Heinz Heineberg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Heinz Heineberg (Bildmitte) widmet sich in seiner Freizeit mit Freunden der Jazzmusik.

Heinz Heineberg (* 21. Juni 1938 in Münster) ist ein deutscher Geograph und emeritierter Universitätsprofessor an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heineberg studierte in den Jahren 1958–1965 die Fächer Mathematik, Geographie, Philosophie und Leibeserziehung an der Universität Münster. Nach dem kurzfristigen [Referendariat] am Städtischen Gymnasium in Greven war er 1965–1971 Wissenschaftlicher Assistent bei Peter Schöller am Geographischen Institut der Ruhr-Universität Bochum. 1968 promovierte er zum Thema Wirtschaftsgeographische Strukturwandlungen auf den Shetland-Inseln. 1971–1976 war er zunächst Akademischer Rat, dann Oberrat in Bochum, habilitierte sich 1974 mit der Schrift Zentren in West- und Ost-Berlin. Untersuchungen zum Problem der Erfassung und Bewertung großstädtischer funktionaler Zentrenausstattung in beiden Wirtschafts- und Gesellschaftssystemen Deutschlands. Nach einer Vertretung des Lehrstuhls für Geographie an der Universität Münster in den Jahren 1975/76 wurde er Ende 1976 auf den Lehrstuhl für Anthropogeographie in Münster berufen und hatte diesen bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2003 inne.[1] Er war 1983 verantwortlich für die Durchführung des Deutscher Geographentag in Münster. Seit 2009 nimmt er Lehraufträge im Bereich der Anthropogeographie/Stadtgeographie an der Universität Basel wahr. Heinz Heineberg ist seit 1964 mit Barbara Heineberg verheiratet. Sie haben fünf Kinder. Ein Hobby von Heinz Heineberg ist u. a. Musik (Jazz- und Tanzmusik mit Akkordeon, Piano, Klarinette und Saxophonen).

Funktionen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heineberg hatte während und nach seiner universitären Laufbahn zahlreiche Funktionen inne. Er ist Mitglied der Geographischen Kommission für Westfalen im Landschaftsverband Westfalen-Lippe und war deren Fachbeisitzer im Vorstand sowie Vorsitzender dieser wissenschaftlichen Kommission. U. a. war er korrespondierendes Beiratsmitglied des Instituts für vergleichende Städtegeschichte, der Hochschulstrukturkommission und der Berufungskommission Geographie aller Hochschulen Thüringens, Vorsitzender des Deutschen Nationalkomitees der Geographie in der Internationalen Geographischen Union (Chairman of the Committee for IGU (International Geographical Union) of the Federal Republic of Germany), Fachgutachter für Anthropogeographie/Wirtschaftsgeographie der DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft), Stellv. Direktor des Lateinamerikazentrums der Universität Münster, ord. Mitglied der Deutschen Akademie für Landeskunde und Vorstandsmitglied des Zentrums für Niederlande-Studien der Universität Münster. Er war bzw. ist Mitherausgeber folgender Schriftenreihen: Münstersche Geographische Arbeiten; Berichte des Arbeitsgebietes Stadt- und Regionalentwicklung; Städteforschung; Atlas der Geographischen Kommission für Westfalen; Westfälische Geographische Studien; Siedlung und Landschaft in Westfalen; Grundriss Allgemeine Geographie (seit 2000 alleiniger Herausgeber).

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wirtschaftsgeographische Strukturwandlungen auf den Shetland-Inseln. Schöningh, Paderborn 1969 (= Bochumer Geographische Arbeiten, H. 5).
  • Zentren in West- und Ost-Berlin. Untersuchungen zum Problem der Erfassung und Bewertung großstädtischer funktionaler Zentrenausstattungen in beiden Wirtschafts- und Gesellschaftssystemen Deutschlands. (= Bochumer Geographische Arbeiten. Sonderreihe 9). Schöningh, Paderborn 1977.
  • Großbritannien. Klett, Stuttgart 1983; Großbritannien. Raumstrukturen, Entwicklungsprozesse, Raumplanung. 2. völlige Neubearbeitung. Gotha 1997 = Perthes-Länderprofile.
  • Stadtgeographie. (= Grundriss Allgemeine Geographie X). Schöningh, Paderborn 1986.
  • Hrsg.: Investigaciones alemanas de Geografía en América Latina. Instituto de Colaboración Científica/IGU, Comité Nacional Alemán, Tübingen/Münster 1995.
  • Grundriss Allgemeine Geographie: Einführung in die Anthropogeographie/Humangeographie. Schöningh, Paderborn 2003, 3. überarb. u. aktual. Aufl. 2007.
  • Hrsg. mit Thomas Hauff: Münster. Stadtentwicklung zwischen Tradition, Herausforderungen und Zukunftsperspektiven. Aschendorff Verlag, Münster (= Städte und Gemeinden in Westfalen Bd. 11, Geographische Kommission für Westfalen).
  • Stadtgeographie. mit Frauke Kraas und Christian Krajewski (= Grundriss Allgemeine Geographie). Schöningh, Paderborn 5. Aufl. 2017.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Heinz Heineberg: Bischoff, c.a. 2003: Wie aus Heinz Heineberg der Prof. Dr. Heinz Heineberg und ein unruhiger Ruheständler wurde. In: Bischoff, C.A. & C. Krajewski (Hrsg.): Beiträge zur geographischen Stadt- und Regionalforschung. Festschrift für Heinz Heineberg. Münster (= Münstersche Geographische Arbeiten 46), S. 11–22