Geschichte des Geldes

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Silbertaler Erzherzog Leopold V. von Österreich-Tirol, geprägt 1632. Aus der Bezeichnung „Taler“ ging das Wort „Dollar“ hervor.
Uruk-zeitliche Zählsteine aus Susa in Mesopotamien. Geld diente bereits in frühen Agrargesellschaften als Recheneinheit.
In Westafrika waren bis ins 20. Jahrhundert Armreife aus Metall, sogenannte Manillen, als Zahlungsmittel in Umlauf.

Die Geschichte des Geldes beginnt in urgeschichtlicher Zeit und reicht bis in die Gegenwart. Geld wurde als Recheneinheit bereits in den frühen Agrargesellschaften in Mesopotamien und Ägypten verwendet. Eine Frühform des Geldes ist Warengeld. Beispiele hierfür sind Muscheln, Getreide, Vieh oder Edelmetalle. Letztere haben den Vorteil, dass sie relativ knapp, haltbar und leicht teilbar sind. Edelmetalle kamen daher schon in prähistorischer Zeit als Zahlungsmittel zum Einsatz.

Die Lyder prägten in Kleinasien im 7. Jahrhundert v. Chr. erste Münzen. Über das heutige Griechenland verbreitete sich die Geldform in Europa. Im Zeitalter des Hellenismus setzten sich Münzen im Gebiet des ehemaligen Perserreiches und in Nordafrika durch. Parallel entwickelten sich in Indien und China unabhängige Finanzsysteme. Die Römische Republik etablierte in ihrem Herrschaftsgebiet zentrale Münzstandards. Durch den Niedergang Roms dezentralisierte sich die europäische Geldwirtschaft im Frühmittelalter. Münzprägungen knüpften dort an ihr vorheriges Niveau erst im 13. Jahrhundert wieder an. Die Kalifen führten in ihrem Reich islamische Münzen ein. Sie fungierten bis zum osmanischen Münzwesen im 14. Jahrhundert als offizielle Währung.

Phasen mit stabilen Preisen wechselten sich in der frühen Neuzeit mit Perioden der Inflation ab. Für das Heilige Römische Reich muss insbesondere die Kipper- und Wipperzeit im 17. Jahrhundert genannt werden. Als Reaktion auf die damaligen Wertschwankungen bei Münzen gründeten Handelsstädte wie Hamburg, Nürnberg und Venedig ein Netzwerk aus öffentlichen Girobanken. Durch den Transfer von Buchgeld ermöglichten diese einen bargeldlosen Zahlungsverkehr, der sich im Fernhandel bereits etabliert hatte.

Papiergeld wurde in China während der Song-Dynastie im 11. Jahrhundert eingeführt. In Europa verbreiteten sich Banknoten im 17. Jahrhundert. Als erste Notenbank gilt der Stockholms Banco, der ab 1661 Papiergeld ausgab. Den Wert der umlaufenden Credityf-Zedel sollte eine Einlage in der Bank garantieren. Aus diesem Prinzip entwickelte sich im 19. Jahrhundert das Notenbankwesen und setzte sich in gesamt Europa durch. Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren Währungen im Rahmen des sogenannten Goldstandards durch Gold gedeckt.

Die westlichen Industrienationen schafften den Goldstandard im Laufe des 20. Jahrhunderts als Reaktion auf die durch die beiden Weltkriege beeinflussten Finanzkrisen ab. Die anschließende Digitalisierung führte dazu, dass Geldgeschäfte zunehmend elektronisch abgewickelt wurden. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts etablierten sich rein digital verfügbare Kryptowährungen. Ein Beispiel ist der in einem Whitepaper im Jahr 2008 vorgestellte Bitcoin.

Geld und Geldgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Banknote des Stockholms Banco aus dem Jahr 1666

Um die Geschichte des Geldes darzustellen, benötigt man eine Definition des Geldbegriffs. Dieser hat sich im Laufe der Zeit gewandelt.[1] In China verfasste der Philosoph Guan Zhong eine erste Abhandlung zum Thema, in Griechenland Platon.[2][3] Eine Möglichkeit zur Beschreibung des Geldes bieten seine Funktionen: Es dient als Tausch- und Zahlungsmittel, als Recheneinheit sowie zur Wertaufbewahrung.[4] Die Geschichte des Geldes umfasst Mittel, die mindestens eine jener Geldfunktionen erfüllen.[5] Historisch waren verschiedene Geldformen im Einsatz, wie Warengeld, Münzgeld, Papiergeld und Buchgeld.[6] Ihre Entwicklung verlief zeitweise parallel und steht in enger Verbindung mit der Historie der Banken, der Finanzinstrumente und der Finanzkrisen. Die Geldgeschichte ist damit ein Teil der Wirtschaftsgeschichte.[7]

Die Summe des in einer Volkswirtschaft umlaufenden Geldes nennt sich Geldmenge.[8] Auch sie kann zur Abgrenzung des Geldbegriffs verwendet werden. Die Europäische Zentralbank misst die Geldmenge in drei Aggregaten.[9] Geld im engsten Sinne (M1) bilden demnach Münz- und Papiergeld sowie Buchgeld mit einer Fälligkeit von bis zu einem Tag. Im weitesten Sinne sind Forderungen mit einer Laufzeit von bis zu zwei Jahren in der Geldmenge M3 enthalten.[10] Dazu zählen Termingeld und kurzlaufende Anleihen. Bei welchen Finanzinstrumenten es sich um Geld handelt, wurde in der Vergangenheit kontrovers diskutiert. Englische Wissenschaftler führten im 19. Jahrhundert einen Diskurs darüber, ob Banknoten Geld darstellen.[11] Die Literatur des 21. Jahrhunderts betrachtet sie hingegen eindeutig als Geldform. Gleiches gilt für Buchgeld, hier hängt die Definition von der Laufzeit der Forderungen ab.[12][13]

Der Ursprung des Geldes liegt vor Beginn der Geschichtsschreibung.[14] Zur Entstehung gibt es mehrere Theorien.[15] Die Klassik nach Adam Smith sieht den Tauschhandel als Vorgänger der Zahlungsmittel.[16] Der Chartalismus betrachtet den Staat als treibende Kraft und die Kredittheorie führt den Ursprung des Geldes auf Schulden zurück.[17] Daneben existieren weitere Geldtheorien, etwa von Marx und Keynes.[15] Geldtheorie ist ein eigenes Forschungsfeld und geht über die historische Betrachtung hinaus. Sie untersucht die Eigenschaften des Geldes und zählt zur Volkswirtschaftslehre.[7] Einige Arbeiten zur Geldtheorie befassen sich auch mit der Geldgeschichte.[18] Die beiden Disziplinen sind daher nicht strikt voneinander trennbar.

Natural-, Waren- oder Nutzgeld[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chinesisches Kaurigeld ist eine Art des Muschel- und Schneckengeldes.
Verleihung von Ehrengold an Eje II. Im Alten Ägypten wurde der Wert von Waren in einer Einheit namens shat gemessen.
Die Azteken nutzten in Mittelamerika Kakaobohnen als Geldform.

Ursprung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geld wurde von prähistorischen Kulturen weit vor der Verbreitung von Münzen verwendet.[19] Man spricht in diesem Zusammenhang von vormünzlichen Zahlungsmitteln.[20] Eine Frühform des Geldes ist Warengeld, auch Natural- oder Nutzgeld genannt. Es handelt sich um Zahlungsmittel, deren „innerer Wert“ von ihrer zugrundeliegenden Substanz (Ware) abhängt.[21] Beispiele finden sich auf der gesamten Welt.[22] Hierzu zählen unter anderem Muschel- und Schneckengeld in Afrika, Asien und Ozeanien, Pelzgeld in Amerika und Europa sowie zahlreiche Formen des Metallgeldes. Weitere zugrundeliegende Waren sind landwirtschaftliche Erzeugnisse wie Getreide oder Vieh.

Eine arbeitsteilige Gesellschaft ist auf den Austausch von Dienstleistungen und Gütern angewiesen. Geld erleichtert den Handel, indem es eine Rolle als Medium übernimmt.[23] Der Name einiger Währungen und Finanzgeschäfte lässt auf ihre ursprüngliche Warenbindung rückschließen. Der sumerische Begriff für Zins, maš, kann etwa mit „Kalb“ oder „Ziegenjunges“ übersetzt werden. Zinsen und Zinseszinsen stehen historisch in Zusammenhang mit der Viehleihe und Viehzucht.[24][25] Auch das lateinische Wort für Geld, pecunia, leitet sich von pecus für Vieh ab.[14] Die Währungen Pfund und Schekel sind nach Gewichtsmaßen benannt.[26] Das Wort „Salär“ hat seinen Ursprung in der Bezahlung römischer Legionäre mit Salz.[27][28] Geld entstand zu unterschiedlichen Zeitpunkten an unterschiedlichen Orten.[29] Erste schriftliche Zeugnisse finden sich in Mesopotamien und Ägypten.

Frühe Agrargesellschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Agrargesellschaften in Mesopotamien nutzten bereits in der Uruk-Zeit Figuren und Symbole zur Darstellung von Waren.[30] Diese dienten als Recheneinheit sowie zur Buchhaltung und erfüllten damit Geldfunktionen. In frühen Phasen kamen aus Ton gefertigte Zählsteine zum Einsatz, später Tontafeln mit Schriftzeichen.[31] Eines der bekanntesten Schriftstücke des alten Mesopotamien ist der babylonische Codex Hammurabi. Es handelt sich um eine Sammlung von Rechtssprüchen. Unter anderem regelt der Codex Zinszahlungen in Form von Getreide und Silber.[32] Die Bewohner des Alten Reiches in Ägypten (2750 bis 2150 v. Chr.) maßen ebenfalls den Wert von Waren mit einer Recheneinheit.[33] Der sogenannte shat fungierte in Ägypten als Medium im Handel und wurde von Schreibern zur Dokumentation von Geschäften genutzt.[34][35] Die Entwicklung des Geldes steht in enger Verbindung mit der Etablierung der Schrift und der Mathematik. Die erste biblische Erwähnung von Geld findet sich im Buch Genesis 17,12 und 17,13.[36] Die Ausführungen beziehen sich auf den Kauf von Sklaven. In China entwickelte sich spätestens ab der Shang-Dynastie ein Finanzsystem. Dort dienten Kaurischnecken als Warengeld, später wurden sie durch andere Geldformen ersetzt.[37] In Mittelamerika maßen die Azteken den Wert von Waren in Kakaobohnen.[38] Zusätzlich kam in der Region Goldstaub als Zahlungsmittel zum Einsatz.[39]

Edelmetalle und Weiterentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Edelmetalle wie Gold, Silber und Kupfer spielten eine besondere Rolle bei der Entstehung von Geld. Sie haben den Vorteil, dass sie relativ knapp, haltbar und leicht teilbar sind. Daher wurden Edelmetalle bereits in vorgeschichtlicher Zeit als Geld genutzt.[14] Sie dienten selbst als Zahlungsmittel und zu deren Deckung. Der ägyptische shat war an Kupfer und später an Gold gebunden.[33] In Mesopotamien fungierte Silber als Wertmaßstab.[40] Bronzezeitliche Kulturen in Vorderasien nutzten Hacksilber als Geldform.[41] Hierbei wurden kleinere Gegenstände aus Silber gewogen und als Zahlungsmittel verwendet. Auch in Europa dienten Silber und Bronze als Hackgeld.[42][43] In späteren Entwicklungsstufen bildeten Edelmetalle den Rohstoff für Münzen. Europäische Währungen waren bis in die Neuzeit durch Gold gedeckt.[44]

Grundsätzlich ist der Gebrauch von Warengeld weder auf eine Zeitepoche noch auf einen Kulturkreis beschränkt. In Deutschland wurden nach dem Zweiten Weltkrieg auf den Schwarzmärkten Zigaretten anstelle der wertlos gewordenen Reichsmark als Zahlungsmittel verwendet.[14] In US-amerikanischen Gefängnissen kam diese Geldform ebenfalls zum Einsatz.[45] Die Bewohner Mikronesiens nutzten bis ins 20. Jahrhundert Steingeld.[46] Im 21. Jahrhundert waren in einigen Kulturen ursprüngliche Geldformen gemeinsam mit modernen Währungen in Gebrauch.[29]

Entwicklung des Münzgeldes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Münzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lydische Elektron-Münze, frühes 6. Jahrhundert v. Chr.
Indische Silbermünze des Maurya-Reiches, 3. Jahrhundert v. Chr.

Die Lyder führten erste Münzen in Kleinasien Mitte des 7. Jahrhunderts v. Chr. ein.[47][48] Diese bestanden aus einer Gold-Silber-Legierung namens Elektron. Münzgeld verbreitete sich anscheinend unabhängig voneinander in Indien, China sowie in Regionen rund um das Ägäische Meer.[49] Während Münzen aus der Ägäis gestempelt wurden (beheizt und gehämmert mit Insignien), stellten die Bewohner des indischen Ganges-Tales sie aus gestanzten Metallplatten her. Chinesische Münzen wurden mit Löchern in der Mitte aus Bronze gegossen und zusammen aufgereiht. Die verschiedenen Formen und metallurgischen Prozesse implizieren eine getrennte Entwicklung innerhalb desselben Zeitraums. Der Handel Chinas mit Indien, Mesopotamien, Ägypten und dem Ägäis-Raum über die Seidenstraße hatte damals erst einen unterentwickelten Anfang genommen.[50] Ab welchem Zeitpunkt man in den verschiedenen Regionen von Münzen sprechen kann, hängt von der Definition des Begriffs ab. So stellt chinesisches Messergeld je nach Standpunkt entweder einen Vorläufer oder eine frühe Ausprägung des Münzgeldes dar.[37]

Antikes Griechenland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Herrscher Pheidon soll im griechischen Argos im 8. Jahrhundert v. Chr. Standards für Gewichte und Maße eingeführt haben.[51] Die Verbreitung standardisierter Münzen begann ab etwa 650 v. Chr. in Städten Kleinasiens. Sie setzte sich in der ägäischen Inselwelt und spätestens um 500 v. Chr. in Süditalien fort. Im europäischen Teil des antiken Griechenland wurden frühe Münzen auf der Insel Ägina geprägt. Es handelte sich um Stater mit Schildkrötensymbol. Da ihr Wert zwei Drachmen entsprach, hieß die Münzsorte auch Didrachme.[52] Die Drachme war in der Antike eine Gewichts- und Münzeinheit, die in der Regel aus Silber bestand. Der Stadtstaat Athen gab sie ab etwa 546 v. Chr. unter Peisistratos aus. Eine attische Drachme besaß einen Wert von sechs Oboloi. Das Wort „Obolus“ bedeutet soviel wie „Spieß“ und geht vermutlich auf eine vormünzliche Geldform zurück.[53]

Münzen erleichterten den Handel wesentlich. Sie hatten den Vorteil, immer gleiche Größe, gleiches Gewicht und gleiches Aussehen zu besitzen. Anstatt sie zu wiegen, konnten Kaufleute sie abzählen. Im Zeitalter des Hellenismus ersetzte das Münzwesen ursprüngliche Handelsformen im Gebiet des ehemaligen Perserreichs und setzte sich bis Nordindien, aber auch in Italien und Karthago durch. Alexander der Große eröffnete in seinem Herrschaftsgebiet neue Prägestätten und schuf damit einen einheitlichen Münzstandard.[54] Nach seinem Tod waren in den hellenistischen Staaten verschiedene Währungen in Umlauf. In einigen Gebieten dominierte der attische Münzfuß, in an anderen Regionen waren abweichende Münzsorten gebräuchlich. Die Ptolemäer führten in Ägypten ein eigenes Geldsystem ein.[55] Schließlich etablierten sich römische Münzen und verdrängten die Währungen der hellenistischen Welt. Grund hierfür war der Mangel an Silbermünzen in Griechenland einerseits und der Silberreichtum der Bergwerke der römischen Provinzen in Spanien andererseits.[56][57]

Römische Münzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Denarius mit Abbild der Flavia Domitilla (etwa 82–85 n. Chr.)

