Hejira

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Hejira
Studioalbum von Joni Mitchell

Veröffent-
lichung(en)

November 1976

Aufnahme

1976

Label(s) Asylum Records

Format(e)

LP, CD

Genre(s)

Folk, Jazz

Titel (Anzahl)

9

Laufzeit

52:18

Besetzung

Produktion

Joni Mitchell

Chronologie
"The Hissing of Summer Lawns"
(1975)
Hejira "Don Juan's Reckless Daughter"
(1977)
Joni Mitchell (1975)

Hejira heißt das 1976 von Joni Mitchell erschienene Folk-Album, das deutliche Jazz-Anklänge hat.

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Albumtitel bezieht sich auf das islamische Hidschra, die Reise Mohammeds von Mekka nach Medina. Viele Lieder wurden von Mitchell auf einer Reise geschrieben, auf einer Autofahrt im Winter von Maine in ihre damalige Heimatstadt Los Angeles. Kurz zuvor hatte ihre Beziehung mit dem Schlagzeuger John Guerin geendet, die bis zur Verlobung geführt hatte.[1][2]

Der Titelsong Hejira handelt vom Reisen und den Beziehungsende mit Guerin:

„Ich bin durchdrungen von Reisefieber
Aber du weißt, ich bin so froh, allein zu sein
Aber die leichte Berührung eines Fremden
Kann meinen Knochen zittern lassen.“

Joni Mitchell, Hejira[3]

Das Album ist von Mitchells Gesang und Gitarre sowie auf einigen Titeln dem bundlosen Bass von Jaco Pastorius dominiert.

Die Titel Coyote, Amelia und Hejira wurden nach der Veröffentlichung oft in ihren Konzerten gespielt. Außer den Titeln Coyote und Black Crow besteht der Rest des Albums aus langsamen und melancholischen Titeln. Der epische Song for Sharon erzählt vom Konflikt einer Frau zwischen Freiheit und Ehe.

Das Lied Amelia verwebt eine Reise durch die Wüste mit der Geschichte der Pilotin Amelia Earhart, die 1939 nach einem Flug über dem Pazifischen Ozean verschollen ist.

Furry Sings the Blues basiert auf einer Begegnung, die 1975 zwischen Mitchell und dem Blues-Gitarristen und Sänger Furry Lewis in Memphis stattfand. Der Song und die Verwendung seines Namens missfiel ihm.[4]

Albumcover[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fotos auf dem Albumcover wurden von Norman Seeff am Lake Mendota aufgenommen. Das Albumcover wurde von Rolling Stone auf Platz 11 der 100 besten Albumcover gewählt.[5]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Album verkaufte sich wegen der ungewohnten Jazz-Anklänge schwächer als die Vorgänger, erreichte aber Platz 13 der Billboard 200 Album-Charts. Von Kritikern wurde das Album im Allgemeinen gut beurteilt und teilweise auch als bestes Album in Mitchells Karriere gesehen.

Titelliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle Songs wurden Joni Mitchell geschrieben.

Seite 1:

  1. "Coyote" – 5:01
  2. "Amelia" – 6:01
  3. "Furry Sings the Blues" – 5:07
  4. "A Strange Boy" – 4:15
  5. "Hejira" – 6:42

Side 2:

  1. "Song for Sharon" – 8:40
  2. "Black Crow" – 4:22
  3. "Blue Motel Room" – 5:04
  4. "Refuge of the Roads" – 6:42

Jaco Pastorius spielte Bass auf "Coyote", "Hejira", "Black Crow" und "Refuge of the Roads".

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. johnguerindiscography.blogspot.de: John Guerin Discography
  2. girlslikeusthemusic.com: Joni Mitchell writes Coyote
  3. /jonimitchell.com: The trouble she's seen
  4. jonimitchell.com: Furry Lewis is Furious at Joni
  5. rateyourmusic.com: Platz 11 der 100 besten Albumcover