Herbert Friedl

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Herbert Friedl (* 22. November 1943 in Unterweitersdorf) ist ein österreichischer Maler, Grafiker, Raum- und Objektgestalter.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Friedl entstammt einer Arbeiterfamilie bäuerlicher Herkunft und schloss zunächst eine Tischlerlehre ab, bevor er die Höhere Technische Bundeslehranstalt Linz Abteilung Grafik-Design besuchte. Er war jahrelang Gasthörer an der Hochschule für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz und nahm an mehreren Künstlersymposien und Sommerakademien teil. Seit 1978 ist er freischaffend in den Bereichen Malerei, Druckgrafik, Objekt- und Raumgestaltung tätig. Er lebt und arbeitet in Pregarten und Linz, wobei er sich mit seinem unmittelbaren, ihn prägenden Lebensraum auseinandersetzt.[1]

Während er Ende der 1970er-Jahre Radierungen anfertigte, entstanden ab Beginn der 1990er-Jahre abstrahierte, zeichenhafte Bilder in Holzschnitt. Seit 1999 fertigt er Arbeiten in der Technik des Mezzotinto. Er nahm an zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland teil und war immer wieder Preisträger bei Wettbewerben. Es wurden mehrere Ausstellungskataloge publiziert, weiters wurden Rundfunk- und Fernsehsendungen über einzelne Projekte und Arbeiten produziert.[2]

Mehrere seiner großen Zyklen fanden große Beachtung, weil sie auf ihre Weise Widerstand gegen die Strategie des Vergessens leisten.

Von ihm wurden eine Reihe von Meditations- und Sakralräumen gestaltet, darunter von 1999 bis 2003 die Euthanasie-Gedenkstätte im Schloss Hartheim.

Friedl ist Mitglied der Zülow Gruppe,[3] der Berufsvereinigung bildender Künstler Oberösterreichs sowie des Oberösterreichischen Kunstvereins.[4]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mollner Mahnmal für die zivilen Opfer des Nationalsozialismus, ursprünglich im Gemeindepark, seit 2012 beim Bürger- und Musikzentrum in Molln

Werke Friedls im öffentlichen Raum:

  • Donaukiesel vor dem Seelsorgezentrum Solarcity[5]
  • Mollner Mahnmal für die zivilen Opfer des Nationalsozialismus[6]
  • Innenraumgestaltung der Pfarrkirche Treffling

Einzelausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Herbert Friedl. In: Webpräsenz der Bruckmühle
  2. Herbert Friedl. In: Webpräsenz der Kunstsammlung des Landes Oberösterreich
  3. Herbert Friedl. In: Webpräsenz der Zülow Grupp
  4. Mitgliederliste des Oberösterreichischen Kunstvereins
  5. Herbert Friedl: Donaukiesel, in: Webpräsenz der Stadt Linz
  6. Herbert Friedl: Mollner Denkmal, Broschüre