Die Römische Republik gab Münzen erstmals im 4. Jahrhundert v. Chr. aus.[58] Sie waren durch hellenistische Vorbilder inspiriert und wurden teilweise in griechischen Stätten geprägt. Eine Massenfertigung von Münzen begann in Rom um das Jahr 269 v. Chr. Zuvor hatte das republikanische Heer einen Sieg gegen Pyrrhos errungen und griechische Stadtstaaten in Unteritalien erobert. Die größte Münzstätte Roms lag zu dieser Zeit auf dem Kapitol nahe dem Tempel der Göttin Juno Moneta. Auf ihren Beinamen „moneta“ lässt sich das englische Wort „money“ zurückführen. Die Bezeichnung „Münze“ soll darin ebenfalls ihren Ursprung haben. Geprägt wurde die aus Silber bestehende Didrachme. Besitzer konnten sie gegen zehn aus Kupfer gefertigte Asse eintauschen.[59]

Die Kosten des Zweiten Punischen Krieges führten Ende des 3. Jahrhunderts v. Chr. zu einer Finanzkrise. Diese gipfelte in der Zahlungsunfähigkeit der Republik. Münzgeld diente im alten Rom zur Entlohnung der Armee sowie zur Abwicklung von Geschäften. Ein Handelsplatz war das Forum Romanum. Neben Bargeld wurden auch Buchgeld und weitere Finanzinstrumente eingesetzt.[60] Als Reaktion auf die kriegsbedingte Geldknappheit reduzierte die Republik den Anteil an Edelmetallen in ihren Münzen. Der Geldentwertung wirkte sie schließlich im Jahr 211 v. Chr. durch eine Währungsreform entgegen. Fortan bildete der aus Silber geprägte Denarius den römischen Münzstandard.[61] Das Geldsystem umfasste neben dem Denar weitere Münzsorten und verbreitete sich über die Staatsgrenzen hinaus. Finanzkrisen traten auch in späterer Zeit sowohl in der Republik als auch im Kaiserreich auf. Im Jahr 235 n. Chr. überrannten germanische Stämme die Grenzen des Reiches und schnitten Rom von seinen spanischen Silberminen ab. Die Folge war eine tiefe Staats- und Wirtschaftskrise.[62]

Europäisches Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sachsenpfennig (etwa 1070–1100)

Beim Niedergang des Römischen Reiches übernahmen die Menschen im frühen Mittelalter zwar dessen Münzen, begannen jedoch erst schrittweise sie zu kopieren und weiterzuentwickeln.[63] Dies führte zu einer vorübergehenden Abnahme der Münzprägungen in Europa, die an ihr altes Niveau erst im 13. Jahrhundert wieder anknüpften.[60] Der fränkische König Karl der Große etablierte in seinem Reich im 8. Jahrhundert eine Münzordnung nach römischem Vorbild. Sie basierte auf einem Silberstandard.[64] Im karolingischen Münzsystem wurden 240 Denare, auch Pfennige genannt, aus einem Pfund Silber geprägt. Zwölf Pfennige entsprachen wiederum dem Wert von einem Schilling. Das System aus Pfund, Schilling und Pfennig (englisch: Penny) hatte in Europa lange Zeit Bestand, in Großbritannien sogar bis 1971.[63]

Im Hoch- und Spätmittelalter waren im Heiligen Römischen Reich neben dem Pfennig weitere Silbermünzen und Goldmünzen wie der Florentiner in Umlauf.[65] Preise wurden in den jeweiligen, durch Silbermengen definierten Währungseinheiten angegeben. Im täglichen Zahlungsverkehr fanden sowohl Kurantmünzen als auch Scheidemünzen Verwendung. Kurantmünzen werden vollständig vom Materialwert gedeckt, Scheidemünzen nur anteilig.[66] Umlaufende Goldmünzen hatten im Mittelalter und der frühen Neuzeit einen Kurs zum Silberkurantgeld, der auf den Kurszetteln der Handelsplätze ablesbar war. Goldmünzen kam im Binnenland die Funktion als „Sondergeld“ beim Kauf „höchstwertiger“ Güter zu. Sie dienten zudem als Handelsmünzen zur Bezahlung von Geschäftspartnern aus dem Ausland.[67]

Islamische Währung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dinar des Kalifen al-Amin (811)

Im Gegensatz zum mittelalterlichen Europa dominierten im islamischen Kalifat Goldmünzen.[65] Der Herrscher Abd al-Malik hatte dort im 7. Jahrhundert eine Münzreform durchgesetzt. Das islamische Währungssystem orientierte sich an den Münzen der eroberten Gebiete: Zu den Vorbildern zählten Byzanz und das Sassanidenreich.[68] Die Münzordnung umfasste den aus Gold geprägten Dinar und den aus Silber bestehenden Dirham.[69] Ab dem 10. Jahrhundert kam es im Nahen und Mittleren Osten zu einer Silberknappheit. Daraufhin wurde der Dinar zum vorrangigen Zahlungsmittel im Kalifat.[65] Möglich wurde die Herstellung der Goldmünzen in den muslimischen Ländern durch einen regen Handel mit westafrikanischen Kulturen. Diese tauschten Gold gegen Textilien, Glas und Salz ein. Das Gold wurde anschließend aus Westafrika durch die Sahara auf den Karawanenwegen Richtung Norden und Osten transportiert.[70]

Auch mit Ländern in Europa betrieb die islamische Welt im Mittelalter einen intensiven Handel. Unter dem Zustrom von europäischem Silber nahm Damaskus unter Sultan Saladin im 12. Jahrhundert wieder die Prägung des silbernen Dirham auf. Die Südeuropäer stellten unterdessen ab dem 13. Jahrhundert vermehrt Goldmünzen her.[70] Nach Zerschlagung des Kalifats Mitte des 13. Jahrhunderts durch die Mongolen, war der Dinar weiterhin im Sultanat der ägyptischen Mamluken im Einsatz. Diese nutzen ihn als Rechenwährung und zur Entlohnung des Heeres.[69] Die Osmanen gaben schließlich eigene Münzsorten aus. Die offizielle Währungseinheit im Osmanischen Reich war ab dem 14. Jahrhundert der aus Silber geprägte Akçe.[71][72]

Europa in der Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Mittelalter und der frühen Neuzeit kam es in Europa zu Phasen von stabilem Geld bis hin zu Phasen der Münzverschlechterung. Ursache waren sowohl Engpässe bei Edelmetallen, als auch Zahlungsschwierigkeiten von Regierungen. Herrscher senkten in Zeiten erhöhten Finanzbedarfs bewusst den Gold- und Silberanteil in ihren Münzen.[73]

