Heinz und Heide Dürr Stiftung

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Heinz und Heide Dürr Stiftung
Rechtsform: Rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts
Zweck: Förderung von Wissenschaft und Forschung, Bildung und Soziales, Kunst und Kultur
Vorsitz: Heinz Dürr (Vorsitzender), Hans Eike von Oppeln-Bronikowski (stellv. Vorsitzender)
Bestehen: seit 1998 Stiftung-GmbH, seit 2013 rechtsfähige Stiftung
Stifter: Heide Dürr, Heinz Dürr
Stiftungskapital: Dividendenerträge aus 2,4 Mio. Stück Dürr AG Aktien
Mitarbeiterzahl: 9
Sitz: Berlin
Website: www.heinzundheideduerrstiftung.de

Die Heinz und Heide Dürr Stiftung ist eine gemeinnützige Stiftung in Deutschland, die sich regional und bundesweit für die Förderung von Projekten in den Bereichen Wissenschaft und Forschung, Bildung und Soziales sowie Kunst und Kultur einsetzt. Im Fokus der Stiftung mit Sitz in Berlin stehen Themen, die sich mit der Entwicklung des Menschen und der Gesellschaft im Kontext von Wissenschaft, Bildung und Kultur beschäftigen.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Heinz und Heide Dürr Stiftung wurde 1998 von dem Unternehmerehepaar Heinz Dürr und Heide Dürr gegründet, zunächst als Stiftung GmbH. Durch Stiftungsgeschäft vom 23. Mai 2013 wurde sie als rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts[2] im Sinne des StiftG Bln[3] mit Sitz in Berlin errichtet. Sie ist Rechtsnachfolgerin der 1998 gegründeten Heinz und Heide Dürr Stiftung GmbH. Gemäß Stifterwillen engagiert sich die Stiftung in einem breit gefächerten Themenspektrum mit dem Fokus auf der Entwicklung des Menschen und der Gesellschaft.[4]

Gefördert und finanziert werden bundesweit Projekte in den Bereichen Kultur und Soziales, Kunst und Kultur mit Schwerpunkt auf dem deutschsprachigen Theater sowie Wissenschaft und Forschung. Die Stiftung verfügt über ein Vermögen von 2,4 Mio. Stück Aktien der Dürr AG, aus deren Dividendenerträgen die Projekte finanziert werden. Die Stiftungsmittel verteilen sich auf die Stiftungszwecke wie folgt: 35 % für Wissenschaft und Forschung, 50 % für Bildung und Soziales und 15 % für Kunst und Kultur. Einen Schwerpunkt im Bereich Bildung verfolgt die Stiftung seit dem Jahr 2000 mit dem Ansatz der sogenannten Early Excellence Centre,[5] die in Kindertagesstätten und Grundschulen auf die kindliche Potenzialentfaltung sowie auf eine Stärkung der Elternkompetenz setzen. Die operative Geschäftsstelle der Stiftung befindet sich im Stiftungsbüro am Berliner Gendarmenmarkt. Bundesweit verfügt die Stiftung über sechs Early Excellence-Fachberatungen und -Koordinatoren in Berlin, Hannover, Stuttgart und Frankfurt am Main.

Mitglieder und Mitarbeiter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitglieder des Aufsichtsrats[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinz Dürr (Vorsitzender)
  • Hans Eike von Oppeln-Bronikowski (stellv. Vorsitzender)
  • Katrin Schlecht

Mitglieder des Vorstands[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Isa Baumgarten (Vorsitzende)
  • Heide Dürr (stellv. Vorsitzende)

Mitglieder des Kuratoriums[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karoline Dürr (Vorsitzende)
  • Annette Lepenies (stellv. Vorsitzende)
  • Héloïse Brice
  • Rita Marx
  • Irene Bazinger
  • Alexandra Dürr
  • Nicole Dürr

Mitarbeiter und Projekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit neun Mitarbeitenden ist die Stiftung sowohl fördernd als auch operativ tätig. Es werden Projekte in den Bereichen Bildung, Forschung und Kultur begleitet.[6] Jährlich fließen ca. zwei Millionen Euro in die Projektförderung.

