Heinrich Buchenau

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Heinrich Buchenau (* 20. April 1862 in Bremen; † 15. Mai 1931 in München) war ein deutscher Numismatiker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heinrich Buchenau war der älteste Sohn[1] des Bremer Botanikers und Pädagogen Franz Georg Philipp Buchenau und seiner Frau Margarethe Auguste geb. Adami († 1905). Er studierte Philologie und Geschichte an den Universitäten in Leipzig, Jena und Straßburg, wo er 1887 promoviert wurde. Nach dem Abschluss ging er zunächst in den Schuldienst und unterrichtete Geographie und Geschichte am Sophienstift in Weimar. In dieser Zeit setzte nebenberuflich seine wissenschaftliche Beschäftigung mit der Numismatik des Mittelalters ein, die zu zahlreichen Veröffentlichungen auf numismatischem Gebiet führte. Von 1908 bis 1927 war er Kustos an der Staatlichen Münzsammlung in München und ordnete deren mittelalterliche Bestände nach wissenschaftlichen Grundsätzen. Seit 1916 lehrte er dazu als Professor für Mediävistik und Geldkunde an der Universität München.

Heinrich Buchenau war von 1899 bis 1928 Herausgeber der Blätter für Münzfreunde, in denen er zahlreiche seiner Aufsätze veröffentlichte. Sein schriftlicher Nachlass liegt in der Staatlichen Münzsammlung München. Seine Münzsammlung wurde 1931 in München bei Helbig versteigert.[2]

Der Verleger und Buchgestalter Siegfried Buchenau war sein Sohn. Der Kaufmann und Kunstsammler Siegfried Buchenau war ein Bruder Heinrichs.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Über den Gebrauch und die Stellung des Adjectivs in Wolframs Parzival. Köthen 1887 (= Dissertation)
  • Der Brakteatenfund von Niederkaufungen bei Cassel. Ein Beitrag zur Geschichte des mittelalterlichen Münzwesens, besonders der Gebiete von Hessen, Thüringen, Waldeck und der Erzbischöfe von Mainz. Dresden 1903
  • Der Bremer Fund, in: Zeitschrift für Numismatik 19 (1895) 1–52. (Digitalisat)
  • Grundriss der Münzkunde. 1920
  • Der Marburger Brakteatenfund. Halle/Saale 1924

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Behrendt Pick (Hrsg.): Heinrich Buchenau am 20. April 1922, 60 Jahre Alt. Weizinger, München 1922.
  • Buchenau, Heinrich in: Große Bayerische Biographische Enzyklopädie. de Gruyter, Berlin 2005, S. 250.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eintrag zum Vater in Wer ist's? 2 (1906) S. 156.
  2. Nachlaß Professor Dr. H. Buchenau und aus anderem Besitz, Münzen des Mittelalters, Münzen und Medaillen vieler Zeiten und Länder, Numismatische Bibliothek. Auktion 10. Dezember 1931, Otto Helbing Nachf., München 1931 (Digitalisat).