Für den deutschsprachigen Raum sind die Periode der Schinderlinge und die Kipper- und Wipperzeit von Bedeutung – letztere war die größte Inflation des Heiligen Römischen Reiches. Sie begann mit Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges im Jahr 1618 und hielt bis 1623 an. Der alte Reichstaler wurde eingeschmolzen und als Kippertaler und Landmünze ausgebracht. Silbergehalt und Kaufkraft der geprägten Scheidemünzen nahmen damals stark ab. Um die Inflation einzudämmen, kehrte die Obrigkeit 1623–1624 zur alten Münzordnung zurück; die Kippermünzen wurden für ungültig erklärt und eingezogen.[74] Die Wertschwankungen im 17. Jahrhundert führten zur Gründung von Girobanken in Handelsstädten wie Hamburg, Nürnberg und Venedig, die einen bargeldlosen Zahlungsverkehr ermöglichten.[75] Etwa zeitgleich verbreiteten sich in Europa die ersten Banknoten.[76]

Bis ins 19. Jahrhundert kursierten auf deutschem Boden verschiedenste Münzsorten. Beispiele sind Taler, Groschen und Heller.[77] In den 25 Staaten, die sich 1871 zum Deutschen Reich zusammenschlossen, waren 119 verschiedene Kurantmünzen in Umlauf. Dazu kamen Scheidemünzen und Papiergeld. Die Vielfalt wurde im Jahr 1876 von der Reichsregierung durch die Etablierung der Mark als einheitlicher Währung beendet. Spätere Nachfolger waren die Reichsmark, die Deutsche Mark und der Euro. All diese Währungen umfassten sowohl Münzen als auch Banknoten.[78]

Entwicklung des Papiergeldes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einführung in China[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chinesische Huizi-Banknote, 12. Jahrhundert

Staatlich anerkanntes Papiergeld wurde während der Song-Dynastie in der chinesischen Provinz Sichuan erstmals im 10./11. Jahrhundert ausgegeben.[79] In dieser Zeit wurden Münzen in der Provinz nicht wie in anderen Regionen des Reiches aus Kupfer, sondern aus Eisen hergestellt. Hierdurch wollte die Regierung verhindern, dass aus der damaligen Grenzregion wertvolle Kupfermünzen ins Ausland abfließen. Aufgrund ihres relativ geringen Materialwertes und ihres hohen Gewichts, ist davon auszugehen, dass die Kaufkraft der Eisenmünzen über ihren Herstellungskosten lag. Es handelte sich demnach um eine Art Fiatgeld, dessen Nennwert nicht dem Materialwert entsprach. Als im Jahr 993 Rebellen die Provinzhauptstadt Chengdu belagerten, kam es in der Stadt zu einer Münzknappheit. In der Folge gaben ansässige Händler Papiergeld aus. Nach Niederschlagung der Rebellion im Jahr 1005 wurde der Druck von Papiergeld in der Stadt reguliert. Der Präfekt begrenzte die Anzahl der zur Ausgabe berechtigten Händler und nahm gleichzeitig die Münzprägung wieder auf. Papiergeld diente fortan als Ergänzung zu Münzgeld und breitete sich in Nachbarregionen aus. Nach einer Finanzkrise im Jahr 1016 wurde die Ausgabe von Banknoten in China verstaatlicht.[80]

Verbreitung in Europa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Europa verbreiteten sich Banknoten ab dem 17. Jahrhundert. Als erste Notenbank gilt der Stockholms Banco, der im Jahr 1661 Papiergeld emittierte. Vorausgegangen war eine Silberknappheit in Schweden. Den Wert der ausgegebenen Credityf-Zedel sollte eine Einlage in der Bank garantieren.[14] Formen verbriefter Finanzinstrumente existierten in der Region bereits vorher. Im Fernhandel zwischen Italien und den Handelsmetropolen im Norden hatten sich Wechsel und andere Wertpapiere entwickelt. Diese wurden im 16./17. Jahrhundert an den neu gegründeten Börsen gehandelt.[81] In Frankreich gab der professionelle Glücksspieler John Law im 18. Jahrhundert Papiergeld im großen Stil aus. Er war von König Ludwig XV. zum obersten Finanzkontrolleur ernannt worden. Law gründete die Banque Générale, die später in die Banque Royale umfirmierte, sowie weitere Gesellschaften. Deren Geschäfte waren zwar durch Immobilienbesitz im heutigen Louisiana besichert, die Finanzinstitute gingen durch Spekulation dennoch bankrott. Laws Banknoten wurden wertlos und er musste 1720 aus Frankreich fliehen.[82]

Modernes Währungssystem[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

US-Dollar-Banknote (1917). Der Dollar diente im 20. Jahrhundert als internationale Leitwährung.
Höchste jemals gedruckte deutsche Banknote, 100 Billionen Mark, 15. Februar 1924

Im 19. Jahrhundert entstand in Europa ein System nationaler Notenbanken (auch Zentralbanken genannt). Eine wichtige Rolle spielte dabei die Bank of England, der die englische Krone im 18. Jahrhundert Privilegien zur Notenemission gewährte. Die Banque de France erhielt das Banknotenmonopol im Jahr 1800. In Deutschland ging die Reichsbank 1875 aus der Preußischen Bank hervor; ihre Banknoten wurden ab 1909 zum gesetzlichen Zahlungsmittel.[83][84] Die Vereinigten Staaten konsolidierten ihr zunächst dezentral organisiertes Währungssystem im Jahr 1913 im Federal Reserve System (kurz: FED).[85]

Nach dem Vorbild der Bank of England schlossen sich im 19./20. Jahrhundert Notenbanken, wie die Banque de France, die Reichsbank und die Banken des FED dem sogenannten Goldstandard an. Sie banden ihre Währungen damit an das Edelmetall. Die Reichsbank war beispielsweise gesetzlich verpflichtet die von ihr ausgegebenen Banknoten gegen Gold zu einem festen Kurs einzutauschen. Zudem musste sie das im Umlauf befindliche Geld zu einem Drittel mit Gold oder Reichskassenscheinen decken. Auf internationaler Ebene waren die Währungen durch verschiedene Mechanismen aneinander gebunden.[86] Der Erste Weltkrieg führte in den beteiligten Ländern zu Geldknappheit und Finanzkrisen. Als Reaktion setzten die Notenbanken den Goldstandard aus. In Deutschland kam es in den 1920er Jahren zu einer Hyperinflation in deren Folge die Mark nahezu wertlos wurde.[87] Kommunen und Betriebe emittierten damals ihr eigenes Notgeld.[88] Die Bank of England kehrte nach dem Ersten Weltkrieg zum Goldstandard zurück. Das Vereinigte Königreich hatte in dieser Zeit mit einer hohen Arbeitslosigkeit zu kämpfen, die einige Wissenschaftler auf die Wiedereinführung des Goldstandards zurückführen.[89][90]

Nach dem Zweiten Weltkrieg bildete das im Jahr 1944 verhandelte Abkommen von Bretton-Woods eine neue internationale Währungsordnung. Diese orientierte sich stark am durch Gold gedeckten US-Dollar, der als Leitwährung fungierte.[91] In der Bundesrepublik wurde 1948 die Deutsche Mark ausgegeben. Ab 1957 übernahm die Bundesbank die Geldpolitik in Deutschland.[92] Der amerikanische Präsident Richard Nixon beendete 1971 die Bindung des US-Dollar an Gold. In der Folge des sogenannten Nixon-Schocks brach das Bretton-Woods-System zusammen und wurde 1973 formal aufgelöst.[93] Seit der Einführung des Euro im Jahr 1999 zunächst als Buchgeld und 2002 als Bargeld liegt das Banknotenmonopol in der Eurozone bei der Europäischen Zentralbank. Genauso wie das Federal Reserve System bindet sie die Währung nicht an Gold, sondern stabilisiert den Geldwert durch andere geldpolitische Instrumente.[94]

