Heinrich Eduard Scriba

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Heinrich Eduard Scriba, vollständig Ludwig Heinrich Wilhelm Eduard Scriba, (* 8. Oktober 1802 in Darmstadt; † 3. Dezember 1857 in Niederbeerbach) war ein deutscher evangelischer Pfarrer und Historiker.

Scriba wurde 1802 als Sohn des geheimen Staatsrats Johann Georg Scriba (1769–1826) und der Marie Scriba, geborene Bonhardt, in Darmstadt geboren. Von Pfingsten 1812 bis Herbst 1821 besuchte er, durch Krankheit unregelmäßig, das Gymnasium in Darmstadt. Bereits für den geistlichen Stand bestimmt, entschied er sich selbst erst durch einen Vortrag über Enzyklopädie und Methodologie von Ernst Zimmermann im Wintersemester 1819/20 und studierte von 1821 bis 1824 evangelischen Theologie an der Universität Gießen.

Er wirkte als Lehrer an der Stadtmädchenschule (1826–27) und an Privatunterrichtsanstalten (1827–1833) in Darmstadt. Nach einer kurzen Tätigkeit als Vikar zu Seeheim verwaltete er ab Juli 1833 die Pfarrei Hahn und das Diakonat Pfungstadt, bis er am 24. Juni 1836 als Pfarrer in Messel angestellt wurde. Dort verheiratete er sich mit Karoline Hill. Am 6. Mai 1850 wurde er zum Pfarrer zu Niederbeerbach ernannt. Durch ein Nervenleiden, in Verbindung mit Schlaganfällen, starb er dort 1857.

Scriba betätigte sich als Landeshistoriker und war 1862 Gründungsmitglied des Historischen Vereins für Hessen.

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Genealogische Uebersicht der Familie Scriba, 1819, Neubearbeitung 1824.
  • Biographisch-literarisches Lexikon der Schriftsteller des Großherzogthums Hessen im ersten Viertel des neunzehnten Jahrhunderts, 2 Bände, Leske, Darmstadt 1831–1841.
  • Regesten der bis jetzt gedruckten Urkunden zur Landes- und Ortsgeschichte des Großherzogtums Hessen. 5 Bände, Darmstadt 1847–1860.
  • Geschichte der ehemaligen Burg und Herrschaft Frankenstein und ihrer Herrn. Darmstadt 1853.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wikisource: Heinrich Eduard Scriba – Quellen und Volltexte