Stiftungszweck und Förderfokus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zweck der Stiftung ist die Förderung von drei Schwerpunkten:

Wissenschaft und Forschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es werden Forschungsprojekte, insbesondere auf den Gebieten der Humangenetik und der Molekularbiologie, der Digitalisierung sowie der Umwelttechnik und Energie durchgeführt. Die Stiftung kann zur Verwirklichung dieses Zwecks auch Stipendien vergeben, wissenschaftliche Veranstaltungen durchführen und Preise für besondere Leistungen auf den genannten Gebieten ausloben.[7]

Bildung und Soziales[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es werden Projekte auf den Gebieten der Kinder- und Jugendbildung sowie im Bereich des Jugend- und Studentenaustausches durchgeführt. Die Stiftung fördert gemäß dem Konzept der Early Excellence Center (EEC) Ansätze für eine Verbesserung der Betreuungsqualität in Kindertagesstätten und Grundschulen und setzt sich für die frühe Förderung individueller Potenziale von Kindern unter Einbindung ihrer Eltern ein.[8]

Kunst und Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen ihres Stiftungszweckes fördert die Stiftung deutschlandweit Kunst- und Kulturprojekte. Zusammen mit Partnern der Stiftung werden Theaterprojekte und vor allem Autoren bei der Entwicklung neuer Theaterstücke und deren Erstinszenierung unterstützt.[9]

Partner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stiftung hat mehr als 50 Netzwerk-, Projekt- und Kooperationspartner, die zusammen an der Umsetzung der Stiftungszwecke arbeiten.[10]

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Geib, Franziska: Praktiken der Inklusion. Rekonstruktive Inklusionsforschung in Early Excellence-Einrichtungen in Deutschland. Dohrmann-Verlag, Berlin 2020, 1. Auflage, ISBN 978-3-938620-52-6.
  • Günther, Anja, Marx, Rita, Palloks, Kerstin: Bildungsprozesse im Übergang von der Kita in die Grundschule. Eine Evaluationsstudie zum Early Excellence-Ansatz in Deutschland. Dohrmann-Verlag, Berlin 2017, 1. Auflage, ISBN 978-3-938620-44-1.
  • 20 Jahre, viele Projekte. Kostenfreie Jubiläumsbroschüre der Projektpartner der Heinz und Heide Dürr Stiftung, Heinz und Heide Dürr Stiftung, Berlin 2019, 1. Auflage.[11]
  • Familien im Zentrum. Kostenfreie Broschüre, Heinz und Heide Dürr Stiftung, Berlin 2019, 1. Auflage.
  • Kühnel, Barbara, Hoch, Nora, Reichardt, Helen Ann: Die Heinz und Heide Dürr Stiftung trifft das GRIPS Theater. Heinz und Heide Dürr Stiftung, Berlin 2018, 1. Auflage.
  • Qualität in der frühkindlichen Bildung. Kostenfreie Broschüre, Heinz und Heide Dürr Stiftung, Berlin 2017, 1. Auflage.
  • Burdorf-Schulz, Jutta: Von der Kita zum Familienzentrum nach dem Early Excellence-Ansatz. Schriftenreihe III, Heinz und Heide Dürr Stiftung, Berlin 2017, 1. Auflage.
  • Baumgarten, Isa, Kühnel, Barbara: Early Excellence ‒ Ein Programm für Deutschland. Heinz und Heide Dürr Stiftung, Berlin 2016, 3. überarbeitete Auflage (in Druck).
  • Baumgarten, Isa, Kühnel, Barbara, Ostrop, Anne-Kathrin: Die Heinz und Heide Dürr Stiftung trifft die Komische Oper Berlin. Heinz und Heide Dürr Stiftung, Berlin 2016, 1. Auflage.
  • Lepenies, Annette: Pädagogische Strategien im Early Excellence-Ansatz. Schriftenreihe II, Heinz und Heide Dürr Stiftung, Berlin 2015, 1. Auflage.
  • Saumweber, Katja: Schemas im Early Excellence-Ansatz. Schriftenreihe I, Heinz und Heide Dürr Stiftung, Berlin 2014, 1. Auflage.
  • Wie Kinder lernen. Material zur Ausstellung, Heinz und Heide Dürr Stiftung, Berlin 2014, 1. Auflage.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Profil – Heinz und Heide Dürr Stiftung. Abgerufen am 8. Februar 2021.
  2. Rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts. Abgerufen am 8. Februar 2021.
  3. Berliner Vorschrifteninformationssystem. Abgerufen am 8. Februar 2021.
  4. Details. Abgerufen am 8. Februar 2021.
  5. Early Excellence-Ansatz – Heinz und Heide Dürr Stiftung. Abgerufen am 8. Februar 2021.
  6. Projekte – Heinz und Heide Dürr Stiftung. Abgerufen am 8. Februar 2021.
  7. Forschung – Heinz und Heide Dürr Stiftung. Abgerufen am 8. Februar 2021.
  8. Bildung – Heinz und Heide Dürr Stiftung. Abgerufen am 8. Februar 2021.
  9. Kultur – Heinz und Heide Dürr Stiftung. Abgerufen am 8. Februar 2021.
  10. Partner – Heinz und Heide Dürr Stiftung. Abgerufen am 8. Februar 2021.
  11. Jubiläumsbroschüre Heinz und Heide Dürr Stiftung. In: heinzundheideduerrstiftung.de (PDF). Heinz und Heide Dürr Stiftung, 10. Oktober 2019, abgerufen am 8. Februar 2021.