Entwicklung des Buchgeldes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mittelalterliches Kerbholz
Quipu aus Peru
Kreditkarten
Fenster des Bitcoin Wallets Electrum

Anfänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter Buchgeld (auch Giralgeld genannt) versteht man Geld, das lediglich in der Buchhaltung verzeichnet ist.[14] Ein historisches Instrument zum Zwecke der Buchführung ist das Kerbholz. Es handelt sich um ein Stück Holz oder vergleichbares Material in das Kerben eingearbeitet werden. Die Markierungen dokumentieren Forderungen und Verbindlichkeiten. Durch Teilung des Kerbholzes erhält sowohl der Gläubiger als auch der Schuldner ein Dokument.[95] Der Ursprung des Kerbholzes liegt, genauso wie der des Geldes selbst im Dunkeln. Mancher vermutet in dem in Afrika gefundenen Ishango-Knochen ein steinzeitliches Exemplar. Einige Theorien führen die Entstehung des Geldes auf Schulden zurück.[17] In Mesopotamien dienten Zählsteine und Tontafeln, sogenannte shubati, als Instrumente der Buchführung.[96] Im antiken Griechenland sowie im römischen Reich waren ebenfalls Formen des Buchgelds im Einsatz.[97] Gleiches gilt für das Chinesische Altertum.[98] In Südamerika dokumentierten die Inka Lagerbestände mit Hilfe verknoteter Schnüre namens Quipu.[99] Diese Form der Buchführung war weit über die Zeit der Conquista hinaus in Peru in Verwendung.[100]

Bankwesen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab dem 13. Jahrhundert entwickelte sich Buchgeld in Europa zu seiner heutigen Form. Italienische Stadtstaaten wie Venedig, Pisa und Genua waren im Mittelalter ein Bindeglied im Handel zwischen Byzanz und der Levante auf der einen und Wirtschaftszentren an der Nord- und Ostsee auf der anderen Seite. Hierzu zählten Amsterdam, Hamburg und Danzig.[101] Als Zwischenstationen fungierten oberdeutsche Städte wie Augsburg und Nürnberg. Entlang der damaligen Handelsrouten etablierte sich ein System aus Bankhäusern. Diese wechselten ursprünglich Geld auf Tischen im Freien, den sogenannten banchi. In Venedig standen die Geldwechsler auf der Rialtobrücke, in Florenz auf dem Mercato Vecchio und in Brügge auf dem Grote Markt.[102] Neben dem reinen Austausch von Münzen vergaben die Banken Kredite. Begünstigt wurde ihr Geschäft durch eine zunehmende Lockerung des damals vorherrschenden kirchlichen Zinsverbots.[103]

Im 14. und 15. Jahrhundert erlangten italienische Bankiersfamilien wie die Bardi, Peruzzi und Medici aus Florenz durch Geldgeschäfte großen Wohlstand und politischen Einfluss.[104] Im Handel hatten sich zu dieser Zeit bargeldlose Zahlungen etwa in Form von Wechseln durchgesetzt. Geld konnte in einer Bankfiliale auf ein Konto eingezahlt und bei Vorlage eines Dokuments an einem anderen Ort in der lokalen Währung wieder ausbezahlt werden. Dieser Transfer von Buchgeld reduzierte das Risiko von Wertschwankungen wie bei Münzen, Transportkosten und die Gefahr eines Überfalls.[105] Der Mathematiker Luca Pacioli beschrieb in seinem 1494 gedruckten Buch das Prinzip der doppelten Buchführung. Das Werk erschien 1537 in deutscher Sprache.[106] Die doppelte Buchführung bildete fortan den im Bankwesen gängigen Standard.

Börsen und Girobanken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Amsterdamer Börse avancierte im 17. Jahrhundert zu einem wichtigen Handelsplatz in Europa. Neben Waren wurden dort Wertpapiere gehandelt.[107] Wie der Name nahelegt, geht bei einem Wertpapier der Wert vereinbarter Geldzahlungen auf eine Urkunde über.[108] Besitzer können ihre Geldforderungen somit leicht an Dritte übertragen. Diese Innovation machte Wertpapiere wie Aktien und Anleihen zu beliebten Handels- und Spekulationsobjekten an den Finanzmärkten, auch außerhalb der Niederlande.[109] Ob und welche Wertpapiere man als Geld betrachtet, hängt vom Geldbegriff ab.[12][13]

Zwei Jahre vor Gründung der Börse hatte 1609 in der Stadt die Amsterdamer Wechselbank eröffnet. Sie war das erste Institut eines Netzwerks aus öffentlichen Girobanken in Mittel- und Südeuropa. Zu diesem System zählten die Hamburger Bank, der Nürnberger Banco Publico und der Banco Giro in Venedig. Die Girobanken stellten eine öffentliche Infrastruktur für internationale bargeldlose Zahlungen zur Verfügung.[110] Hierdurch sollten sie die Effizienz des Handels steigern und die Geldwertstabilität gewährleisten. Die Girobanken erfüllten somit bereits wesentliche Funktionen moderner Zentralbanken.[111] Sie transferierten Buchgeld in eigenen Rechenwährungen wie der Mark Banco.[112] Für Nürnberger Kaufleute bestand ein Zwang, Geschäfte mit dem Banco Publico zu tätigen.[113]

Globalisierung der Finanzmärkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kolonisierung Amerikas veränderte die Handelswege in Europa nachhaltig. In der frühen Neuzeit globalisierten sich Handel und Zahlungsverkehr. Im 17. Jahrhundert entstanden internationale Aktiengesellschaften wie die Ostindien-Kompanien. Die Zunahme an Gründungen und die steigende wirtschaftliche Aktivität zogen einen erhöhten Finanzbedarf in Europa nach sich.[114] Die Geldnachfrage wurde durch den Abbau von Gold- und Silbervorkommen in Amerika, die Ausgabe von Banknoten und die Schöpfung von Buchgeld erfüllt.[115] Im 17. und 18. Jahrhundert kam es in Europa zu mehreren Spekulationsblasen und Finanzkrisen. Beispiele sind die Tulpenmanie, die Südseeblase und die Mississippi-Blase.[114] Als Reaktion auf die sich wandelnde Geldwirtschaft entstanden Notenbanken, die sich später zu nationalen und internationalen Zentralbanken entwickelten. Die Bank of England erhielt im 18. Jahrhundert Privilegien zur Notenemission, ihr folgten im 19. Jahrhundert weitere Institute.[83] Moderne Zentralbanken besaßen im 20. und 21. Jahrhundert nicht nur ein Banknotenmonopol, sondern nahmen auch Einfluss auf die Schöpfung von Buchgeld. Die Europäische Zentralbank beispielsweise etablierte zu diesem Zweck die Mindestreserve.[94]

Digitalisierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Digitalisierung des 20. Jahrhunderts führte dazu, dass Geldgeschäfte zunehmend elektronisch abgewickelt wurden. In den 1960er Jahren setzten sich Geldautomaten durch, in den 1970er Jahren elektronischer Zahlungsverkehr und Anfang der 2000er das Online-Banking.[116] Seit 2017 ist in der Eurozone die Überweisung von Buchgeld in Echtzeit möglich.[117] Als Alternative zu staatlichen Währungen verbreiteten sich Anfang des 21. Jahrhunderts rein digital verfügbare Kryptowährungen. Ein Beispiel ist der in einem Whitepaper im Jahr 2008 vorgestellte Bitcoin.[118] Der Bitcoin basiert auf einem verteilten Computersystem, das über ein Netzwerk verbunden ist. Geldeinheiten sind lokal auf den Rechnern ihrer Besitzer in Form von Bits gespeichert. Die Menge der Bitcoins ist begrenzt. Geldschöpfung findet durch sogenanntes „Mining“ statt.[119] Hierbei werten Nutzer einen Algorithmus aus, der mit steigender Geldmenge eine zunehmend hohe Rechenleistung erfordert. Der Bitcoin untersteht keiner zentralen Autorität, die Echtheit der Transaktionen wird durch ein Verfahren namens Blockchain mit Hilfe kryptographischer Methoden sichergestellt.[120] Der Internetkonzern Facebook kündigte 2019 an, eine eigene Digitalwährung namens Libra ausgeben zu wollen. Diese wurde 2020 in Diem umbenannt.[121] Daneben entwickelten sich weitere digitale Geldformen. Entgegen dem Wortlaut handelt es sich bei Kryptowährungen nicht um offiziell anerkannte staatliche Zahlungsmittel.[122] Mehrere Zentralbanken planten im Jahr 2021 die Einführung eines digitalen Zentralbankgeldes als Alternative zu Kryptowährungen wie dem Bitcoin.[123][124]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Geld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Michael North: Kleine Geschichte des Geldes. Vom Mittelalter bis heute. C.H. Beck Verlag, München 2009, S. 7.
  2. William N. Goetzmann: Money Changes Everything. Princeton University Press, Princeton 2017, S. 156–157.
  3. Burkhard Nonnenmacher: Platon. In: Christoph Asmuth, Burkhard Nonnenmacher, Nele Schneidereit (Hrsg.): Texte zur Theorie des Geldes. Reclam, Stuttgart 2016, S. 17–20, hier S. 17.
  4. Egon Görgens, Karlheinz Ruckriegel, Frank Seitz: Europäische Geldpolitik. 5. Auflage, Lucius & Lucius, Stuttgart 2008, S. 60–61.
  5. Diese Definition findet sich unter anderem in Günter Kuhn, Bernhard Rabus: Geld ist, was gilt. Primärgeld: Vormünzliche Zahlungsmittel aus aller Welt. Staatliche Münzsammlung München, 2009, S 1.
  6. Karl-Heinz Moritz: Geldtheorie und Geldpolitik. 3. Auflage, Vahlen, München 2012, S. 8–11.
  7. a b Ralph Anderegg: Grundzüge der Geldtheorie und Geldpolitik (Managementwissen für Studium und Praxis). Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München 2007, S. 2.
  8. Genaugenommen handelt es sich um den Geldbestand der Nichtbanken. Siehe hierzu Egon Görgens, Karlheinz Ruckriegel, Frank Seitz: Europäische Geldpolitik. 5. Auflage, Lucius & Lucius, Stuttgart 2008, S. 62
  9. Ralph Anderegg: Grundzüge der Geldtheorie und Geldpolitik (Managementwissen für Studium und Praxis). Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München 2007, S. 25.
  10. Europäische Zentralbank: The ECB's definition of euro area monetary aggregates. Abgerufen am 19. Juni 2021.
  11. Michael North: Kleine Geschichte des Geldes. Vom Mittelalter bis heute. C.H. Beck Verlag, München 2009, S. 156.
  12. a b Ralph Anderegg: Grundzüge der Geldtheorie und Geldpolitik (Managementwissen für Studium und Praxis). Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München 2007, S. 23–24.
  13. a b Michael North: Kleine Geschichte des Geldes. Vom Mittelalter bis heute. C.H. Beck Verlag, München 2009, S. 174–175.
  14. a b c d e f Deutsche Bundesbank: Geld und Geldpolitik (Schülerbuch für die Sekundarstufe II). Frankfurt am Main 2019, S. 10–19.
  15. a b Cord Friebe: Geld: Eine philosophische Orientierung. Reclam, Stuttgart 2015, S. 7–16.
  16. Adam Smith: An Inquiry into the Nature and Causes of the Wealth of Nations. W. Strahan and T. Cadell, London 1776, S. 22–24.
  17. a b David Graeber: Schulden: Die ersten 5000 Jahre. Klett-Cotta, Stuttgart 2012, S. 52–54.
  18. Siehe beispielsweise L. Randall Wray: Understanding Modern Money. Edward Elgar, Northampton 2003, S. 39–73.
  19. John M. Keynes: A Treatise on Money. Volume I, Macmillan, London 1930, S. 13.
  20. Siehe beispielsweise Reinhold Walburg: Die Numismatische Sammlung der Deutschen Bundesbank in Frankfurt am Main. In: Compte rendu 60/2013, International Numismatic Council, S. 65–77, hier S. 76.
  21. François R. Velde, Warren E. Weber: Commodity Money In: Monetary Economics. The New Palgrave Economics Collection. Palgrave Macmillan, London 2010, S. 27–33, hier S. 27.
  22. Einen guten Überblick bieten Günter Kuhn und Bernhard Rabus: Geld ist, was gilt. Primärgeld: Vormünzliche Zahlungsmittel aus aller Welt. Staatliche Münzsammlung München, 2009.
  23. Kabir Sehgal: Coined: The Rich Life of Money and How Its History Has Shaped Us. John Murray (Publishers), London 2015, S. 17–19.
  24. Oliver Brand: Das internationale Zinsrecht Englands. Mohr Siebeck, Tübingen 2002, S. 10–11 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  25. William N. Goetzmann: Money Changes Everything. Princeton University Press, Princeton 2017, S. 37–39.
  26. L. Randall Wray: Understanding Modern Money. Edward Elgar, Northampton 2003, S. 13.
  27. M.R. Bloch: Zur Entwicklung der vom Salz abhängigen Technologien. In: Saeculum. Band 21, 1970, S. 1–33, hier S 1.
  28. Rudolf Muschalla: Zur Vorgeschichte der Technischen Normung. Beuth Verlag 1992, S. 65.
  29. a b Günter Kuhn, Bernhard Rabus: Geld ist, was gilt. Primärgeld: Vormünzliche Zahlungsmittel aus aller Welt. Staatliche Münzsammlung München, 2009, S 1.
  30. Denise Schmandt-Besserat: Tokens: their Significance for the Origin of Counting and Writing. Abgerufen am 19. Januar 2021.
  31. William N. Goetzmann: Money Changes Everything. Princeton University Press, Princeton 2017, S. 21–27.
  32. Hugo Winckler: Der Codex Hammurabi in deutscher Übersetzung. DOGMA, Bremen 2013, S. 23.
  33. a b Russ VerSteeg: Law in ancient Egypt. Carolina Academic Press, Durham 2002, S. 205.
  34. Annette Imhausen: Mathematics in Ancient Egypt: A Contextual History. Princeton University Press, Princeton 2020, S. 45.
