Heinrich Proch

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Heinrich Proch; Lithographie von Joseph Kriehuber 1840
Heinrich Proch im Kreise von Binder, Storch, Suppé und Titi, Lithographie von Josef Kriehuber, 1852

Heinrich Proch (* 22. Juli 1809 in Wien; † 18. Dezember 1878 in Wien) war ein österreichischer Komponist.

Leben[Bearbeiten]

Proch studierte in Wien Rechtswissenschaft und absolvierte eine Ausbildung als Violinist. Von 1834 bis 1867 war er Mitglied der Wiener Hofmusikkapelle. Daneben war er von 1837 bis 1840 Kapellmeister des Theater in der Josefstadt und danach dreißig Jahre lang Erster Kapellmeister des Theaters am Kärntnertor, der späteren Hofoper. Daneben wirkte er als Gesangslehrer.

Proch komponierte eine Oper (Ring und Maske), drei Operetten, Schauspielmusiken, Orchesterstücke und kammermusikalische Werke sowie über zweihundert Lieder. Von seinen "Thema und Variationen" (op.164) für Koloratursopran gibt es eine virtuose Aufnahme mit Ingeborg Hallstein und dem Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester unter Franz Marszalek. Daneben trat er auch als Übersetzer italienischer Opern (z.B. Giuseppe Verdis Il Trovatore und Gaetano Donizettis Don Pasquale) hervor. Seine Tochter Louise Proch wurde als Sängerin und Schauspielerin bekannt.

Im Jahr 1899 wurde in Wien Penzing (14. Bezirk) die Prochstraße nach ihm benannt.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Heinrich Proch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien