Annekathrin Bürger

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Bürger singt bei der Berliner Groß­demon­stration am 4. November 1989
Beim Auftritt in Pirna, Kleinkunstbühne Q24, 20. September 2013

Annekathrin Bürger geb. Rammelt (* 3. April 1937 in Berlin) ist eine deutsche Schauspielerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ihr Vater war der Tierzeichner und Illustrator Heinz Rammelt. Annekathrin Bürger wuchs in Hornhausen auf, absolvierte in Bernburg eine Ausbildung zur Werbegestalterin und arbeitete als Bühnenbild-Assistentin, Requisiteurin und Statistin am dortigen Carl-Maria-von-Weber-Theater. Sie scheiterte bei der Aufnahmeprüfung zur Staatlichen Schauspielschule Berlin.

Im Sommer 1955 lernte sie in Berlin tschechische Filmleute kennen und spielte in der Rahmenhandlung des tschechisch-deutschen Kulturfilms Gebirge und Meer ihre erste kleine Rolle als Pionierleiterin. Nachdem sie vom Regisseur Gerhard Klein in Eine Berliner Romanze noch als Laiendarstellerin für den Film entdeckt worden war, studierte sie von 1957 bis 1960 Schauspiel an der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam. In der Zeit von 1959 bis 1960 war sie am Deutschen Theater in Berlin engagiert, danach drei Jahre am Theater der Bergarbeiter Senftenberg (heute Neue Bühne Senftenberg). Von 1963 bis 1965 war sie Mitglied des DFF, von 1965 bis 2003 Mitglied des Ensembles der Volksbühne Berlin. Seit 1968 wurde sie am Theater nur noch selten in Nebenrollen eingesetzt.

Dagegen spielte Bürger zahlreiche Rollen in Filmen der DEFA und des DFF unter bekannten Regisseuren wie Slatan Dudow, Frank Beyer und Hans-Joachim Kasprzik und trat als Chanson-Interpretin mit Texten von Bertolt Brecht auf. Im Fernsehen spielte sie bis 2007 im Tatort Leipzig mit Peter Sodann eine Nebenrolle als Waschsalon- und Kneipenchefin.

Sie engagierte sich auch kulturpolitisch und war Mitglied des Präsidialrates des Kulturbundes und im Rat für Kultur im Ministerium für Kultur. Sie protestierte gegen die Ausbürgerung von Wolf Biermann und engagierte sich für den Erhalt des Gründerzeit-Museums von Charlotte von Mahlsdorf. 1990 bis 1997 war Bürger Vorsitzende des Kongresses der Nationalen Bürgerbewegung. 1993 gründete sie mit ihrem Mann den Verein Waisenkinder am Don. Im selben Jahr entstand darüber der Dokumentarfilm Kinder vom Don.

Annekathrin Bürger war in erster Ehe mit dem Schauspieler und Regisseur Ulrich Thein und seit 1966 bis zu seinem Tod im Jahr 2000 mit ihrem Kollegen Rolf Römer verheiratet.

Annekathrin Bürger lebt in Berlin-Köpenick.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Annekathrin Bürger, Kerstin Decker: Der Rest, der bleibt. Droemer-Knaur, München 2007, ISBN 978-3-426-27405-7.
  • Annekathrin Bürger, Christine Rammelt-Hadelich: Geliebte Ostsee. www.federedition.de, Dessau-Roßlau 2010, ISBN 978-3-00-030817-8.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Annekathrin Bürger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien