Heinz Rammelt

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Heinz Rammelt (* 29. Januar 1912 in Leipzig; † 24. Juni 2004 in Dessau) war ein Tiermaler und Zeichner.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heinz Rammelt wurde als Sohn der Malerin Käte Rammelt-Bürger (1877–1943) in Leipzig geboren. 1927 begann er ebenda ein Studium an der Fachschule für Flach- und Hochdruck und von 1928 bis 1933 an den Kunstakademien in Leipzig und München, wo er Meisterschüler von Walter Thiemann und Angelo Jank wurde. Durch das Studium der Tieranatomie kam es zu Kontakten mit Heinrich Dathe und einer späteren Zusammenarbeit mit dem Berliner Tierpark und dem Leipziger Zoo.

Auf Anraten von Waldemar Bonsels wurden die ersten Kinderbücher Hannibal und Bambu im WestOst Verlag verlegt. In dieser Zeit illustrierte er u. a. für die Büchergilde Gutenberg. Ab 1936 arbeitete er freischaffend in Berlin und wurde 1940 Hauptzeichner beim deutschen Zeichenfilm. Bei der Deutschen Zeichenfilm GmbH entwarf er für den einzig veröffentlichten Zeichenfilm Der arme Hansi die Hauptfiguren. Während dieser Arbeit lernte er seinen späteren Freund Werner Klemke kennen.

Nach dem Krieg war Heinz Rammelt zunächst als freier Tier- und Landschaftsmaler tätig. Ab Ende der vierziger Jahre arbeitete er als Pressezeichner, Karikaturist und Illustrator für Presse und Verlage. Er war Mitglied des Kabaretts der Komiker unter Willi Schaeffers.

Heinz Rammelts Tierzeichnungen waren zunächst in der DDR-Kunst weniger gefragt, da sie für den sozialistischen Aufbau als nicht relevant betrachtet wurden. Dennoch gilt das von ihm illustrierte Buch Tiere haben das Wort von Karl Max Schneider, das sich zum Nachschlagewerk der Tierzeichnung entwickelte, als einer seiner großen Erfolge. Er konzipierte mit Meister Tusche ein Programm für Kinder, welches auch das DDR-TV ausstrahlte. Rammelt machte sich als einer der ersten Comic-Zeichner in der DDR-Presse verdient. Nicht umsonst erhielt er den Beinamen: „Walt Disney des Ostens“.

Seine 1937 geborene Tochter Annekathrin Bürger ist eine deutsche Schauspielerin. Sein 1954 geborener Sohn Olaf Rammelt wurde ebenfalls Maler, Zeichner und Grafiker.[1]

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rammelt illustrierte mehr als 60 Bücher, über 70 Dia-Kinderfilme, zahlreiche Bildergeschichten für die Berliner Illustrirte Zeitung, die Wochenpost, Frösi, Atze, Bummi und weitere. Sein zeichnerischer Nachlass befindet sich im Besitz der Familie.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Biografie Olaf Rammelt (Memento des Originals vom 18. August 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.atelier-rammelt-hadelich.de