Herbert Wiedemann

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Herbert Wiedemann (* 21. Oktober 1932 in Berlin) ist ein deutscher Jurist und emeritierter Professor an der Universität zu Köln.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sohn eines Ministerialrats nahm 1951 ein Studium der Rechtswissenschaft und der Musik an der Ludwig-Maximilians-Universität München auf. Das Jurastudium schloss er 1955 mit der ersten juristischen Staatsprüfung ab. 1958 wurde er in München bei Alfred Hueck mit einer Arbeit zu Urabstimmung und wildem Streik zum Dr. iur. promoviert. Nach der zweiten juristischen Staatsprüfung 1960 wurde Wiedemann wissenschaftlicher Assistent an der Universität München. Dort habilitierte er sich 1963 bei Rolf Dietz mit einer gesellschaftsrechtlichen Untersuchung (Titel: Die Übertragung und Vererbung von Mitgliedschaftsrechten bei Handelsgesellschaften). 1965 nahm Wiedemann einen Ruf an die Freie Universität Berlin an. 1967 wechselte er an die Universität Köln, wo er bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1998 Geschäftsführender Direktor des Instituts für Arbeits- und Wirtschaftsrecht war.

Von 1979 bis 1981 war Wiedemann Rektor der Universität zu Köln und 1966, 1979 und 1986 Gastprofessor an der Universität Berkeley. Seit 1981 ist er Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste. Außerdem war Wiedemann nebenberuflicher Richter am OLG Düsseldorf.

Zu den Schülern Wiedemanns gehören Holger Fleischer, Heribert Hirte, Klaus-Peter Martens, Kaspar Frey, Gregor Thüsing und Rolf Wank.

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Übertragung und Vererbung von Mitgliedschaftsrechten bei Handelsgesellschaften. Beck, München 1965.
  • Gesellschaftsrecht. 2 Bände, Beck, München 1980 und 2004, ISBN 978-3406022494

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]