Bronkhorst (Adelsgeschlecht)

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Stammwappen derer von Bronkhorst nach dem Armorial Gelre
Ehemaliges Schloss in Bronkhorst

Die Herren von Bronkhorst, auch Bronckhorst oder die Bronkhorsten, waren ein Adelsgeschlecht, das ursprünglich wohl aus dem reichsunmittelbaren heute belgischen Rekheim an der Maas stammt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die wichtigsten Vertreter dieses Adelsgeschlechts sind:

  • Gysbert I.: Er soll der erste aus diesem Geschlecht gewesen sein. Er war Bannerherr des Grafen von Geldern und ließ um 1140 das Schloss in Bronkhorst bauen, das strategisch auf einem Sandhügel am Ufer der IJssel stand und dem Besitzer die Kontrolle über die Schifffahrt ermöglichte.
  • Wilhelm II. (1241–1290) wird als Heerführer in der Schlacht von Worringen im Jahre 1288 bezeugt.
  • Giselbert, von 1273 bis 1306 Erzbischof von Bremen, ein Enkel von Wilhelm II. und Bruder Wilhelms III.
  • Wilhelm III., ein Enkel von Wilhelm II., war ab 1315 Herr von Bronkhorst. Er erwarb durch seine Ehe mit Johanna das Gut Batenburg und war Marschall des Herzogs Rainald II. von Geldern. Er fiel 1328 im Kampf gegen Lüttich.
  • Florenz (Florentius), Archidiakon von Hadeln und Rüstringen, einer von drei rivalisierenden Bischofselekten von Bremen, starb ohne je päpstlich bestätigt zu werden, ein Sohn Wilhelms III.
  • Gysbert V., der älteste Sohn und Nachfolger von Wilhelm III. Er begann den Bürgerkrieg gegen das Geschlecht Heeckeren und gegen Herzog Rainald III. von Geldern und hatte großen Erfolg. Chronisten beschreiben ihn, je nach der Partei, der sie angehörten, als genial und tapfer oder als einen blutrünstigen Bandenführer. Er starb auf dem Höhepunkt seiner Macht im Jahr 1356.
  • Dietrich erwarb um 1380 Anholt.

Mit Georg (Joost), der 1553 starb, erlosch das Geschlecht. Schloss und Herrschaft Bronkhorst fielen an seine Nichte Irmgarde von Wisch, die 1539 Graf Georg von Limburg-Styrum geheiratet hatte; der Besitz blieb bis 1721 in dieser Familie.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blasonierung lautet: In Rot ein silberner, goldgekrönter, bewehrter Löwe mit einem doppelten, über Kreuz gelegten Schwänze, und auf dem Helme zwei schwarze Bärentatzen, in jeder eine silberne Münze.[1]

Später wurde das Wappen mit den Besitzungen vermehrt: Blasonierungen[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Anton Fahne: Geschichte der Freiherren und Herren von Hövel. I. Band, II. Abteilung (Geschichte und Genealogie derjenigen Familien, aus denen die Herren von Hövel ihre Frauen genommen haben), Köln 1860, S. 12 (Google Bücher).
  2. Blasonierungen im Wappenbuch des Westfälischen Adels