  35. Barry J. Kemp: Ancient Egypt: Anatomy of a Civilization. Routledge 2018, S. 314.
  36. Genesis 17,12 und 17,13
  37. a b William N. Goetzmann: Money Changes Everything. Princeton University Press, Princeton 2017, S. 147–148.
  38. Günter Kuhn, Bernhard Rabus: Geld ist, was gilt. Primärgeld: Vormünzliche Zahlungsmittel aus aller Welt. Staatliche Münzsammlung München, 2009, S 22.
  39. Kenneth G. Hirth: The Aztec Economic World: Merchants and Markets in Ancient Mesoamerica. Cambridge University Press, 2016, S. 250
  40. William N. Goetzmann: Money Changes Everything. Princeton University Press, Princeton 2017, S. 59.
  41. Nicola Ialongo, Agnese Vacca, Luca Peyronel: Breaking down the bullion. The compliance of bullion-currencies with official weight-systems in a case-study from the ancient Near East. In: Journal of Archaeological Science. Volume 91, März 2018, S. 20–32, hier S. 20.
  42. Brigitta Hårdh: Der Silberstrom. Ein Metall zwischen Kunst und Währung. In: Jörn Staecker, Matthias Toplak (Hrsg.): Die Wikinger. Entdecker und Eroberer. Ullstein, Berlin 2019, S. 207–220 hier S. 212.
  43. Karin Schlott: Mecklenburg-Vorpommern: Auf Kriegszug gen Norden. Spektrum.de, 19. Oktober 2019. Abgerufen 19. März 2021.
  44. Deutsche Bundesbank: Die Deutsche Bundesbank. Notenbank für Deutschland. Frankfurt am Main 2017, S. 16.
  45. Stephen E. Landenau: Smoke 'Em if You Got 'Em: Cigarette Black Markets in U.S. Prisons and Jails. In: The Prison Journal Vol 81, Issue 2. SAGE Journals, 1. Juni 2001, S. 142–161.
  46. Michael F. Bryan: Island Money. Federal Reserve Bank of Cleveland, Economic Commentary, 1. Februar 2004. Abgerufen am 30. Januar 2021.
  47. Ari Ben-Menahem: Origins – Splendor of the Simple In: Historical Encyclopedia of Natural and Mathematical Sciences. Springer, Berlin Heidelberg 2009, S. 122.
  48. Koray Konuk: Asia Minor to the Ionian Revolt. In: William E. Metcalf (Hrsg.): The Oxford Handbook of Greek and Roman Coinage. Oxford University Press, Oxford 2016, S. 43–60, hier S. 43–44.
  49. David Graeber: Schulden: Die ersten 5000 Jahre. Klett-Cotta, Stuttgart 2012, S. 224–225.
  50. David M. Schaps: The Invention of Coinage in Lydia, in India, and in China, XIV. International Economic History Congress, Helsinki 2006.
  51. Percy Gardener: The Earliest Coins of Greece Proper. Proceedings of the British Academy Volume V, H. Frowde, Oxford University Press, London 1910, S. 5–7.
  52. Samuel R. Milbank: The coinage of Aegina. American Numismatic Society, New York 1924, S. 1–7.
  53. Kabir Sehgal: Coined: The Rich Life of Money and How Its History Has Shaped Us. John Murray (Publishers), London 2015, S. 112.
  54. Andrew Meadows: The Spread of Coins in the Hellenistic World. In: Peter Bernholz, Roland Vaubel (Hrsg.): Explaining Monetary and Financial Innovation: A Historical Analysis. Springer, Basel 2014, S. 169–195, hier S. 173.
  55. Colin P. Elliott: The Role of Money in the Economies of Ancient Greece and Rome. In: Stefano Battilossi, Youssef Cassis, Kazuhiko Yago (Hrsg.): Handbook of the History of Money and Currency. Springer, Singapore 2020, S. 68–85, hier S. 72.
  56. William N. Goetzmann: Money Changes Everything. Princeton University Press, Princeton 2017, S. 128.
  57. Colin P. Elliott: The Role of Money in the Economies of Ancient Greece and Rome. In: Stefano Battilossi, Youssef Cassis, Kazuhiko Yago: Handbook of the History of Money and Currency. Springer, Singapore 2020, S. 68–85, hier S. 74.
  58. David Graeber: Schulden: Die ersten 5000 Jahre. Klett-Cotta, Stuttgart 2012, S. 243.
  59. Kabir Sehgal: Coined: The Rich Life of Money and How Its History Has Shaped Us. John Murray (Publishers), London 2015, S. 117–118.
  60. a b William N. Goetzmann: Money Changes Everything. Princeton University Press, Princeton 2017, S. 127–134.
  61. Kabir Sehgal: Coined: The Rich Life of Money and How Its History Has Shaped Us. John Murray (Publishers), London 2015, S. 118.
  62. William N. Goetzmann: Money Changes Everything. Princeton University Press, Princeton 2017, S. 131.
  63. a b Michael North: Kleine Geschichte des Geldes. Vom Mittelalter bis heute. C.H. Beck Verlag, München 2009, S. 8–9.
  64. Jacques LeGoff: Geld im Mittelalter. Klett-Cotta, Stuttgart 2011, S. 17–24.
  65. a b c Michael North: Kleine Geschichte des Geldes. Vom Mittelalter bis heute. C.H. Beck Verlag, München 2009, S. 19–21.
  66. Jan-Otmar Hesse, Sebastian Teupe: Wirtschaftsgeschichte: Entstehung und Wandel der modernen Wirtschaft. 2. Auflage, Campus Verlag, Frankfurt 2019, S. 150.
  67. Peter-Heinz Seraphim: Deutsche Wirtschafts- und Sozialgeschichte: Von Der Frühzeit bis zum Ausbruch des II. Weltkrieges. Gabler, Wiesbaden 1966, S. 66.
  68. Philip Grierson: The Monetary Reform of 'Abd al-Malik. In: Journal of the Economic and Social History of the Orient. Vol. 3, No. 3, 1960, S. 241–264, hier 241–248.
  69. a b Adam Abdullah: The Islamic Monetary Standard: The Dinar and Dirham. In: International Journal of Islamic Economics and Finance Studies. Volume 6, Issue 1, DergiPark 2020, S. 1–29, hier S. 2.
  70. a b Michael North: Kleine Geschichte des Geldes. Vom Mittelalter bis heute. C.H. Beck Verlag, München 2009, S. 22–24.
  71. Adam Abdullah: Examining the Value of Money in Turkey over the Long Term (1469-2009). In: Asian Social Science. Vol. 9, No. 1, Canadian Center of Science and Education 2013, S. 187–208, hier S. 188.
  72. Şevket Pamuk: A Monetary History of the Ottoman Empire. Cambridge University Press, Cambridge 2000, S. 20.
  73. Michael North: Kleine Geschichte des Geldes. Vom Mittelalter bis heute. C.H. Beck Verlag, München 2009, S. 44.
  74. Deutsche Bundesbank: Das besondere Objekt. Die Kipper- und Wipperzeit von 1618 bis 1623. Abgerufen 8. Februar 2021.
  75. Markus A. Denzel: Der Nürnberger Banco Publico, seine Kaufleute und ihr Zahlungsverkehr (1621–1827). Stuttgart 2012, S. 81–84.
  76. Ulrich Bindseil: Central Banking Before 1800: A Rehabilitation. Oxford University Press, Oxford 2019, S. 4.
  77. Johannes Saltzwedel: Der Heller-Wahn. In: Spiegel Geschichte Nr. 4 Geld. Der Spiegel 2009, S. 60–63.
  78. Deutsche Bundesbank: Die Deutsche Bundesbank. Notenbank für Deutschland. Frankfurt am Main 2017, S. 15–42.
  79. Daniel R. Headrick: Technology: A World History. Oxford University Press, Oxford 2009, ISBN 978-0-19-988759-0, S. 85.
