digitalen Meer. Porträt von Hartmut Abendschein. Stuttgarter Nachrichten, 4. Januar 2013
  • Gesine von Prittwitz: Steglitz stellt Hartmut Abendschein mit „taberna kritika“ vor. SteglitzMind, 12. Dezember 2012[9]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. vgl. langzeitarchivierte Netzliteraturprojekte im Deutschen Literaturarchiv Marbach
  2. vgl. Artikel Die sind dann mal weg. In: Süddeutsche Zeitung, 5. April 2011
  3. vgl. Dokumentation der Dilimag-Tagung Digitale Literaturvermittlung
  4. etkbooks, Online-Publikation
  5. Berliner Gazette, Online-Publikation
  6. Berliner Gazette, Online-Publikation
  7. Berliner Gazette, Online-Publikation
  8. Isla-Volante-Literaturpreis
  9. SteglitzMind, Online-Publikation