Heinz P. Adamek

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Heinz P. Adamek (* 25. Jänner 1944 in Wien) ist ein österreichischer Jurist, Kunstmanager und Autor. Von 1975 bis 1998 war er Rektoratsdirektor der Hochschule für angewandte Kunst, sowie von 1998 bis 2009 erster Universitätsdirektor der Universität für angewandte Kunst in Wien.[1][2]

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Adamek wurde als Sohn von Ing. Leopold und Dagmar Adamek geb. Schützenhofer geboren. 1952 bis 1955 war er Mitglied der Wiener Sängerknaben.[1] Er maturierte 1962 am humanistischen Mariahilfer Gymnasium.[1] Im Anschluss betrieb er ein Jus-Studium an der Universität Wien, das er 1967 mit dem Doktorat abschloss.[1] Nebenbei studierte er Französisch und Italienisch am Dolmetschinstitut (heute Zentrum für Translationswissenschaften) der Universität Wien. Von 1970 bis 1974 war er Dozent für Deutsch (Wiener Internationale Hochschulkurse, heute Sprachenzentrum Universität Wien) und von 1971 bis 1988 auch Dozent aus Deutsch und Kulturgeschichte für amerikanische Universitätsprogramme in Wien – etwa für die University of Montana – Missoula, das Macalester College Saint Paul – Minnesota oder das Central College of Iowa, für welches er auch Musikgeschichte und Literatur unterrichtete und ein Theaterseminar gründete, in dessen Rahmen in 15 Jahren über 20 Theaterproduktionen – vorwiegend von Stücken der Wiener Moderne – erarbeitet und öffentlich aufgeführt wurden.[1] Bereits 1975 auf den Posten des Rektoratsdirektors der Hochschule für angewandte Kunst in Wien berufen, wurde Adamek 1998 auch zum ersten Universitätsdirektor nach der Umwandlung zur nunmehrigen Universität für angewandte Kunst Wien und blieb es bis zu seiner Pensionierung 2009. Adamek setzte auch nach Beendigung seiner Beamtenlaufbahn seine Tätigkeit als Kunstmanager fort und ist weiterhin international als Kurator von Ausstellungen tätig. Seine Forschungstätigkeit führte zu einer Reihe von Veröffentlichungen – unter anderem – zu Arthur Schnitzler, Hedy Kempny, Walter Pfund, Franz Sigrist, Giovanni Segantini, Bertold Löffler, Otto Niedermoser, Rosemarie Benedikt, Werner Pittschau und, 2018, zum Wiener Kaffeehaus Zum Schwarzen Kameel.

Er ist Großneffe von Hedy Kempny und ein Urenkel des Arztes, Insektenforschers und Komponisten Peter Kempny.

Mitgliedschaften und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Beiratsmitglied des Comitato Segantini in St. Moritz (1987 bis 1995)
  • Vorstandsmitglied im Wiener Zweig der Società Dante Alighieri (Dante-Alighieri-Gesellschaft).
  • Ernennung zum Hofrat (1991)[1]
  • Beiratsmitglied des Verein zur Förderung des deutschen und internationalen Wissenschaftsrechts
  • Vizepräsident der Arbeitsgemeinschaft Meisterklassen Gutenstein (Internationale Meisterklassen für Musik in Schloss Gutenstein, Niederösterreich), seit 2001.[3]
  • Gründer des Forums Universität und Gesellschaft (2004), seit 2005 dessen Präsident.[4]
  • Träger des Ehrenrings der Angewandten (2009).[5]

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinz P. Adamek: Central Theater Abroad – The Curtain Rises in Vienna. Pella, Iowa: CCTG 1983, ISBN 0-9612400-0-8
  • Heinz P. Adamek (Hrsg.): Hedy Kempny/Arthur Schnitzler – Das Mädchen mit den dreizehn Seelen. Briefe und Tagebuchblätter. Eine Korrespondenz ergänzt durch Blätter aus Hedy Kempnys Tagebuch sowie durch eine Auswahl ihrer Erzählungen. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1984 ISBN 3-499-15457-9; ISBN 978-3-499-15457-7
    • Rezensionen: Marie-Theres Hemberger: Dreizehn Seelen. Buch der Woche. – Wien: Die Presse, 27. Februar 1985 Nike Wagner: Hedy Kempnys und Arthur Schnitzlers Briefwechsel; eine Anthologie. – Hamburg: Die Zeit, 11/1986
  • Heinz P. Adamek: In die Neue Welt. Arthur Schnitzler – Eugen Deimel. Briefwechsel. Wien: Holzhausen, 2003 ISBN 3-85493-074-7 Online
    • Rezension: Konrad Holzer: Weltläufig. – in Buchkultur Österreich Spezial. – Wien: Buchkultur Verlagsges.m.b.H. 2003, S. 33
  • Universität für angewandte Kunst Wien – Satzung und satzungsrelevante Bestimmungen 1.–4. Auflage (2004–2010) Hg. Heinz P. Adamek. Wien: Fischerdruck
  • Heinz P. Adamek: Im Streiflicht – Gabriele Niedermoser. Wien: edition FORUM 2013. http://salon-fuer-kunstbuch.at/books/monographie/im-streiflicht-gabriele-niedermoser.html
  • Heinz P. Adamek: Kunstakkorde – diagonal. Essays zu Kunst, Architektur, Literatur und Gesellschaft. Wien: Böhlau 2016, ISBN 978-3-205-20250-9
    • Rezensionen: woi: Aus der Wiener „Angewandten“. Buchtipp. – Wien: Die Presse, Spectrum/Literatur, 17. Dezember 2016. Siegrid Düll in: Aufklärung und Kritik, Zeitschrift für freies Denken und humanistische Philosophie. Nürnberg: Gesellschaft für kritische Philosophie. – 28. Jahrgang, 2/2019, S. 259–261, ISSN 0945-6627.
  • 400 Jahre Schwarzes Kameel. Imaginäres Gästebuch. Heinz P. Adamek, Buchkonzept und Texte. Étienne Yver, Tuschearbeiten. PuM Friese, Wien (2018), ISBN 978-3-200-05967-2
    • Rezension: Gregor Auenhammer: „Kommt ein Kameel in die Bar“, in: Der Standard, Album, A 6, 16. Februar 2019
  • Drachenkuss – im Glanz des Goldes. Streiflichter auf Kult- und Machtsymbole in Literatur und Kunst des Orients und Okzident. Hg. Siegrid Düll. Berlin, Boston: de Gruyter, edition Angewandte 2022 (Festgabe für Dr. Heinz P. Adamek), ISBN 978-3-11-078388-9

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f Heinz P. Adamek. In: club-carriere.com. Abgerufen am 1. Mai 2019.
  2. Heinz Adamek: Mitteilungsblatt der Angewandten. (PDF) Abgerufen am 11. Februar 2021.
  3. 160590. Abgerufen am 11. Februar 2021.
  4. FORUM UNIVERSITAET UND GESELLSCHAFT. Abgerufen am 11. Februar 2021.
  5. Ehrenmitglieder. In: dieangewandte.de. Abgerufen am 1. Mai 2019.