  80. William N. Goetzmann: Money Changes Everything. Princeton University Press, Princeton 2017, S. 185–189.
  81. Markus A. Denzel: Die Integration Deutschlands in das internationale Zahlungsverkehrssystem im 17. und 18. Jahrhundert. In: Eckart Schremmer (Hrsg.): Wirtschaftliche und soziale Integration in historischer Sicht. Marburg 1995, S. 58–109, hier S. 58–66.
  82. Lutz Spenneberg: Der Zocker an der Notenpresse In: Spiegel Geschichte Nr. 4 Geld. Der Spiegel 2009, S. 52–55.
  83. a b Volker Tolkmitt: Neue Bankbetriebslehre: Basiswissen zu Finanzprodukten und Finanzdienstleistungen. Gabler, Wiesbaden 2007, S. 13–15.
  84. Michael North: Kleine Geschichte des Geldes. Vom Mittelalter bis heute. C.H. Beck Verlag, München 2009, S. 165.
  85. Roger Lowenstein: FED - Die Bank Amerikas: Der wahnwitzige Kampf um die Gründung der Federal Reserve. FinanzBuch Verlag, München 2016, S. 13–22.
  86. Egon Görgens, Karlheinz Ruckriegel, Frank Seitz: Europäische Geldpolitik. 5. Auflage, Lucius & Lucius, Stuttgart 2008, S. 48–50.
  87. Alexander Jung: Nationales Trauma In: Spiegel Geschichte Nr. 4 Geld. Der Spiegel 2009, S. 106–115.
  88. Deutsche Bundesbank: Die Deutsche Bundesbank. Notenbank für Deutschland. Frankfurt am Main 2017, S. 21.
  89. Barry Eichengreen: Elusive Stability. Essays in the History of International Finance, 1919–1939, Cambridge University Press, 1990, ISBN 0-521-36538-4, S. 145–147.
  90. Liaquat Ahamed: Lords of Finance: 1929, The Great Depression, and the Bankers who Broke the World. Random House, New York 2020, S. 155–176.
  91. Deutsche Bundesbank: Die Deutsche Bundesbank. Notenbank für Deutschland. Frankfurt am Main 2017, S. 33.
  92. Deutsche Bundesbank: Die Deutsche Bundesbank. Notenbank für Deutschland. Frankfurt am Main 2017, S. 29–31.
  93. Wolfgang Kaden: Vom Berghotel ins Kasino. In: Spiegel Geschichte Nr. 4 Geld. Der Spiegel, 2009, S. 118–124.
  94. a b Egon Görgens, Karlheinz Ruckriegel, Frank Seitz: Europäische Geldpolitik. 5. Auflage, Lucius & Lucius, Stuttgart 2008, S. 57–67.
  95. L. Randall Wray: Understanding Modern Money. Edward Elgar, Northampton 2003, S. 40–41.
  96. L. Randall Wray: Understanding Modern Money. Edward Elgar, Northampton 2003, S. 41.
  97. William N. Goetzmann: Money Changes Everything. Princeton University Press, Princeton 2017, S. 101.
  98. William N. Goetzmann: Money Changes Everything. Princeton University Press, Princeton 2017, S. 162.
  99. Gary Urton: Quipus and Yupanas as Imperial Registers: reckoning and recording in Tahuantinsuyu. In: R. Alan Covey, Sonia Alconini: The Oxford Handbook of the Incas. Oxford University Press, Oxford 2018, S. 601–623, hier S. 615.
  100. Sabine Hyland: How khipus indicated labour contributions in an Andean village: An explanation of colour banding, seriation and ethnocategories. In: Journal of Material Culture Volume 21 Issue 4. SAGE Journals, 10. August 2016, S. 490–509.
  101. Rainer Traub: Die kommerzielle Revoultion. In: Spiegel Geschichte Nr. 4 Geld. Der Spiegel 2009, S. 20–25.
  102. Jacques LeGoff: Geld im Mittelalter. Klett-Cotta, Stuttgart 2011, S. 141.
  103. Johannes Fried: Zins als Wucher. In: Jacques Le Goff: Wucherzins und Höllenqualen: Ökonomie und Religion im Mittelalter. Klett-Cotta, Stuttgart 2008, S. 143.
  104. Raymond De Roover: The Rise and Decline of the Medici Bank, 1397-1494. BeardBooks, Washington, D.C., 1999, S. 2–4.
  105. Jacques LeGoff: Geld im Mittelalter. Klett-Cotta, Stuttgart 2011, S. 157–158.
  106. Jane Gleeson-White: Soll und Haben: Die doppelte Buchführung und die Entstehung des modernen Kapitalismus. Klett-Cotta, Stuttgart 2012, S. 140.
  107. William N. Goetzmann: Money Changes Everything. Princeton University Press, Princeton 2017, S. 317.
  108. Wolfgang Grill, Hans Perczynski: Wirtschaftslehre des Kreditwesens. Bildungsverlag EINS, Köln 2011, S. 216.
  109. Eine zeitgenössische Beschreibung des Aktienhandels verfasste Josef de la Vega: Confusion de Confusiones. Amsterdam 1688.
  110. Michael North: BANKING: Middle Ages and Early Modern Period. In: Joel Mokyr (Hrsg.): The Oxford Encyclopedia of Economic History. Volume 1, Oxford University Press, Oxford 2003, S. 221–225, hier S. 223.
  111. Michael North: The great German banking houses and international merchants, sixteenth to the nineteenth century. In: Alice Teichova, Ginette Kurgan-van Hentenryk, Dieter Ziegler (Hrsg.): Banking, Trade and Industry: Europe, America and Asia from the Thirteenth to the Twentieth Century. Cambridge University Press, Cambridge 1997, S. 35–49, hier S. 39.
  112. Markus A. Denzel: Der Nürnberger Banco Publico, seine Kaufleute und ihr Zahlungsverkehr (1621–1827). Stuttgart 2012, S. 54–55.
  113. Markus A. Denzel: Der Nürnberger Banco Publico, seine Kaufleute und ihr Zahlungsverkehr (1621–1827). Stuttgart 2012, S. 97.
  114. a b William N. Goetzmann: Money Changes Everything. Princeton University Press, Princeton 2017, S. 320–362.
  115. Jens Glüsing: Der Fluch des Silbers. In: Spiegel Geschichte Nr. 4 Geld. Der Spiegel 2009, S. 41–46.
  116. Bernado Batiz-Lazo, Douglas Wood: An Historical Appraisal of Information Technology in Commercial Banking. Electronic Markets 12(3), S. 192–205.
  117. European Banking Authority: Instant Payments RT1. In: EBA Clearing. Abgerufen am 26. Januar 2021.
  118. Satoshi Nakamoto: Bitcoin: A Peer-to-Peer Electronic Cash System. 31. Oktober 2008. Abgerufen am 18. Januar 2021.
  119. Das Whitepaper vergleicht den Vorgang mit Goldschürfen. Satoshi Nakamoto: Bitcoin: A Peer-to-Peer Electronic Cash System. bitcoin.org, 31. Oktober 2008, S. 4. Abgerufen am 06. März 2021.
  120. Fran Casino, Thomas K. Dasaklis, Constantinos Patsakisa: A systematic literature review of blockchain-based applications: Current status, classification and open issues.. In: Telematics and Informatics. Volume 36, Elsevier, März 2019, Seiten 55–81, hier S. 55.
  121. Astrid Dörner, Felix Holtermann, Mareike Müller: Aus Libra wird Diem - Zweiter Anlauf für Facebooks Kryptowährung. Handelsblatt, 2020. Abgerufen am 27. Januar 2021.
  122. Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht: Virtuelle Währungen/Virtual Currency (VC). BaFin 2020. Abgerufen am 17. Februar 2021.
  123. Birgit Eger: Chinas Antwort auf den Bitcoin. tagesschau.de, 23. Februar 2021. Abgerufen am 11. April 2021.
  124. Markus Zydra: Angst vor dem digitalen Euro? Süddeutsche Zeitung, SZ.de, 3. Mai 2021. Abgerufen am 16. Mai 2021.